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Fußball: Kreisliga A

Reserve von GW Nottuln mit überragender Moral

Darup/Nottuln

Die Spieler von GW Nottuln 2 können ausgelassen Martini feiern: Nach einem 0:3-Rückstand kamen sie in Darup dank einer überragenden Moral noch zu einem 3:3.

Von Frank Wittenberg und Johannes Oetz

Cedric Reidegeld (l.) kommt hier vor Darups Janis Nikolaev an den Ball. Foto: Frank Wittenberg

„Wir sind der moralische Sieger“, sagte Mahmoud Abdul-Latif, der unheimlich stolz auf seine Mannschaft war. Mit 0:3 hatten die Kicker der zweiten Mannschaft von GW Nottuln im Ortsderby bis zur 65. Minute bei Borussia Darup bereits zurückgelegen, um am Ende noch ein 3:3 zu erreichen. Darups Übungsleiter Jan Kersen war nach dem Abpfiff fassungslos: „Ganz klar zwei verlorene Punkte.“ Abdul-Latif wiederum war voll des Lobes: „Wenn man auf Asche 0:3 zurückliegt, kann man das eigentlich nicht mehr aufholen. Doch die Jungs haben heute eine riesige Moral gezeigt.“

Die Gäste mussten – wie schon in der Partie gegen Billerbeck – ohne gelernten Torhüter auskommen. David Hamm stellte sich in den Dienst der Mannschaft und zwischen die grün-weißen Pfosten. Von hinten konnte er mitverfolgen, wie sein Team schon nach zwei Minuten beinahe in Führung gegangen wäre. Nach einem Eckball rettete Darups Torwart André Bröcking aus kürzester Distanz gegen Carlo Schürmann. „Das hätte der frühe Rückstand sein können“, atmete Kersen durch. Danach aber nahmen die Borussen das Heft in die Hand, agierten galliger, kamen zu Chancen. Und die nutzten sie: In der 15. Minute spielte Janis Nikolaev fast an der Eckfahne dem Nottulner Lukas Janning einen Knoten in die Beine, ließ dann auch noch Tim Ehm stehen und traf rotzfrech zum 1:0 ins kurze Eck. Zehn Minuten später half eine Standardsituation: Nach einer Ecke flipperte die Kugel zu Julius Terbrack, der per Kopf zum 2:0 vollendete.

Nach der Pause schien das Ding gegessen, als erneut Terbrack nach Querpass von Stefan Laakmann auf 3:0 erhöhte (64.). „Wir haben sie im Griff, aber holen uns trotzdem nicht die Sicherheit“, musste der Trainer der Borussen zusehen, wie Dennis Paul per Foulelfmeter verkürzte. Paul erzielte auch das 3:2, dann schließlich Carlo Schürmann aus dem Getümmel das 3:3 (85.). Zurück blieben frustrierte Borussen und jubelnde Grün-Weiße.

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