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Fußball: Westfalenligist Nottuln freut sich auf Hiltrup / Testspielniederlage

Roland Westers telefoniert gerne

Nottuln

Mit einem Heimspiel gegen den alten Rivalen TuS Hiltrup geht es für die Westfalenliga-Fußballer von GW Nottuln am Sonntag in der Meisterschaft weiter. In der vergangenen Saison trennten sich die beiden Teams im Baumberge-Stadion mit einem 1:1-Unentschieden.

Von Johannes Oetzund

Im Testspiel unter der Woche gegen Preußens A-Junioren erzielte Peter Stüve (r.), Sommerneuzugang vom 1. FC Gievenbeck, einen Treffer. Foto: Johannes Oetz

Viele Kollegen dürften Roland Westers im Augenblick etwas beneiden. Der Trainer des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln hat nämlich seit einiger Zeit die Qual der Wahl. „Gestern waren wieder 20 Feldspieler beim Training“, berichtete der Übungsleiter unter der Woche. Doch mit der guten Personalsituation geht auch das Problem einher, dass Spieler in der zweiten Reihe mit der Zeit unzufrieden werden können. Um diesem Problem vorzubeugen, schob der Fußballlehrer der Grün-Weißen vor dem Meisterschaftsspiel am Sonntag im Baumberge-Stadion gegen den TuS Hiltrup in dieser Woche ein Testspiel ein.

Bei der in der A-Junioren-Bundesliga auflaufenden Nachwuchstruppe des SC Preußen Münster kassierten die Nottulner eine 2:4 (2:3)-Niederlage. „Das war ein guter Test. Wir haben ausschließlich mit Spielern begonnen, die am vergangenen Sonntag nicht von Anfang an gespielt haben“, berichtete Westers, den das Ergebnis nur am Rande interessierte. „Wir konnten gegen diesen guten Gegner weiter an unserem Defensivverhalten arbeiten. Das war das Wichtigste.“ Lennart van Deenen hatte die Grün-Weißen früh in Führung gebracht (4.), doch die jungen Adlerträger drehten mit drei Treffern zwischen der 5. und der 25. Minute die Partie. Peter Stüve gelang vor dem Seitenwechsel noch der zweite Treffer für die Nottulner (32.). Nach einer Stunde gelang dem Platzherren das Tor zum 4:2, ehe die letzten Minuten wieder den Grün-Weißen gehörten. Zwischen der 84. und der 89. Minute hatten Felix Hesker (2) und Christian Messing (2) vier Großchancen, die sie aber nicht nutzen konnten.

Die Treffer haben sich die Nottulner im besten Fall für das Heimspiel gegen Hiltrup am Sonntag (Anstoß um 15 Uhr) aufbewahrt. Eine gute Leistung wird gegen den zuletzt im Aufwind befindlichen Gegner wohl auch benötigt. Nach vier Unentschieden und einer Niederlage zum Auftakt gab es für die Mannschaft von TuS-Trainer Marcel Stöppel in der Vorwoche nämlich einen 5:0-Heimerfolg gegen Borussia Emsdetten. Emsdetten? Da war doch was . . . „Ja, das ist mein Ex-Verein. In dieser Saison ist es schön, dass die Borussia immer eine Woche vor uns gegen unseren nächsten Gegner spielt“, berichtet Westers. Und klar: Da ist ein längeres Telefonat mit dem Emsdettener Trainer Pflicht. Dieser Pflicht kommt Nottulns Coach aber sehr gerne nach: „Hans-Dieter Jürgens war mein erster Trainer im Seniorenbereich und wurde über die Jahre zu meinem Mentor. Er war in den letzten Jahren immer mein Ratgeber. Er sieht Dinge, die viele andere nicht sehen.“

Was also hat das Telefonat dieses Mal ergeben? Westers grinst verschmitzt, in die Karten schauen lässt sich der Trainerfuchs selbstverständlich nicht. Nur soviel: „Hiltrup pflegt ein sehr gutes Kombinationsspiel und ist offensiv sehr gut aufgestellt. Da wird es wichtig sein, dass wir in der zentralen Zone aggressiv in den Zweikämpfen sind.“

Und wer ist ein Schlüsselspieler beim TuS? „Eindeutig Kapitän Nils Kisker. Er spielt in der Innenverteidigung oder auf der sechs und ist in puncto Wille ein ganz wichtiger Spieler bei den Hiltrupern.“

Doch solche Spieler hat Grün-Weiß auch in seinen Reihen: André Kreuz, Daniel Feldkamp, Fabian Schöne und, und, und. Klar dürfte sein, dass die Männer aus dem Baumberge-Stadion den vierten Sieg in Folge einfahren wollen, um auch noch am Sonntagabend über vier Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten Hiltrup zu verfügen.

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