1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Schnell bei Grün-Weiß angekommen

  8. >

Handball: Frauen-Landesliga

Schnell bei Grün-Weiß angekommen

Nottuln

Sabrina Uhlig ist schnell bei GW Nottuln angekommen. Die Rückraumspielerin, die zuletzt das Trikot des TV Borghorst trug, fühlt sich bei den Grün-Weißen pudelwohl. Im Interview erklärt sie, warum . . .

Fühlt sich in Nottuln pudelwohl: Sabrina Uhlig. Foto: Klaus Schulte

Die Landesliga-Handballerinnen der DJK Grün-Weiß Nottuln sind personell nicht gerade auf Rosen gebettet. Da ist jeder Zugang willkommen. Mit Beginn der Corona-Pause im Dezember stieß mit Sabrina Uhlig eine neue Spielerin zur Mannschaft. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim Tabellenzweiten SC Westfalia Kinderhaus 2 traf sich unser Mitarbeiter Klaus Schulte mit ihr zum Interview.

Hallo Frau Uhlig, was hat Sie nach Nottuln verschlagen?

Uhlig: Ich habe zuletzt in der Bezirksliga beim TV Borghorst gespielt. Die Mannschaft hat sich unter unschönen Begleiterscheinungen aufgelöst. Eigentlich wollte ich eine Pause machen, doch da hat mich mein ehemaliger Trainer, Jörg Schüller, der nun ja die Damen in Nottuln trainiert, angesprochen.

Und da nehmen Sie den weiten Weg von Borghorst zum Training nach Nottuln auf sich?

Uhlig: (lacht) Nein, ich wohne sogar in Emsdetten. Da ich aber in Billerbeck in der Volksbank Baumberge arbeite, komme ich einmal pro Woche nach der Arbeit zum Training. Das ist so vereinbart. Es hat mich einfach gereizt, in der Landesliga zu spielen. Mit 30 Jahren wollte ich nicht wieder in der Kreisklasse anfangen.

Sie spielen im Rückraum auf der halbrechten Position? War das immer schon so?

Uhlig: Angefangen bin ich in der Jugend als Torwart (lacht). Später wechselte ich auf Rechtsaußen und als sich einmal eine Spielerin verletzte, wurde ich in den Rückraum beordert. Das hat gut geklappt und so blieb ich auf dieser Position.

Wie sind Sie in Nottuln aufgenommen worden?

Uhlig: Ich fühle mich großartig. Von der Mannschaft wurde ich super aufgenommen. Es macht richtig Spaß. Der Kader ist zwar klein, aber der Zusammenhalt in der Mannschaft ist toll. Selbst Niederlagen werfen uns nicht um.

Und davon gab es bisher ja leider reichlich. Am letzten Sonntag wurde allerdings der Tabellendritte SuS Neuenkirchen besiegt. Wie war das für Sie?

Uhlig: Es war mein zweites Spiel für GW Nottuln und das erste vor eigenem Publikum. Das war ein ganz tolles Gefühl, denn wir waren krasser Außenseiter. Aber alle haben großartig gekämpft, und der Sieg war auch völlig verdient.

Und nun wartet am Samstag um 17 Uhr das Spiel beim Tabellenzweiten in Kinderhaus. Geht da noch mehr?

Uhlig: Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Kinderhaus ist klarer Favorit. Die wollen unbedingt aufsteigen und dürfen sich gegenüber Spitzenreiter SC Everswinkel 2 keinen Ausrutscher erlauben. Wir möchten aber in jedem Fall uns möglichst gut verkaufen.

Mit sechs Punkten aus zwölf Spielen droht der Abstieg in die Bezirksliga. Was kommt danach?

Uhlig: Zunächst einmal sind wir noch nicht abgestiegen. Wir haben noch zehn Spiele vor uns. Wer weiß, wo und wann Corona noch zuschlägt? Aber selbst wenn es uns erwischt, dann war das für die Mannschaft kein verlorenes Jahr.

Ihr früherer Verein, der TV Borghorst, fusioniert zur nächsten Saison mit dem TB Burgsteinfurt. Denken Sie vielleicht an eine Rückkehr?

Uhlig: Ich bin bereits angesprochen worden, habe aber abgewunken. Wenn die Mannschaft zusammenbleibt und das Umfeld stimmt, bleibe ich lieber in Nottuln. Hier fühle ich mich pudelwohl.

Startseite
ANZEIGE