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Faustball: 2. Bundesliga

SG Coesfeld/Nottuln: Erst stark, dann schwach

Nottuln

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrte die SG Coesfeld/Nottuln von ihrem letzten Zweitliga-Spieltag des Jahres 2021 aus Hannover zurück. „Hätte man mir vor dem Spieltag 2:2 Punkte angeboten, wäre ich damit mehr als zufrieden gewesen. Doch nach dem Spielverlauf überwiegt fast ein wenig die Enttäuschung“, fasste Thomas Langer die wieder einmal sehr wechselhafte Leistung seines Teams zusammen.

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Jonas Menzel Foto: Johannes Oetz

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrten die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln von ihrem letzten Zweitliga-Spieltag des Jahres 2021 aus Hannover zurück. Gleich zwei Spieler kamen dabei zu ihrem ersten Bundesliga-Einsatz dieser Saison – der 17-jährige Max Schellerhoff und der 39-jährige Ralf Liebschner.

Schon dies verdeutlicht die schwierige Personallage, in der sich Trainer Thomas Langer nach den Ausfällen seiner Stammspieler Oliver Schmitz und Stephan Badura befand. „Hätte man mir vor dem Spieltag 2:2 Punkte angeboten, wäre ich damit mehr als zufrieden gewesen. Doch nach dem Spielverlauf überwiegt fast ein wenig die Enttäuschung“, fasste der Coach die wieder einmal sehr wechselhafte Leistung seines Teams zusammen.

Gegen den Lieblingsgegner aus Vorsfelde zeigte die SG in ungewohnter Formation zunächst eine überraschend abgeklärte Leistung. Mit dem aus der Abwehr in den Angriff verschobenen Jonas Menzel als Angabenschläger wurden die Wolfsburger von Beginn an unter Druck gesetzt. In der Abwehr zeigte zudem der aus der zweiten Mannschaft ausgeliehene Routinier Ralf Liebschner eine ganz starke Leistung und ließ sich auch von den knallharten Vorsfelder Angriffsschlägen kaum beeindrucken.

Die beiden ersten Sätze waren hart umkämpft, aber am Ende hatte die SG jeweils das bessere Ende für sich (11:9, 11:9). Im dritten Satz übernahm die SG-Angriffsreihe mit Hendrik Langer und Jonas Menzel dann beim Block- und Leinenspiel mehr und mehr die Kontrolle und die Vorsfelder hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Mit 11:5 brachte die SG den überraschend deutlichen 3:0-Erfolg unter Dach und Fach.

An die starke Leistung aus dem ersten Spiel knüpfte die SG zunächst auch im zweiten Spiel gegen das Heimteam aus Empelde an, das zuvor gegen Vorsfelde verloren hatte. Nun mit Maximilian Schellerhoff in der Abwehr ging die SG gegen die ebenfalls verletzungsgeplagten Hannoveraner Vorstädter schnell mit 8:4 in Führung.

Doch dann kam der unerklärliche Bruch. Mit einer Reihe von Eigenfehlern wurde der Satz noch mit 9:11 aus der Hand gegeben. Und auch in den Folgesätzen lief gar nichts mehr. Das SG-Team verkrampfte in Anbetracht der sich abzeichnenden Niederlage nun völlig und produzierte insbesondere bei der Angabe Fehler am Fließband. Satz zwei ging mit 4:11 verloren. Im dritten Satz servierte die SG nicht weniger als sieben Eigenfehler bei der Angabe und wandelte ohne größeres Zutun des Gegners eine 2:0-Führung in einen „fast schon peinlichen“ (Langer) 3:11-Satzverlust.

So blieben am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause doch wieder nur 2:2 Punkte und die Erkenntnis, dass es für höhere Ambitionen aufgrund der starken Leistungsschwankungen einfach noch nicht reicht. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto überwintert die SG zwar weiterhin ungefährdet im Mittelfeld der Tabelle – der Zug in Richtung Aufstiegsrunde scheint inzwischen aber abgefahren zu sein.

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