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Faustball: Zweite Bundesliga

SG Coesfeld/Nottuln startet mit zwei Heimspielen in Coesfeld

Nottuln

Mit zwei Heimspielen starten die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln am Samstag in die Saison 2022/23.

Was die guten Ergebnisse der SG-Faustballer in den Vorbereitungsturnieren wert sind, wird sich erst an diesem Samstag beim Zweitliga-Auftakt vor eigenem Publikum zeigen (hinten, v.l.): Oliver Schmitz, Jonas Menzel, Sebastian Badura sowie (vorne, v.l.): Kai Schneider, Cedric Legrand. Es fehlen Stephan Badura und Maximilian Schellerhoff. Foto: SG Coesfeld/Nottuln

Seit nunmehr sechs Jahren präsentiert die erste Männermannschaft der SG Coesfeld/Nottuln ihrem Heimpublikum spannenden Zweitliga-Faustball. Und nachdem es zunächst einige Jahre ausschließlich um den Klassenerhalt ging, hatte sich das Team zuletzt in der Liga gut etabliert – der dritte Platz in der letztjährigen Abschlusstabelle stellte die bisher beste Platzierung dar. Doch nun wartet wieder eine ganz schwere Spielzeit auf die SG.

Aufgrund eines Auslandssemesters steht der etatmäßige Hauptangreifer Hendrik Langer seinem Team in der an diesem Wochenende beginnenden Hallen-Saison nicht zur Verfügung. Und dies macht eine komplette Umstellung des Teams erforderlich. Jonas Menzel, seit Jahren als zentraler Abwehrspieler eine Bank, muss in den Angriff rücken, um die dortige Lücke zu füllen. Die wichtige Position im Abwehrzentrum übernimmt dafür Sebastian Badura, der auf seiner angestammten Position auf der linken Abwehrseite wiederum durch seinen Bruder Stephan ersetzt werden muss.

„In den letzten Jahren haben wir sehr davon profitiert, auf den wichtigsten Positionen gut aufeinander eingespielt zu sein – das wird dieses Jahr sicherlich nicht mehr unsere Stärke sein“, ahnt Trainer Thomas Langer, wie schwer es für sein Team in dieser Zweitliga-Saison werden kann. Zumindest auf der rechten Seite kann er sich aber auf seine etablierte Aufstellung mit Angabenschläger Oliver Schmitz und Abwehr-Routinier Cedric Legrand verlassen. Ergänzt wird diese Stammfünf durch Youngster Maximilian Schellerhoff und Neuzugang Kai Schneider, der vom TSV Hagen zur SG gewechselt ist.

In der Saisonvorbereitung konnte das neuformierte Team gegen klassentiefere Gegner überzeugen und gegen Ligakonkurrenten durchaus mithalten. Letztendlich wird sich aber erst beim Saisonauftakt am morgigen Samstag zeigen, welchen Wert diese Erfolge aus der Saisonvorbereitung haben. Entscheidend wird sein, wie sich der im Angriff noch recht unerfahrene und oft mit viel Risiko agierende Jonas Menzel gegen die viel routinierteren Angreifer der Zweitligakonkurrenz schlagen wird.

„Jonas ist mit seiner Dynamik und Schlaghärte ein völlig anderer Spielertyp als Hendrik – vielleicht können wir damit ja auch den einen oder anderen Gegner überraschen“, sieht Sebastian Badura durchaus Chancen für sein Team. Ob eine solche Überraschung direkt am ersten Spieltag gelingen wird, ist fraglich. Denn mit dem TSV Wangersen steht der SG im Auftaktspiel um 15 Uhr in der Halle des Pictorius Berufskollegs in Coesfeld ein sehr routinierter Gegner gegenüber, der auch in diesem Jahr wieder zu den absoluten Meisterschafts-Favoriten zählt. Größere Chancen sollte die SG in ihrem zweiten Spiel gegen 17 Uhr gegen den TSV Bayer Leverkusen haben. Der Liga-Neuling ist ein unbeschriebenes Blatt und hofft mit einem sehr jungen Team an die großen Zeiten des Bayer-Faustballs anknüpfen zu können. Das Coesfelder und Nottulner Publikum darf sich auf jeden Fall erneut auf spannenden Faustball-Sport freuen.

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