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38. Dreikönigsturnier in Havixbeck – Student Sunblockers siegen

Sie können auch anders

Havixbeck

Eigentlich sind die Student Sunblockers ja Beachhandball-Spezialisten. Doch beim 38. Dreikönigsturnier in der Havixbecker Baumberge-Sporthalle stellten sie als Sieger des Herren-Turniers unter Beweis, dass sie ihr Handwerk auch auf dem Parkett beherrschen.

Marco Steinbrenner

Sommer, Sonne Sand? Von wegen: Die Student Sunblockers bevorzugen zwar eigentlich die Beachhandballplätze, bewiesen beim DKT aber, dass sie ihr Handwerk auch auf dem Hallenparkett beherrschen. Foto: Marco Steinbrenner

„Das Jahr geht schon gut los“, strahlte Joseph Allendorf über das ganze Gesicht. Soeben hatte das Handball-Eigengewächs von GW Nottuln mit dem Hobby-Team der Student Sunblockers das 38. Dreikönigsturnier (DKT) in der Havixbecker Baumberge-Sporthalle gewonnen. „Wir haben als Team sehr gut harmoniert“, fand Allendorf sehr schnell den Hauptgrund für den zweiten Erfolg nach 2014.

Eigentlich bevorzugen die Student Sunblockers nicht das harte Hallenparkett, sondern fühlen sich viel lieber im Sand zu Hause. „Wir haben das Turnier als Standortbestimmung für die Beach-Saison genutzt.“ Ein großer Teil der Mannschaft besteht aus Handballern, die über Jahre das Trikot von SW Havixbeck oder GW Nottuln getragen haben. „Heute hatten wir eine starke Truppe am Start“, stellte Linksaußen Jan Beulker klar. Das GWN-Eigengewächs geht mittlerweile für den Dortmunder Bezirksligisten TV Hörde auf Torejagd.

Den Grundstein zum Turniersieg, der noch bis weit nach Mitternacht mit dem einen oder anderen Kaltgetränk ausgiebig gefeiert wurde, legten die Sunblockers gleich im Eröffnungsspiel durch einen 7:6-Erfolg gegen den Titelverteidiger SW Havixbeck. „Der Sieg war schon ein wenig glücklich“, gab Allendorf im Nachhinein zu. Auf der anderen Seite bemängelte SWH-Coach Martin Drewer die mangelhafte Chancenverwertung. So wurden während der 18-minütigen Spielzeit fünf 100-prozentige Möglichkeiten ausgelassen. „Wir haben uns die Titelverteidigung durch diese Niederlage direkt versaut.“ Zwischen den Pfosten der Student Sunblockers stand mit Sven Beulker (der Nottulner ist mittlerweile in Berlin aktiv) aber auch ein überragender Schlussmann. „Sven lag häufig am Boden und bekam dann meist den Ball unglücklich an seinen Körper“, merkte sein Mitspieler und langjährige Havixbecker Rückraum-Shooter Patrick Hilgefort mit einem Augenzwinkern an.

Nach dem mühelosen 12:5-Sieg der Sunblockers gegen die SG Sendenhorst fiel die Vorentscheidung im Kampf um den Turniersieg durch den 7:6-Erfolg gegen den Landesligisten und späteren Zweiten VfL Bardenberg (bei Aachen). Joseph Allendorf sprach von einer „überragenden Mannschaftsleistung“, denn ein zwischenzeitlicher 1:6-Rückstand wurde noch in einen knappen Sieg verwandelt. Mit dem 9:7-Triumph gegen die MTG Horst-Essen war der Drops gelutscht und das Preisgeld für Platz eins eingefahren. Dementsprechend groß war der Jubel, als der noch aktuell für SW Havixbeck II in der Kreisliga spielende Lukas Albers die Moneten in Empfang nehmen durfte. „Wir haben uns am Ende durch die super Stimmung tragen lassen. Es hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht“, freute sich Allendorf.

Obwohl Gastgeber SW Havixbeck den Titel nicht verteidigen konnte und sich mit Rang drei zufrieden geben musste, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. „Wir nehmen das Gute aus diesem Turnier mit und fokussieren uns nun auf das erste Rückrundenspiel am kommenden Sonntag gegen Coesfeld“, sagte der Havixbecker Übungsleiter. Die Schwarz-Weißen erwischten einen schwachen Start in das DKT und verloren nicht nur gegen die Student Sunblockers, sondern im Anschluss auch noch mit 6:9 gegen den VfL Bardenberg. „In dieser Partie war nichts möglich“, sagte Drewer.

Mit zwei Siegen gegen die MTG Horst-Essen (7:5) und die SG Sendenhorst (10:8) reichte es dann aber immerhin noch zu Rang drei. „Am Anfang hatten wir einige Probleme mit der Abstimmung. Das änderte sich im weiteren Turnierverlauf aber.“ Beim abschließenden Erfolg gegen das Team aus Sendenhorst zeigte SWH-Schlussmann Arndt Cassens nach Meinung seines Coaches eine „sehr, sehr starke Leistung“. In den letzten acht Minuten kassierte der Keeper lediglich einen Gegentreffer und leistete damit seinen Anteil zum Bronzeplatz“.

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