1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Stefan Göcke von GW Nottuln: „Die ständigen Pausen nervten“

  8. >

Handball: Kreisliga Interview

Stefan Göcke von GW Nottuln: „Die ständigen Pausen nervten“

Nottuln

Die Kreisliga-Handballer von GW Nottuln haben den Aufstieg knapp verpasst. Trainer Stefan Göcke erläutert im Interview die wichtigsten Gründe.

Erwartet, dass seine Mannschaft in der kommenden Saison in der Münsterlandklasse auf viele starke Gegner treffen wird: GWN-Trainer Stefan Göcke. Foto: Klaus Schulte

Mit 18:6 Punkten belegten die Kreisliga-Handballer der DJK Grün-Weiß Nottuln hinter dem TV Vreden 2 den zweiten Tabellenplatz. Immerhin haben sich die Nottulner dadurch einen Platz in der neu gegründeten Münsterlandklasse gesichert. Nach Abschluss der Saison sprach WN-Mitarbeiter Klaus Schulte mit Nottulns Trainer Stefan Göcke.

Hallo Herr Göcke. Ich gratuliere zum zweiten Platz.

Göcke: Danke, aber ich bin nicht ganz zufrieden. Wir wollten eigentlich Erster werden. In unserer Staffel gab es nur sieben Mannschaften. Eigentlich wäre das auch machbar gewesen.

Woran lag es denn, dass es nicht geklappt hat?

Göcke: Eigentlich ging es ganz gut los. Von der Niederlage gegen die mit Verstärkung angetretene Reserve von Schwarz-Weiß Havixbeck gleich zum Auftakt haben wir uns gut erholt. Aber die knappe Niederlage beim TV Vreden 2 hat uns wieder zurückgeworfen. Dann kamen wir wieder stark zurück, ehe uns die völlig unnötige Punkteteilung beim SuS Stadtlohn endgültig aus dem Rennen warf. In diesem Spiel war meine Mannschaft in der ersten Hälfte nicht richtig auf dem Platz.

Lag das vielleicht auch an den zahlreichen Spielpausen?

Göcke: Ganz bestimmt ist das so, denn zwischenzeitlich hatten wir Pausen von bis zu sechs Wochen. Die ständigen Unterbrechungen durch Corona waren nicht förderlich für die Kontinuität. Die letzte Motivation fehlte. Wenn man zweimal in der Woche trainiert und dann kein Spiel folgt, kommt die Mannschaft aus dem Tritt. Auch fehlten die klaren Trainingsziele nach mehrwöchiger Pause. Drei Viertel unserer Mannschaft sind junge Familienväter. Da lässt man auch schon mal ein Training ausfallen. Irgendwie war es schwer, den Rhythmus zu halten.

War denn der Aufstieg zur Bezirksliga, respektive neuerdings Münsterlandliga, das erklärte Ziel?

Göcke: Nicht unbedingt, aber die Qualifikationsrunde hätten wir gerne mitgenommen. Aber uns bleibt ja als Trostpflaster ein Platz in der neu eingerichteten Münsterlandklasse. So gesehen ein kleiner Aufstieg aus der Kreisliga. Wir werden da neben den beiden gescheiterten Qualifikanten zur Münsterlandliga besonders auf zahlreiche Absteiger aus den bisherigen beiden Bezirksligen treffen. Wir sind da gut aufgehoben, müssen uns aber gewaltig strecken, um die Klasse zu halten.

Wie weit sind denn die Planungen hinsichtlich der nächsten Saison gediehen.

Göcke: Ende Juni geht es wieder los. Ich bastle zur Zeit an den Trainingsplänen.

Sie machen also als Trainer weiter?

Göcke: Ja und das aus voller Überzeugung. Die Mannschaft ist intakt. Mit Tobias Last, der sich aus Altersgründen zurückzieht, verlieren wir allerdings einen guten Kreisläufer, den es zu ersetzen gilt. Ich bin da im Gespräch, kann aber noch keinen Namen nennen. Ansonsten bleiben alle Spieler an Bord. Und wenn Max Halm nach seiner langen Verletzungspause im Herbst wieder zur Mannschaft stößt, habe ich auch wieder eine weitere Alternative im Rückraum.

Was ist ihr größter Wunsch im Hinblick auf die neue Saison?

Göcke: Ich wünsche mir, dass wir endlich mal wieder eine normale Saison ohne Unterbrechungen erleben.

Startseite
ANZEIGE