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Handball: Frauen Münsterlandliga

Tormann Thormann macht`s bei GW Nottuln

Nottuln

Die Handballerinnen von GW Nottuln haben einen neuen Trainer gefunden. Der Neue heißt Per Thormann und stand schon einmal auf dem Zettel von Abteilungsleiter Mika Peters.

Von Johannes Oetz

Hält sich (noch) im Hintergrund: Per Thormann mit seinen Spielerinnen von GW Nottuln. Foto: GW Nottuln

Alte Telefonnummern sollte man nicht zu schnell von seinem Handy löschen. Das tat Mika Peters nicht – und er tat gut daran. „Ich habe einen neuen Trainer für die Damenmannschaft gefunden. Es ist Per Thormann. Schon im letzten Jahr habe ich mit ihm ein paar Mal telefoniert. Ich bin glücklich, dass es jetzt geklappt hat“, sagt der Abteilungsleiter Handball von GW Nottuln, der sich auf eine längere Zusammenarbeit freut: „Bei all seinen Stationen war er mindestens vier oder fünf Jahre.“

Die letzte Aufgabe von Per Thormann forderte den 42 Jahre alten Familienvater, der eine Frau und zwei Kinder hat, aber noch deutlich länger: „Ich habe bei der DJK SV Mauritz neun Jahre lang die Damenmannschaft trainiert.“ Doch der erfahrene Handballer, der in seiner aktiven Zeit (die 2019 endete) das Tor in Gievenbeck, Kinderhaus und Mauritz hütete, hat bei seinem alten Verein noch weitere Aufgaben. „Es stimmt schon, ich bin in Mauritz Abteilungsleiter. Allerdings gibt es nur noch eine Herrenmannschaft. Ich sage deshalb lieber, dass ich weiterhin die Organisation für die Herren übernehme.“

Der erste Kontakt zu den Grün-Weißen lief noch über die ehemalige GWN-Trainerin Tine Hekman. „Damals passte es aber noch nicht. Inzwischen hat sich die Mauritzer Damen-Mannschaft aber aufgelöst, sodass ich eine neue Aufgabe suchte.“

Am 14. Juni gab Thormann seine erste Trainingseinheit im Stiftsdorf. Inzwischen sind es bereits fünf. „Die Mannschaft ist sofort klasse mit ihm ausgekommen, wobei er schon ein Typ ist, der klar sagt, wo es lang geht“, erzählt Mika Peters. Und auch der neue Coach, der in Kinderhaus lebt und als Kfz-Mechaniker arbeitet, hatte sofort Spaß mit der Truppe: „Die Spielerinnen haben mir den Einstieg sehr leicht gemacht.“

Mit dabei war auch einmal Sabrina Welp, die nach der abgelaufenen Saison ihre Karriere beendet hat. „Sie sagte mir zu, dass sie in Zukunft von Zeit zu Zeit mal aushelfen könne. Natürlich hätte ich eine Spielerin mit einer solchen Qualität gerne immer dabei, aber jetzt müssen wir halt schauen. Auf der Kreisposition suchen wir jedenfalls noch eine Spielerin.“ Nominell sei nämlich keine weitere Kreisläuferin im Kader. „Allerdings haben sich zwei Spielerinnen bereiterklärt, diese Position zu übernehmen. Wir suchen aber weiter nach Verstärkungen.“

Thormann hat momentan 14 Spielerinnen auf dem Zettel. In nächster Zeit könnte jedoch noch die ein oder andere dazukommen. „Ich möchte eine größere Verzahnung mit der A-Jugend. Angedacht ist, einigen Spielerinnen ein Doppelspielrecht einzuräumen. Doch darüber muss ich mich erst einmal ganz in Ruhe mit den A-Jugend-Trainern Stefan Nieborg und seiner Tochter Vanessa unterhalten.“

Eine neue Spielerin ist jedenfalls schon zu den Nottulnerinnen gestoßen, die vielen Mitspielerinnen bestens bekannt ist: Anica Eckhardt. Die 22-Jährige wird damit in Zukunft mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Meike gemeinsam auf der Platte stehen. „Anica hat zuletzt in den Niederlanden gespielt, weil sie dort auch studiert hat“, erzählt Meike Eckhardt, die sich auch darüber freut, dass damit endlich eine Linkshänderin im Kader steht. Diese Freude teilt der neue Übungsleiter: „Da eine Linkshänderin fehlte, war das Spiel der Nottulnerinnen in den letzten Jahren sehr linkslastig und damit leicht ausrechenbar.“

In den nächsten Wochen werden nun die konditionellen Grundlagen für die kommende Spielzeit gelegt. Im Training möchte Thormann dann aber auch häufig am Abschlussverhalten arbeiten. „Es ist mir schon in den ersten Einheiten aufgefallen, dass die Spielerinnen sich hier noch steigern können.“

Zwei Einheiten pro Woche plus einige Testspiele wird der neue Mann auf der Bank zunächst anbieten. Zwei freundschaftliche Vergleiche hat der 42-Jährige für sein Team, das nach dem Abstieg zukünftig in der Münsterlandliga (vormals Bezirksliga) um Punkte spielen wird, bereits ausgemacht. „Am 16. August spielen wir in Ladbergen gegen die HSG Tecklenburger Land 2, am 20. August fahren wir dann zum SC Falke Saerbeck. Zudem suchen wir gerade noch nach einem Termin mit Westfalia Kinderhaus 2. Am letzten August-Wochenende ist dann noch ein Trainingslager in Nottuln geplant. Und schließlich möchte ich noch gegen einen höherklassigen Gegner testen, gerne gegen ein Landesliga-Team aus der vergangenen Saison.“

Eines ist damit jetzt schon nach wenigen Tagen der Zusammenarbeit klar: Thormann hat sich in Nottuln eine Menge vorgenommen.

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