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Fußball: Westfalenliga

Trainer Westers gibt Nottulner Team eine 3

Nottuln

Eigentlich hätte GW Nottuln am Sonntag den Landesliga-Meister IG Bönen empfangen. Der Verein, der seit einigen Wochen ohne Sponsor dasteht, gab jedoch seinen Rückzug bekannt. Über Bönen und vieles andere mehr sprachen die WN mit Nottulns Trainer Roland Westers.

Auch Roland Westers blickt der Saison gespannt entgegen. Der Trainer von GW Nottuln hat mit seiner Mannschaft aber erst einmal spielfrei. Foto: Johannes Oetz

Eigentlich hätte GW Nottuln am Sonntag am ersten Westfalenliga-Spieltag den Landesliga-Meister IG Bönen empfangen. Der Verein, der seit einigen Wochen ohne Sponsor dasteht, gab am Donnerstag jedoch seinen Rückzug bekannt (wir berichteten). Über Bönen und vieles andere mehr sprach WN-Redakteur Johannes Oetz mit Nottulns Trainer Roland Westers.

Hallo, Herr Westers, beginnen wir direkt mal mit einer Doppelfrage: Was machen Sie jetzt am Sonntag? Was sagen Sie zum Rückzug der IG Bönen?

Westers: Ich werde am Sonntag unseren kommenden Gegner SV Mesum beobachten. Der SVM spielt bei Borussia Emsdetten, da kann ich sogar mit dem Fahrrad hinfahren. Und zum zweiten Teil Ihrer Frage: Der Rückzug der IG Bönen hatte sich ja schon länger angedeutet und hat mich daher nicht überrascht. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn man etwas früher über diesen Schritt informiert worden wäre. Ich sehe das aber pragmatisch: Jetzt werden nur noch zwei Absteiger gesucht.

Kommen wir zu Grün-Weiß: Geben Sie der Vorbereitung Ihrer Mannschaft doch bitte eine Schulnote. Für Sie als Lehrer dürfte das ja kein Problem sein . . .

Westers: Das Team bekommt eine 3.

Okay, warum eine 3? Könnten Sie das bitte unseren Leserinnen und Lesern erläutern?

Westers: Es ist einfach nicht alles so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das wissen die Jungs auch. Ich hatte nie den Großteil des 26 Spieler umfassenden Kaders beisammen. Meistens waren wir 16, auch mal 17. Da fehlten dann aber neun oder zehn Spieler, was gerade die Arbeit im taktischen Bereich sehr schwierig macht.

Gibt es aus Ihrer Sicht einen Spieler in Ihrem Team, den Sie als Gewinner der Vorbereitung bezeichnen würden?

Westers: Generell gab es einige Spieler, die einen ordentlichen Job gemacht haben. Richtig, richtig gut gefallen hat mir aber unser Innenverteidiger Fabian Kemper. Er kommt aus der A-Jugend und hat den Übergang zu den Senioren problemlos hinbekommen. Er zeigt selbst einigen Arrivierten, wie man den Körper richtig einsetzt. Wenn er gesund und mit den Füßen auf dem Teppich bleibt, prognostiziere ich ihm eine gute fußballerische Zukunft.

Der Konkurrenzkampf um die Nummer 1

Im Sommer stießen mit Marius Kattenbeck und Marc Wenning-Künne zwei weitere Torhüter zu Ihrer Mannschaft, die sich jetzt mit Malte Wilmsen um das Trikot mit der Nummer 1 streiten. Wer hat augenblicklich die Nase vorne? Und wie gedenken Sie, in Zukunft mit diesem Überangebot auf dieser Position umzugehen?

Westers: Wir haben eine klare Regelung, denn Malte wollte ursprünglich ein Auslandssemester absolvieren. Das hat jetzt aber nicht funktioniert. Doch wir mussten nach der letzten Saison eine neue Nummer 1 und eine neue Nummer 2 suchen, die wir mit Marius und Marc gefunden haben. Wer von den beiden die Nummer 1 sein wird, erfahren sie vor dem Mesum-Spiel.

Mit neuen Spielern wird auch oftmals die Spielweise überdacht. Möchten Sie im Vergleich zur Vorsaison etwas grundlegend verändern?

Westers: Die Art und Weise unseres Anlaufverhaltens wollen wir verändern. Da aber, wie schon gesagt, einige zuletzt fehlten, wird das noch Thema in einigen Trainingseinheiten sein.

In der vergangenen Saison haben Sie mit Ihrer Mannschaft den fünften Tabellenplatz belegt. Verraten Sie uns doch bitte, was Sie sich mit Ihren Spielern für die jetzt beginnende Serie vorgenommen haben . . .

Westers: Wir haben uns vorgenommen, konstanter und torgefährlicher zu werden. Am Ende wollen wir dann schauen, welcher Platz herausspringt. Nach Aussage des Vorstands war die vergangene Saison ja die erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Es ist daher nicht leicht, diese Platzierung zu wiederholen. Natürlich ist es aber unser Anspruch, in der oberen Hälfte des Tableaus zu landen.

Die Frage muss gestellt werden: Welche Mannschaft wird, glauben Sie, am Saisonende ganz oben stehen?

Westers: Für mich ist der FC Preußen Espelkamp der Top-Favorit, weil in der Mannschaft viel Qualität ist und sie mit Trainer Andreas Brandwein einen sehr guten Trainer hat. Dahinter sehe ich mit Mesum, Erkenschwick und Lünen drei Herausforderer. Mit Bönen wären es vier gewesen.

Womit wir wieder am Anfang unseres Gesprächs wären. Vielen Dank für Ihre Zeit.

Westers: Genau! Ebenfalls vielen Dank.

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