1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. U23 von GW Nottuln nimmt die Asche-Schlacht an

  8. >

Fußball: Kreisliga A

U23 von GW Nottuln nimmt die Asche-Schlacht an

Nottuln

Von einem Highlight hatte Mario Popp, Trainer der zweiten Mannschaft von GW Nottuln, im Vorfeld des Derbys gegen Borussia Darup gesprochen. Das hatte sich allerdings bei der Ankunft für ihn schon wieder erledigt.

Von Theresa van den Berg

Viele Zweikämpfe bestimmten das Ortsderby auf dem Ascheplatz in Darup. Hier kommt Nottulns Linus Sonneborn (r.) vor Borusse Julius Terbrack ans Spielgerät. Foto: Markus Höppener

„Als ich den Ascheplatz gesehen habe, war das Highlight schon durch.“ Eine reine Buckelpiste sei der Platz gewesen, der ein gutes Fußballspiel kaum zuließ. „Und dann fängst du dir direkt das 0:1“, wurde Popps Laune auch während des Spiels nicht besser. Nach einer Ecke verlängerten die Gastgeber den Ball vom ersten auf den zweiten Pfosten und trafen bereits in der sechsten Minute durch Stefan Laakmann zur Führung. „Wir waren noch nicht hellwach und rennen dadurch direkt einem Rückstand hinterher“, ärgerte sich der Coach.

Doch seine Schützlinge fanden in die Partie und erspielten sich von nun an Möglichkeiten zum Ausgleich. In der 13. Minute war es Hannes Krüdewagen, der am Daruper Torwart scheiterte, acht Minuten später blieb der Keeper im Duell mit Dennis Paul erneut Sieger. Fast hätten die Nottulner ihre Feldvorteile im ersten Durchgang doch noch in einen Torerfolg umgemünzt, doch nach einer Ecke konnte Tom Overmann den Ball nicht im Gehäuse unterbringen (42.). „Wir hätten das Tor in der ersten Halbzeit machen müssen.“ Der Trainer musste sich jedoch bis zur 89. Minute gedulden, ehe er jubeln durfte. Ganz nach dem Motto „einfach mal hoch rein“ brachte Aaron Schölling den Ball kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit vor das Daruper Tor. Der zuvor eingewechselte Tim Ehm stand am langen Pfosten goldrichtig und nickte zum verdienten Ausgleich ein.

Mit einem guten Fußballspiel hatte das Derby an diesem Tag nicht viel zu tun. Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer laut Popp ein Giftspiel, das vor allem in der letzten Viertelstunde von Hektik und kleinen Fouls geprägt war. Viele Chancen gab es nicht. „Oft war es eher planlos, was beide Teams im letzten Drittel gespielt haben.“ Und trotzdem hatten die Gastgeber die Möglichkeit, in der 75. Minute durch einen Konter alles klarzumachen. „Mit dem 0:2 wäre es das gewesen“, wusste Popp, dass seine Mannschaft dann wohl nicht mehr zurückgekommen wäre. So konnte sich der Trainer nach 90 harten Minuten wenigstens über einen Punkt freuen. „Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie den Kampf angenommen und Moral bewiesen haben. Am Ende bin ich froh, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben und ohne Verletzungen davongekommen sind. Wenn wir mit leeren Händen nach Hause gefahren wären, wäre das ziemlich frustrierend gewesen.“

Startseite