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Reiten: Provinzialturnier in Appelhülsen

Veranstaltung mit hohem Stellenwert

Appelhülsen

Die Bedeutung des Provinzialturniers entspricht der der Bauernolympiade beim K+K-Cup. Und die Veranstalter des RV Appelhülsen wollen es für Reiter und Zuschauer zu einem schönen Erlebnis machen.

Von Michael Schulte

Blickt dem Provinzialturnier in Appelhülsen gespannt entgegen: RVA-Vereinsvorsitzender Christoph Bonmann. Foto: Johannes Oetz

Seine Idealvorstellung: Zwölf Mannschaften, gutes Wetter, viele Zuschauer – und dann natürlich ein würdiger Sieger. Für Christoph Bonmann und sein Team stellt die Ausrichtung des Provinzialturniers (27. bis 29. August) auf der Reitanlage des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Appelhülsen eine besondere Herausforderung dar. „Der Amateursport ist wegen Corona doch länger zum Erliegen gekommen. Das betraf natürlich auch unsere Vorbereitungen für dieses Turnier. Und wenn man nichts machen darf, dann sinkt auch die Motivation.“ Dennoch ist der Vereinsvorsitzende sehr guten Mutes, dass am Ende des Monats ein gelungenes Sportevent über die Bühne gehen wird.

Optimistisch trotz langer Corona-Pause

Parallel zu den Vorbereitungen des Veranstalters laufen in den westfälischen Reitervereinen die Trainingseinheiten. Denn der Stellenwert des Turniers ist hoch, die Tradition lang und eine erfolgreiche Platzierung für alle ein Wunschtraum. „Wir siedeln diese westfälischen Mannschaftsmeisterschaften der Vereine ähnlich hoch an wie die Bauernolympiade beim K+K-Cup.“ Bonmann rechnet mit zehn bis zwölf Vereinen (Altersklasse offen), die sich dem Dreikampf Dressur, Geländeritt und Springen stellen werden.

Es geht um die Standarte des westfälischen Reiterverbandes, der früher mal Provinzialverband hieß. Es dürfen acht Reiter(innen) pro Verein gemeldet werden, die sich dann die einzelnen Aufgaben teilen. Am 27. August (Freitag) in L-Dressur und -Kür (unter Flutlicht) gehen vier an den Start, von denen die besten Drei gewertet werden. Am Samstag steht der Geländeritt (A**) ebenfalls für vier Starter(innen) pro Verein an, von denen die besten Zwei in die Wertung kommen. Und beim L-Springen am Sonntag sind es wieder die besten Drei der vier Aktiven, deren Ergebnis zählt.

Westfälische Ponymeisterschaften in der Vielseitigkeit

Nennungsschluss für dieses Turnier war am gestrigen Dienstagabend. Jetzt wissen die Appelhülsener, auf wie viele Gäste sie sich einrichten dürfen. Beim Blick nach vorn kann sich Christoph Bonmann gut vorstellen, dass Teams aus Westbevern, Saerbeck, Greven, Olfen/Vinnum, Werne, Fröndenberg, Kalthof (Iserlohn), Marl und Hamm/Rhynern neben der Equipe des Veranstalters an den Start gehen werden. „Kann gut sein, dass ich noch Vereine vergessen habe. Kann auch gut sein, dass nicht alle Genannten kommen können. Also abwarten.“ Zumal dieses Mal auch die Kreisreiterverbände jeweils ein Team melden dürfen, und von denen gibt es in Westfalen immerhin 17.

Damit nicht genug. Denn auch die westfälischen Ponymeisterschaften in der Vielseitigkeit stehen auf dem Plan, dazu die Titelkämpfe in M*-Dressur und M**-Springen. Alle Entscheidungen fallen am Sonntag.

„Wir müssen uns nichts vormachen. Solche Turniere leben von den Zuschauern, die stets für die notwendige Stimmung sorgen.“ Daher hofft Bonmann, dass Corona diesem Neustart des Amateursports nicht noch Pro­bleme bereiten wird. 

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