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Reiten: Vierkampf

Wettbewerb im Kreis Coesfeld wird verschoben

Kreis Coesfeld

Ursprünglich sollte am Wochenende (7. und 8. November) in Senden der Kreis-Vierkampf der Reiter ausgetragen werden. Der Wettbewerb musste aber aufgrund der Corona-Schutzverordnung abgesagt werden.

Frank Wittenberg

Am 23. und 24. Mai veranstaltete der RV Nottuln auf dem Gelände der Reitschule Altrogge-Terbrack das erste Dressurturnier in Westfalen nach dem Ausbruch des Foto: Johannes Oetz

Das Konzept stand. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen bei Laufen, Schwimmen, Dressur und Springen, sie hätten es gut und verantwortungsbewusst über die Bühne gebracht, da ist sich Markus Terbrack sicher. „Jetzt ist es das nächste Event, das verschoben werden muss“, zuckt der Vorsitzende des Kreisreiterverbandes (KRV) Coesfeld mit den Schultern. Der Vierkampf der Reiter, der für das kommende Wochenende in Senden geplant war, fällt der Corona-Schutzverordnung zum Opfer. „Schade, aber die Infektionszahlen gehen wieder hoch“, sagt Terbrack. „Da müssen auch wir zurückstecken.“

Früh schon hatten sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht, wie der Reitsport unter Corona-Bedingungen stattfinden kann. „Die Hygienekonzepte haben sich als umsetzbar erwiesen“, weiß Markus Terbrack von gelungenen Veranstaltungen während des Sommers zu berichten. Auch der Vierkampf hätte gut funktionieren können: „Das Schwimmen in Lüdinghausen und das Laufen hätten wir in kleinen Gruppen mit Abstand durchgeführt“, erklärt er. Dressur und Springen waren in der ebenso neuen wie großzügigen Halle in Senden vorgesehen, inklusive Maskenpflicht und aller Vorsichtsmaßnahmen. Zeitlich hätten die Wettbewerbe entzerrt werden können, sodass nicht alle Sportler den ganzen Tag über hätten vor Ort sein müssen, betont der KRV-Vorsitzende: „Das alles hätten wir problemlos gemeistert.“

Verschoben ist der Vierkampf jetzt, möglichst aber nicht aufgehoben. Denn wenn die Verordnungen es wieder zulassen, seien Reitturniere auch auf der Grundlage der gesammelten Erfahrungen mit gutem Gewissen durchführbar, macht Terbrack deutlich: „Wir sind mit unseren Konzepten sehr gut aufgestellt. Auf unseren Veranstaltungen sind die Kinder und Erwachsenen sicher aufgehoben.“

So sei auch vor gut vier Wochen der Bundesvierkampf in Appelhülsen mit Teilnehmern aus ganz Deutschland reibungslos über die Bühne gegangen. Von eben diesen Erfahrungen werde der Reitsport auch im kommenden Jahr profitieren, denn das Coronavirus sei dann ja nicht plötzlich verschwunden. Immer noch anders als gewohnt werde es laufen – „aber wir wollen gerade den Kindern und Jugendlichen wieder die Anreize bieten, wofür sie regelmäßig trainieren.“

Ein ganz wichtiger Aspekt, daraus macht Terbrack kein Geheimnis. Umso erleichterter zeigt er sich darüber, dass im Gegensatz zum ersten Lockdown im Frühjahr die Reiter mit ihren Pferden auch in der Halle trainieren dürfen. „Das ist ein Privileg“, lächelt er. „Es ist sehr erfreulich, dass die Landesregierung in ihrer Verordnung an den Pferdesport gedacht hat.“

Als problematisch empfindet der KRV-Vorsitzende allerdings die Vorgabe, dass tatsächlich nur ein Reiter und sein Pferd dieses Training durchführen dürfen. „Es darf kein Unterricht stattfinden“, hofft Markus Terbrack noch auf Ausnahmeregelungen, an denen bereits in einigen Landesverbänden gearbeitet werde. „Denn es wäre gut für die vielen Kinder und Jugendlichen, wenn die Trainer sie auch weiter unterstützen dürften.“

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