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Fußball: Die ersten Vereine kehren in Kleingruppen auf den Platz zurück

Willy Westphal hofft auf Geduld

Kreis Coesfeld

Zurück auf den Platz in Kleingruppen, endlich wieder gegen die Kugel treten und das Gefühl für den Fußball bekommen – sehnsüchtig haben die Mannschaften darauf gewartet, und die ersten Teams setzen das im Rahmen der Möglichkeiten auch schon um.

Frank Wittenberg

Willy Westphal. Foto: Michael Schley Foto: Michael Schley

„Ich weiß von den ersten Vereinen, die wieder auf dem Platz arbeiten“, verweist Willy Westphal etwa auf die SpVgg Vreden oder den Ahauser B-Ligisten SC Ahle. So lange sich das mit den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung decke, sei das natürlich völlig in Ordnung.

Seine eigene Meinung vertritt der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletikkreises Ahaus/Coesfeld aber auch: „Ich finde, dass uns ein paar Tage Geduld noch ganz gut tun.“

Zwei Erwachsene treiben gemeinsam Sport unter freiem Himmel und halten dabei mindestens fünf Meter Abstand ein. „In Ahle etwa wird das so umgesetzt, wo auch konsequent immer nur zwei Spieler auf der Anlage sind“, weiß Westphal. In Vreden wird in zwei Gruppen trainiert, wobei zwei Spieler immer ein festes Paar bilden. Dass es die Kicker wieder auf den Rasen zieht, kann der Kreisvorsitzende voll und ganz verstehen. Im Hinblick auf die vielen Kinder und Jugendlichen, die zwar wieder im größerer Gruppe trainieren dürften, bei denen sich die meisten Vereine aber noch nicht an Freigaben herantrauen, hofft er aber auf die Vorbildfunktion der Seniorenfußballer. „Der Profi-Fußball hat schon ein Alleinstellungsmerkmal“, gibt er zu bedenken. Da halte er es für kein gutes Zeichen, wenn die Erwachsenen auf dem Platz stehen, die Kinder aber nur Zaungäste seien.

Zumal es ja eine Perspektive gebe. Bei einer Inzidenz unter 100 soll es, so der aktuelle Stand der Dinge, ab Ostermontag wieder möglich sein, unter freiem Himmel Kontaktsport zu betreiben, und das ohne vorherigen Selbst- oder Schnelltest. „Der Zeitpunkt wäre sehr gut“, blickt Horst Dastig, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses und zugleich Staffelleiter der Bezirksliga 11 sowie der Kreisligen Coesfeld, voraus. „Dann hätten wir die gewünschten vier Wochen Vorbereitung und könnten am ersten Mai-Wochenende wieder mit den Meisterschaftsspielen loslegen.“ In diesen Ligen werde es dann möglich sein, die Hinrunde pünktlich bis zum 20. Juni zu beenden, und das – abgesehen von Nachholspielen – auch ohne Partien während der Woche, was im Hinblick auf den Trainingsbetrieb wünschenswert sei. „Dann blieben uns nach dem letzten Spieltag noch zehn Tage für eventuelle Entscheidungsspiele“, rechnet Dastig vor. „Das würde alles gut passen.“

Denn ein Wunsch vereint die Verantwortlichen des Fußballkreises mit den Vereinen und Kickern: Die Saison soll nicht für die Tonne sein, eine Wertung soll her. „Ein endgültiger Abbruch zum zweiten Mal hintereinander möchte keiner“, betont Horst Dastig. Eine sportliche Lösung müsse her, denn für Ergebnisse würde jeder Sportler arbeiten. Um die ab Mai tatsächlich wieder erzielen zu können, sei es kein Nachteil, die Füße noch ein wenig still zu halten. „Wir haben im Kreis Coesfeld hervorragende Zahlen, die wir nicht aufs Spiel setzen sollten“, sagt Willy Westphal. Zumal er persönlich mit der Aussicht auf vier Wochen Vorbereitung ab Ostern gar nicht gerechnet habe. „14 Tage Vorlauf wären in meinen Augen auch okay, wenn es nicht anders geht“, erklärt er. „Aber so ist es natürlich noch besser.“

Horst Dastig verweist derweil auf die nächste Sitzung des Kreisfußballausschusses, die für den 22. März terminiert ist – zufällig an dem Tag, an dem sich auch die Ministerpräsidenten wieder mit der Kanzlerin zusammenschalten. Dann gebe es sicherlich neue Erkenntnisse, wie es weitergehe: „Bis dahin, so denke ich, wird es auf unseren Sportplätzen eher ruhig bleiben.“

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