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GW Nottulns A-Junioren und das Kreispokal-Finale

„Wir sind alle gierig“

Nottuln

GW Nottulns A-Junioren stehen vor dem ersten, wenn nicht vor dem Saisonhöhepunkt überhaupt: das Kreispokal-Finale. Darius Schwering, Trainer der U19, stand unserer Redaktion im Vorfeld der Partie Rede und Antwort.

Von Niklas Groß

Der letzte Streich: Im Kreispokal-Halbfinale nutzen Noah Hörsting und GW Nottulns A-Junioren die Gunst der Stunde und bezwangen mit Stadtlohn Foto: Markus Höppener

Jetzt zählt es. GW Nottulns A-Jugend hat in dieser Saison schon so manchen schönen Pokalmoment erleben dürfen und sich durch vier Runden gekämpft. Doch all das gipfelt nun im Endspiel des Kreispokals, das Grün-Weiß am Samstag ab 14 Uhr daheim gegen Kreisligist Eintracht Coesfeld bestreitet. Im Interview mit unserer Zeitung spricht Trainer Darius Schwering über die besonderen Reize des Pokals, die Entwicklung seines Teams in der Meisterschaft und den Faktor Heimrecht.

Herr Schwering, in der Liga haben Sie mit Herbern ein schweres Spiel vor der Brust, jetzt steht aber erst mal das Kreispokal-Finale an. Worauf liegt Ihr Fokus?

Schwering: Wir probieren, beides unterzubringen. Das schließt sich ja zum Glück nicht aus. Unabhängig vom Ausgang des Pokalspiels wird unsere Konzentration in der nächsten Woche ganz Herbern gelten.

Was macht den Reiz des Pokals aus?

Schwering: Der Weg ist kurz, um erfolgreich zu sein. Allein wenn du die erste Runde überstehst, bist du besser als die Hälfte aller Starter. Und es besteht die Chance, in einem Spiel mit einem Team mitzuhalten, mit dem du vielleicht nicht eine ganze Saison konkurrieren könntest. Wir waren bereits in beiden Rollen: Im Viertelfinale gegen Hausdülmen (4:2; Anm. d. Red.) hatten wir es mit einem Underdog zu tun, der alles reingeworfen hat. Im Halbfinale haben wir mit Stadtlohn ein klassenhöheres Team mit 4:3 im Elfmeterschießen besiegt.

Was würde Ihnen der Gewinn des Kreispokals bedeuten?

Schwering: Das wäre eine schöne Geschichte, zumal die Westfalenpokal-Quali noch mal einen besonderen Reiz hat. Ich persönlich habe den Pokal auch noch nicht geholt – wir sind alle gierig.

Haben Sie Elfmeterschießen trainieren lassen?

Schwering: Nein, nicht ausdrücklich. Im Abschlusstraining spielen wir einen Modus, in dem relativ viele Strafstöße zustandekommen. Aber die sind schwer zu trainieren, denn im Spiel ist es eine ganz andere Drucksituation.

Sie haben im Endspiel Heimrecht. Kann das ein Faktor werden?

Schwering: Wir werden sehen, inwieweit das über den üblichen Heimvorteil hinausgeht. Ich weiß, dass aus Coesfeld relativ viele Zuschauer mitkommen werden. Für die ist das nicht irgendeine Auswärtsreise. Ich hoffe, unsere Fans werden dagegenhalten.

Ihr Team hat sich in der Liga nicht abschrecken lassen von zwei Niederlagen zum Auftakt, darunter ein 1:8 gegen den SC Greven 09. Was ist aus Ihrer Sicht seither mit der Mannschaft passiert?

Schwering: Weniger, als man vielleicht denken mag. Das hört sich komisch an, aber auch gegen Greven waren wir nicht so schlecht. Wir waren auf dem richtigen Weg, und daran haben wir auch geglaubt. Jetzt haben wir einen Lauf, der gibt natürlich noch einmal extra Selbstbewusstsein. Aber wir hoffen, dass wir gerade nicht überperformen, sondern dass das unser Leistungsstandard ist.

Was spielt die Mannschaft jetzt für einen Fußball?

Schwering: Wir versuchen, den Gegner so hoch wie möglich anzulaufen, und wir haben relativ viel Ballbesitz. Das war selbst in den ersten beiden Spielen so. Aber das ist auch unser Anspruch. Das Team will gerne Fußball spielen und versucht, fast alles spielerisch zu lösen. Die Lehre aus dem Saisonauftakt ist für uns vor allem, dabei nicht naiv zu sein und Aktionen unbedingt durchdrücken zu wollen.

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