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Entscheidungsspiel um den A-Liga-Aufstieg in Langenhorst

Alles oder nichts für die Weiner

Ochtrup

Letzte Ausfahrt Langenhorst: Im Vechtestadion ermitteln am Freitagabend der FC SW Weiner und SuS Neuenkirchen III den dritten und letzten Aufsteiger in die Kreisliga A. Auf jeden Fall gibt es eine Entscheidung, wenn es sein muss, im Elfmeterschießen. Den Schwarz-Weißen fehlen drei ganz wichtige Leute.

Von Marc Brenzel

Lars Kempers (r.) Qualitäten als Torjäger sind heute Abend mehr denn je gefragt. Gegen SuS Neuenkirchen III geht es um den Aufstieg in die Kreisliga A. Foto: Thomas Strack

Das Beste und Spannendste spart sich die Saison immer bis ganz zum Ende auf: die Entscheidungsspiele um Auf- oder Abstieg. Diese Überdosis Fußball wird am Freitag wieder gespritzt, wenn im Langenhorster Vechtestadion die beiden B-Liga-Vizemeister FC SW Weiner und SuS Neuenkirchen III den letzten Aufsteiger in das Kreisoberhaus ermitteln.

Beide Formationen begegnen sich übrigens nicht das erste Mal in diesem Jahr. Im Rahmen der Wintervorbereitung testeten die Schwarz-Weißen am 23. Januar gegen die Neuenkirchener „Dritte“ und gewannen nach Toren von Lars Kemper und Matthias Bültel bei einem Gegentreffer von Mirko Wesselmeier mit 2:1. „Dass wir uns nochmal in einem Aufstiegsspiel wiedersehen würde, daran hatte ich damals keinen Gedanken verschwendet“, so Weiner-Trainer Alexander Witthake. „Aber gut, jetzt kenne ich den Gegner. Uns erwartet eine spielstarke Truppe, die taktisch sehr gut ausgebildet ist.“

Beides trifft auch auf die Ochtruper zu, die allerdings ein paar wirklich schmerzhafte Ausfälle kompensieren müssen. Kapitän Marcel Pöhlker (Mittelfeld) hat sich das Schienbein angebrochen, Frank Lenfert (Innenverteidiger, Meniskusriss) und Jens Heinenbernd (Mittelfeld, Nase gebrochen) stehen auf der Verletztenliste. „Alle drei sind absolute Stammkräfte. Unser Kader ist aber breit genug aufgestellt, um das aufzufangen“, ist Witthake überzeugt. Mario Tümler und Routinier Michael Möllers könnten die Lücken sinnvoll schließen.

Vorne sollen Mittelstürmer Kemper und Außen Nils Weyring für Alarm sorgen. Zusammen erzielten sie in der Punkterunde 37 Treffer.

„Ich habe ja durchaus ein paar Saisons auf dem Buckel, aber ein echtes Entscheidungsspiel hatte ich noch nie. In so einem Match dabei sein zu dürfen, ist mega-cool und keine Selbstverständlichkeit. Das haben wir uns erarbeitet. Jetzt heißt es, alles oder nichts“, betont Witthake, der seine Stimmungslage als „positiv angespannt“ bezeichnet.

Der 34-jährige Übungsleiter hofft auf massive Unterstützung aus dem eigenen Lager. Schade jedoch: Freitagabend wird beim Schützenverein Waister Junggesellen, in dem viele Schwarz-Weiße Mitglied sind, die neue Majestät ausgeschossen. „Das kann uns 100 bis 200 Fans kosten“, mutmaßt Witthake.

„SW Weiner ist ein Brett, doch wir nehmen die Herausforderung an. Es wird eine schwere, aber interessante und nicht unlösbare Aufgabe. Der Druck liegt als erster Mannschaft bei der Weiner. Wir gehen das Spiel gelassen an“, verteilt SuS-Trainer Marcel Thies die Favoritenrolle. Genau wie Witthake muss auch er auf diverse Leistungsträger verzichten. Torjäger Aykut Demir und Jan Walterbach haben sich in der Bezirksliga-Reserve festgespielt, Philipp Laube ist verletzt, und Nico Flüthmann weilt im Urlaub.

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