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Handball-Landesliga: Ochtrup verliert das Derby bei Vorwärts Gronau mit 23:28

Arminia hat 13 Minuten Ladehemmung

Ochtrup

47 von 60 Spielminuten waren die Landesliga-Handballer des SC Arminia Ochtrup beim SV Vorwärts Gronau auf der Siegesstraße. Aber danach war die Offensive der Gäste praktisch nicht mehr vorhanden. Kein einziges Tor erzielten die Arminen bis zur Schlusssirene mehr. Bei Gronau hingegen war nahezu jeder Wurf ein Treffer. Mit 28:23 gewannen die Dinkelstädter das Derby nach einem 8:0-Lauf.

Von Angelika Hoof

Ochtrups junger Neuzugang Cornelius Breulmann warf für die Arminia im verlorenen Derby bei Vorwärts Gronau zwei Tore. Foto: Angelika Hoof

Wenn man es nicht gesehen hätte, würde man es kaum glauben. 47 Minuten lang schien Außenseiter Arminia Ochtrup in der Handballfestung vom SV Vorwärts Gronau einem unerwarteten Sieg entgegen zu steuern. 23:20 führten die Töpferstädter zu diesem Zeitpunkt. Die Überraschung war zum Greifen nah. Dann plötzlich bekamen die Gastgeber Spiel und Gegner in den Griff. Mit einem schier unglaublichen 8:0-Lauf rissen sie die Partie an sich und stürmten mit einem 28:23-Erfolg an die Tabellenspitze der Landesliga.

Versteinerte Gesichter

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!“, jubelten die Fischer-Schützlinge und konnten selbst kaum fassen, was ihnen in den letzten 13 Minuten des Matches noch gelungen war. Aufseiten der Gegner blickte man hingegen in versteinerte Gesichter. „Wir haben fast 90 Prozent der Partie diszipliniert und gut gespielt. In der Abwehr gab es kaum Probleme“, rekapitulierte SCA-Trainer Christian Woltering das Geschehen. Und dennoch stand sein Team am Ende mit null Punkten da. „Das ist echt bitter“, so Woltering.

Je zwei verworfene Siebenmeter

So deutlich wie das Resultat es erscheinen lässt, war der Spielverlauf nämlich nicht. Für den ersten Treffer des Abends war der Ochtruper Thorben Mieling verantwortlich, der den Ball zum 1:0 in die Maschen setzte, ehe Marius Schmidt den Ausgleich markierte. Tor um Tor schraubten die Kontrahenten das Ergebnis in die Höhe, wobei bei beiden Mannschaften je zwei verworfene Siebenmeter zu Buche schlugen. Erst in den letzten beiden Minuten der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, sich durch Treffer von Cornelius Breulmann, Alexander Sperling und Adrian Ultee auf 15:13 abzusetzen.

Hexenkessel an der Laubstiege

Während die Hausherren nach dem Seitenwechsel mit zwei verworfenen Strafstößen durch Marius Schmidt und zahlreichen guten Paraden durch SCA-Keeper Luca Lehmann in die zweite Halbzeit starteten, baute der SCA den Vorsprung auf drei Tore aus, den die Gäste bis zur 47. Spielminute (20:23) auch hielten. Aber was wäre der Hexenkessel an der Laubstiege ohne die zahlreichen Fans, die ihre Sieben durch aufmunternden Beifall voran trieben? Die Spannung stieg. Die Vorwärtsler behielten die besseren Nerven und schafften durch Tore von Chris Walter, Nils Nagelmann sowie Maik Visschedyk den Ausgleich zum 23:23 (52.). Bei den Arminen lief plötzlich nichts mehr zusammen. Trainer Christian Woltering stellte auf Manndeckung um. Die nächsten Schüsse der Blau-Weißen durch Malte Woschkowiak, Torben Schmidt, Maik Vischedyk und Marius schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, sodass Maximilian Böings Treffer den 28:23-Endstand perfekt machte. „Natürlich wussten wir um Ochtrups Keeper Luca Lehmann, der wieder einmal super gehalten hat. Das lag zum anderen aber auch an unseren katastrophalen Abschlüssen. Was wir da wieder einmal verballert haben...“, fehlten Vorwärts-Trainer Adam Fischer die Worte. „Meine Mannschaft soll auf Tempo spielen. In diesem Fall ist das Tempo aber in Hektik umgeschlagen, sodass wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben“, erklärte Adam Fischer, der mit dem Ausgang mehr als zufrieden war.

Tempo schlägt in Hektik um

Tore: L. Oelerich (4), M. Oelerich, Ultee, Sperling (je 3), Breulmann, Büter, van der Wei, R. Woltering und Mieling (je 2).

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