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Handball-Derby: Ochtrup beim SuS 27:35

Arminia nur 45 Minuten ebenbürtig

Ochtrup

Wieder einmal zogen die Landesligahandballer des SC Arminia Ochtrup im Derby den Kürzeren. Am Samstagabend verlor der Tabellenvorletzte nach phasenweiser guter Leistung beim SuS Neuenkirchen doch am Ende dennoch klar mit 27:35 (13:12).

-lem-

Ochtrups Kreisläufer Thorben Mieling (M.) wird hier von Marcel Bütergerds (l.) und Foto: Matthias Lehmkuhl

„Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten“, hat schon der ehemalige Fußball-Nationaltrainer Sepp Herberger gesagt. Okay, die Spielzeit einer Handballpartie dauert „nur“ 60 Minuten, aber keine 45. Denn nur solange waren die Landesliga-Handballer des SC Arminia Ochtrup am Samstagabend im Derby beim SuS Neuenkirchen ihrem Gegner in der Sporthalle am Westfalenring ebenbürtig. Am Ende verlor die abstiegsbedrohte Arminia mit 27:35 (13:12) etwas zu deutlich.

„Unsere 6-0-Deckung hat lange Zeit sehr gut gestanden. Doch am Ende konnten wir vor allem die drei SuS-Spieler Matthias Boese, Felix Boolke und Marcel Bütergerds nicht mehr so unter Kontrolle halten wie zuvor. 35 Gegentore sind einfach zu viel“, sagte ein enttäuschter Arminen-Trainer Christian Woltering nach der Schlusssirene.

Faire Partie

Das Derby wurde vom jungen Schiedsrichterrinnenduo Viktoria Kömmelt (18) und Lena Middrup (21) aus Wettringen geleitet, das die insgesamt harte, aber faire Partie im Großen und Ganzen im Griff hatte. Vor allem in den ersten 30 Spielminuten dominierten bei beiden Mannschaften die Deckungsreihen. Die Arminia zeigte, dass sie sich vor allem beim Umschalten vom Angriff auf Abwehr stark verbessert hat. Die Referees zeigten daraufhin sehr oft Zeitspiel an, das vor allem die Ochtruper zu vielen unvorbereiteten Abschlüssen zwang. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit aber hatten die Gäste ein leichtes Übergewicht und führten 13:12 zur Pause, vor allem weil Luca Lehmann gut in Form war. Ochtrups Schnapper parierte unter anderem drei Siebenmeter.

Dämme brechen ein

Nach der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit war die Chance auf einen Auswärtssieg noch realistisch (22:22, 43.). Aber danach brachen alle Dämme. Neuenkirchen zog bis fünf Minuten vor dem Ende auf 31:24 davon. Auch eine anschließende offensive Manndeckung brachte nicht mehr die erhoffte Wende.

Woltering glaubt trotzdem noch an den Klassenerhalt: „Die wichtigen Spiele gegen den Abstieg sind nicht gegen Neuenkirchen, sondern gegen Emsdetten oder Kinderhaus. Neuenkirchens Trainer Tobias Helming freute sich, dass seine Mannschaft in der letzten Viertelstunde überzeugen konnte: „Wir sind am Anfang gut reingekommen, haben aber dann mit zu vielen Einzelaktionen stark nachgelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir doch noch zu unserem Spielfluss zurückgefunden.“

Tore: Sperling (6/5), M. Oelerich, R. Woltering, und Ultee (je 4), Mieling und L. Oelerich (je 3), Engels (2), Wiggenhorn (1).

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