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Handball: Bezirksliga Münsterland

Arminia Ochtrup: Keine Atempause, es geht voran

Ochtrup

Die Handballer von Arminia Ochtrup verfügen ohne Frage über viel spielerisches Potenzial. Das stellten die Töpferstädter in der abgelaufenen Spielezeit einmal mehr unter Beweis. Doch Platz sechs soll nicht das Ende der Fahnenstange sein – die Perspektive ist vielversprechend.

Alex Piccin

Heinz Ahlers ist seit Winter 2018 für Arminia Ochtrups Bezirksliga-Handballer verantwortlich. Er bescheinigt seinem Team eine gute Entwicklung. Foto: Thomas Strack

Mit den Ochtruper Handballern geht es voran. Das findet auch Trainer Heinz Ahlers, der seinem Team für die gerade abgelaufene Saison ein gutes Zeugnis ausstellt. Möglich, dass für die Arminen bald noch mehr drin sitzt als der sechste Rang, mit dem sie die Spielzeit 2018/19 abgeschlossen haben.

Im Winter hatten sich die Töpferstädter am Rand der obersten Tabellenregion in Stellung gebracht, drei Punkte waren es nur noch bis zum Aufstiegsplatz. Damals backte Ahlers kleine Brötchen. Es sei eben nicht abzusehen, wie die junge Mannschaft mit einem möglichen Spitzenplatz umgehen würde.

Die Skepsis erwies sich als berechtigt, denn konkurrenzfähig blieb der SCA im weiteren Saisonverlauf nur bedingt. Der Grund: die Ausfälle der Leistungsträger.

„Das soll keine Ausrede sein, aber Torwart Luca Lehmann und Linksaußen Thorben Steenweg haben sich innerhalb von einer Woche je einen Bänderriss zugezogen“, erinnert Ahlers. Zudem spielte Torschützenkönig Max Oelerich drei Partien mit einer Schnittverletzung am Arm: „In diesen Spielen hat er sozusagen nur auf seinen Arm geschaut. Da kann man nicht erwarten, dass der Junge seine normale Leistung bringt.“ Dass Kreisläufer Gerrit Thiemann und Aufbauspieler Tom Noori ebenfalls ausfielen, kam erschwerend hinzu.

Diese fünf Kräfte aus der Startsieben konnte die Arminia nicht gleichwertig ersetzen. Letztlich haben die Ochtruper in dieser Phase Lehrgeld bezahlt, was Ahlers rückblickend aber gar nicht mal als so schlecht einstuft. Neue Optionen hätten sich für die kommende Saison aufgetan: unter anderem Linkshänder Lars Oelerich. Er gehört zu den sieben A-Junioren, die die Meisterschaft in der Bezirksliga gefeiert haben und nun in den Seniorenbereich aufrücken.

Neben Oelerich handelt es sich dabei um Lennart und Jannes Engels, Tom Höfting, Jonathan Ilmer, Basin Lienkamp sowie Benedikt Wülker. Wie die Nachwuchskräfte auf die beiden Seniorenteams verteilt werden, entscheiden die jeweiligen Trainer während der Vorbereitung.

2017/18 hat der SCA bis zum Ende um den Verbleib in der Bezirksliga gekämpft. „Im Vergleich dazu war in der abgelaufenen Saison ein enormer Fortschritt zu erkennen“, freut sich Ahlers. In seiner Analyse bezieht der Übungsleiter vor allem die Tabelle ein, in der sich die Arminen bereits vor Weihnachten ein dickes Punktepolster angefuttert hatten. Der Blick musste daher nicht mehr nach unten gerichtet werden.

In der Rückserie wurde – auch dem Verletzungspech geschuldet – deutlich, dass den Ochtrupern noch die Souveränität fehlt, um ein Spiel trotz deutlicher Führung sicher über die Runden zu bringen: „Wir machen uns gerne selber etwas hektisch. Eigentlich müssen wir vor keiner Mannschaft Angst haben, außer vor uns selbst.“ Diese Aussagen, gepaart mit den spielerischen Fortschritten, deuten an, dass 2019/20 der nächste Entwicklungsschritt folgen müsste, sprich der Titelkampf in der Bezirksliga. Eine klare Richtung vorzugeben, komme wenige Tage nach dem Saisonende zu früh, so Ahlers: „Der Schritt könnte kommen, es kann aber auch anders kommen.“

In seiner langjährigen Erfahrung als Trainer hat der ehemalige Gymnasiallehrer viele Spielzeiten erlebt, in denen Teams ihren Vorschusslorbeeren nicht gerecht werden konnten. „Meines Erachtens nach hängt ganz viel davon ab, wie der Start in die Saison verläuft. Mit vier, fünf Punkten aus den ersten drei Runden kann sich eine Mannschaft Selbstvertrauen erarbeiten. Das ist uns in der abgelaufenen Spielzeit gelungen“, blickt Ahlers zurück. Er hätte nichts dagegen, wenn sich die Geschichte kommenden September wiederholen würde.

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