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Regionalligarelegation: SCA verpasst Aufstieg knapp

Arminia Ochtrup liefert echte Dramen ab

Ochtrup

Spannend und dramatisch verlief die Aufstiegsrelegation zur Tischtennis-Regionalliga im hessischen Obertshausen. Dabei verkaufte sich der SC Arminia Ochtrup von seiner allerbesten Seite und nahm dem haushohen Favoriten Eintracht Frankfurt beim 5:5 einen Zähler ab. Da gegen die Gastgeber äußerst unglücklich mit 4:6 verloren wurde, verpassten die Münsterländer den Sprung in die Viertklassigkeit.

Von Marc Brenzel

Die Arminen lieferten zwei extrem spannende Partien ab (v.l.): Amin Nagm, Felix Ostermann, Lars Brinkhaus, Henning Zeptner, Christopher Ligocki und Spielertrainer Bernd Ahrens. Foto: Arminia Ochtrup

Es hat nicht sollen sein. Trotz eines richtig starken Auftritts im Rahmen der Relegationsrunde im hessischen Obertshausen haben Arminia Ochtrups Tischtennisspieler den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. Am Ende fehlte jeweils ein Sieg in beiden Partien, und die Töpferstädter hätten den Sprung in die Viertklassigkeit geschafft.

Nachdem sich Gastgeber TG Obertshausen und Eintracht Frankfurt zum Auftakt 5:5 getrennt hatten, war die Ausgangslage für den SCA klar: „Verlieren verboten“ stand ganz oben auf der Agenda, denn ansonsten wäre der Aufstiegstraum schon nach dem ersten Duell geplatzt. Am Samstagabend erwischte der Gast mit zwei Doppelsiegen einen prima Start, doch im ersten Einzeldurchgang punktete nur Spielertrainer Bernd Ahrens. „Da hatten wir in den entscheidenden Szenen nicht das Glück auf unserer Seite“, verwies Teamsprecher Christopher Ligocki auf seine Fünfsatzniederlage gegen Gregor Surnin und das 2:3 von Henning Zeptner gegen Philipp Hoffmann.

Nach Zeptners 1:3 gegen Obertshausens Spitzenspieler und dem Erfolg von Lars Brinkhaus gegen Hoffmann (3:1) war vor den beiden letzten Einzeln alles offen. In zwei hart umkämpften Viersatzspielen gaben die Arminen aber beide Punkte und somit auch das Match ab.

„Wir haben eine ganze Zeit lang gebraucht, um dieses Ergebnis zu verdauen“, schilderte Ligocki die große Niedergeschlagenheit in Reihen des Vizemeisters der Oberliga West.

Nach dem Spiel, das erst um kurz vor 22 Uhr beendet war, fanden die Ochtruper noch einen Platz in einem mexikanischen Restaurant, wo sich bei Steaks, Enchiladas und Quesadillas auf das Duell mit der Frankfurter Eintracht eingestellt wurde. Der SCA schwor sich darauf ein, unbedingt Zweiter zu werden, um die minimale Chance auf einen Nach­rückerplatz zu bekommen.

Gegen die als hohen Favoriten eingestuften Hessen lieferten die Münsterländer eine ihrer besten Leistungen in der Saison ab. Ahrens/Ligocki gewannen in fünf Durchgängen eines der beiden Doppel. Anschließend trumpfte Zeptner gegen den früheren Zweitliga-Akteur Jens Schabacker auf (3:0). Zwei 3:2-Erfolge von Ahrens und Ligocki später lagen die Arminen überraschend mit 4:2 vorne.

Im Duell der beiden Topleute boten Frankfurts Dennis Dickhardt und Zeptner spitzen Tischtennis. „Ein überragendes Match“, schwärmte Ligocki. Mit 12:10 in Satz fünf verbuchte der Eintrachtler das bessere Ende für sich. Brinkhaus und Ahrens unterlagen, doch „Ligo“ besiegte Alexander Krenz (3:2). In Satz Nummer vier (16:14) wehrte der Linkshänder einen Matchball aus der Defensive heraus mit einem Kantenball ab, um wenig später den Entscheidungssatz mit 11:8 zu gewinnen. Somit endete der Vergleich mit der SGE 5:5, und die Töpferstädter schlossen auf dem dritten Rang ab.

„Hätten wir in jeder der beiden Begegnungen nur ein Spiel mehr gewonnen, dann wären wir jetzt aufgestiegen und nicht Obertshausen. Das ist irgendwie schon bitter, obwohl wir uns echt gut verkauft haben“, zog Ligocki eine Bilanz.

Ein fettes Lob gab es vom Sieger Obertshausen: „Vielen Dank für Euren Sportsgeist und dass Ihr gegen die Eintracht noch mal alles reingeworfen habt.“

Abteilungsleiter Timo Scheipers tat sich bei seiner Analyse schwer: „Ich stolz und traurig zugleich. Echt schade, dass es trotz des tollen Auftritts nicht zum Aufstieg gereicht hat.“ In der kommenden Saison, so Scheipers, wolle man wieder angreifen. „Ich kann jetzt nicht sagen, dass wir zwingend um den Titel mitspielen werden, aber unter die ersten Vier zu kommen – das halte ich für durchaus realistisch. Alles andere kann ich nur schwer verkaufen, denn mit Alexander Lübke und Jan Medina haben wir uns zwei starke Spieler dazu geholt.“

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