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Bernd Ahrens und Co. im sportlichen Höhenflug

Bei Arminia Ochtrup wird die Regionalliga auf einmal zum Thema

Ochtrup

Die Ochtruper Tischtennisspieler waren mit dem Vorhaben in die neue Oberligasaison gestartet, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu schaffen. In der Hinserie übertraf die Mannschaft von Spielertrainer Bernd Ahrens jedoch alle Erwartungen und ging als Vize-Herbstmeister in die Winterpause. Das lässt vorsichtig über die Regionalliga nachdenken – auch, weil Corona eine Rolle einnehmen könnte.

Von Marc Brenzelund

Spielertrainer Bernd Ahrens (o.l.), Henning Zeptner (o.r.), Lars Brinkhaus (u.l.) und Teamsprecher Christopher Ligocki (u.r.) bilden das Gerüst beim Tischtennis-Oberligisten Arminia Ochtrup. Foto: Thomas Strack

Anfang Januar möchten die Ochtruper Tischtennisspieler wieder in der Weilauthalle trainieren. Ob der Termin gehalten werden kann? Timo Scheipers ist in dieser Hinsicht zuletzt skeptischer geworden. „Keiner weiß doch, wie das mit Corona und seiner neuesten Variante weitergeht“, rätselt der Abteilungsleiter. Noch zu gut ist ihm in Erinnerung geblieben, wie der Verband die Vorsaison erst unter- und dann letztlich abbrach.

Alles, was bis dato gespielt worden war, wurde annulliert. Das ist jetzt anders – so zum Beispiel in der Oberliga West, in der die erste Mannschaft des SC Arminia antritt. Hier ist die komplette Hinrunde absolviert. Das bedeutet: Da 50 Prozent der Partien ausgetragen worden sind, kommt die Spielzeit 2021/22 auch bei einem vorzeitigen Abbruch in die Wertung. Als Tabellenzweiter wäre der SCA sogar aufstiegsberechtigt.

Über die Regionalliga wurde in der Töpferstadt nie diskutiert, doch angesichts der extrem starken Hinrunde (19:3 Punkte) und einem möglichen vorzeitigen Abbruch der Spielzeit poppte das Thema auf. Wäre das finanziell und sportlich stemmbar? „Das Budget würde in etwa gleich bleiben. Auch wenn da drei, vier Fahrten bis nach Hessen dazu kommen würden“, setzt sich Scheipers mit dem Fall der Fälle auseinander. Eines nimmt der Funktionär aber vorweg: „Sollten wir eine Klasse höher antreten dürfen, kann ich nicht mal einfach so einen Chinesen einkaufen. Es würde folglich nur um dem Klassenerhalt gehen, aber für unsere Jungs wäre die Viertklassigkeit schon ein echtes Riesenabenteuer.“

Favorisiert wird beim SCA die Variante B – nämlich dass die Saison sportlich beendet wird. So weit oben zu bleiben, ist auf jeden Fall eine anspruchsvolle Aufgabe. Spitzenreiter Champions Düsseldorf (20:2 Punkte) stellt eine überragende Formation, und auch der Tabellendritte TTC Waldniel (17:5) hat mit einer Neuverpflichtung schon den Blinker zum Überholen gesetzt. Zur Rückrunde kommt Yang Lei. „Der mit Abstand stärkste Mann der Liga, der in erster Instanz die Bundesliga-Profis von Schwalbe Bergneustadt coacht“, so Scheipers.

Bei den Arminen hat Bernd Ahrens den Hut auf, was die sportlichen Entscheidungen betrifft. Der A-Lizenz-Inhaber ist ein echter Fachmann, der auch höherklassig coachen könnte, ist Scheipers felsenfest überzeugt.

Ahrens bringt Zweitliga-Erfahrung mit, über die auch Henning Zeptner verfügt. Das Ochtruper Eigengewächs stand für den TTC GW Bad Hamm in Liga 2 und 3 an den Platten und weiß, wie es sich höherklassig anfühlt. „Vorausgesetzt wir schaffen das, hätte ich schon große Lust mit Ochtrup in der Regionalliga zu spielen. Auch wenn es da ohne einen Neuzugang für oben sicherlich schwer werden würde“, erklärt die 24-jährige Nummer eins, die mit 20:2 Siegen die beste Einzelbilanz aller Akteure in der Oberliga aufweist. Dass da Anfragen anderer Vereine nicht ausbleiben, wie Scheipers befürchtet, kann Zeptner nicht bestätigen. Bei ihm habe sich keiner gemeldet. Er würde gerne ein Armine bleiben, so der Linkshänder, für den der super Zusammenhalt im Team enorm wichtig ist.

Rückkehrer Lars Brinkhaus ist eine wichtige Stütze, und auf Amin Nagm (sieben Einsätze) und Felix Ostermann (fünf) ist auch Verlass. Darum ist Scheipers sehr engagiert, den Kader am Ort zu behalten – egal, ob in der Oberliga oder im Abenteuerland Regionalliga.

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