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Tischtennis: Michael Hillebrandt verlässt Arminia Ochtrup

Bezirksklasse statt Oberliga

Ochtrup

Zehn Jahre lang stand Moichael Hillebrandt für den Tischtennis-Oberligisten SC Arminia Ochtrup an den Platten. Im Sommer wechselt er. Sein neuer Verein ist eine echte Überraschung.

Marc Brenzel

Michael Hillebrandt fängt fünf Ligern tiefer neu an. Foto: Thomas Strack

Arminia Ochtrups Tischtennisabteilung verliert einen ihrer Leistungs- und Sympathieträger: Michael Hillebrandt verlässt den SCA und schließt sich zur kommenden Saison Brukteria Rorup an.

Insgesamt zehn Jahre stand Hillebrandt für die Töpferstädter an den Platten. 2011 wechselte der Rechtshänder vom Regionalligisten Wattenscheid zum damaligen Verbandsligisten nach Ochtrup, wo er später in der Ober- und NRW-Liga zum Einsatz kam.

„Das ist keine Entscheidung gegen die Arminen, sondern eher eine für meine Familie, mit der ich mehr Zeit verbringen möchte“, begründet der 41-Jährige seinen Wechsel in die Bezirksklasse. „Bei der Brukteria handelt es sich um den Verein aus meinem Heimatdorf. Da kann ich bequem mit der Tasche unter dem Arm zum Training laufen.“

Künftig fünf Klassen tiefer zu spielen, ist für den ehemaligen Zweitliga-Akteur nicht tragisch. „Ich komme da in eine richtig coole Truppe. Und wichtig ist mir, dass ich künftig samstags nicht mehr mehrere Stunden im Auto sitze, um zu irgendwelchen Oberliga-Partien zu fahren“, erklärt der Vater von vierjährigen Zwillingen.

Zwei, drei Jahre hätte sich Hillebrandt die Oberliga noch zugetraut. Aber letztlich wollte er sich nicht der Gefahr aussetzen, den richtigen Zeitpunkt für einen Ausstieg zu verpassen. Und der sei jetzt gekommen, da in der kommenden Spielzeit die Oberliga-Teams von sechs auf vier Akteure reduziert werden.

Dass sich sein langjähriger Weggefährte zu einem Vereinswechsel entschieden hat, erwischte Abteilungsleiter Timo Scheipers nicht auf dem falschen Fuß: „Michael hatte das schon mal leicht angedeutet. Deshalb war ich darauf irgendwie schon vorbereitet.“

Die Planstelle, die jetzt in der Oberliga-Formation frei wird, soll aller Voraussicht nach nicht extern besetzt werden. Die Arminen planen mit Spielertrainer Bernd Ahrens, Henning Zeptner und Christopher Ligocki als feste Bestandteile. Position Nummer vier – so Scheipers‘ Vorstellungen – könnte im Rotationsprinzip vergeben werden. Infrage dafür kommen Felix Ostermann, Philip Brosch oder der junge Linus Ripploh. Auch Amin Nagm, der zuletzt nur noch auf dem Papier zur Verfügung stand, könnte eine Rolle spielen.

„Das ist der Stand der Dinge. Wenn noch jemand von auswärts Interesse bekundet, hören wir uns das natürlcih an. Selbst aktiv werden wir aber nicht mehr“, betont Scheipers.

Da die Oberliga immer mehr an sportlicher Qualität gewinnt, schrauben die Ochtruper ihre Zielsetzungen herunter. Eine Platzierung im oberen Tabellendrittel sei kein Muss mehr, vielmehr ginge es darum, so schnell wie möglich den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Anders sieht es für die Verbandsliga-Reserve aus. Die sei laut Scheipers in der nächsten Saison personell so gut aufgestellt, dass der Aufstieg in die NRW-Liga angestrebt werde.

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