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Fußball: Europameisterschaft

Da Costa will mehr sehen

Ochtrup

Die portugiesische Nationalmannschaft verfügt über eine der besten Offensiven der Welt. Trotzdem stehen die Iberer am Mittwoch gegen Frankreich unter Druck. Der Ochtruper Nelson da Costa fiebert mit der Seleção und hat einige Ideen, wie es besser laufen könnte.

Nelson da Costa (v.) und Carlos Andrade hoffen, dass die Seleção heute nicht ausscheidet. Foto: Rapreger

Am Samstag hatte Nelson da Costa seinen letzten offiziellen Auftritt als Trainer von SuS Neuenkirchen, als der Westfalenligist die ausscheidenden Coaches und Kicker verabschiedete. In diesem Rahmen wurde sich auch das EM-Spiel zwischen der DFB-Elf und den Portugiesen angesehen, das die Löw-Truppe bekanntlich mit 4:2 für sich entschied. „Da wurden einfach zu viele Fehler gemacht“, bemängelte da Costa den Auftritt der Iberer.

„Zu viele deutsche Diagonalbälle sind angekommen. Zudem war der Sechserraum von den Portugiesen nicht gut besetzt. Da hätte ich mir von Danilo Pereira und William Carvalho im zentralen, defensiven Mittelfeld mehr erhofft“, erklärt da Costa, der 1982 in Ochtrup als Sohn portugiesischer Eltern geboren wurde. „Daher schlägt mein Herz schon ein bisschen mehr für Portugal“, stellt der Pädagoge klar, der an der Emmy-Noether-Sekundarschule in Neuenkirchen Sport und Spanisch unterrichtet.

Wie viele Experten stuft auch da Costa den aktuellen Kader der Seleção stärker ein als den vor fünf Jahren, als die Iberer in Frankreich Europameister wurden. „In der Offensive haben wir Bernado Silva von Manchester City, Diogo Jota vom FC Liverpool, Bruno Fernandes von Manchester United und natürlich Cristiano Ronaldo. Von der Bank kommen dann noch so Leute wie André Silva oder João Félix. Das ist ein super Kader, aber auch da muss ein Rädchen ins andere greifen“, weiß da Costa.

Qualität, weit zu kommen, hätte die Elf von Trainer Fernando Santos zwar genug, doch dem Ochtruper ist wie vielen Portugiesen auch bewusst, dass in einer Gruppe mit Deutschland und Frankreich auch ein Aus in der Vorrunde drohen könne. „Frankreich ist schon sehr stark, aber die Franzosen liegen uns besser als die Deutschen“, glaubt da Costa, dass am Mittwoch das Erreichen des Achtelfinales realisiert werden könnte. Wo er guckt, das kann der ehemalige Profi von Twente Enschede und den Go Ahead Eagles Deventer noch gar nicht sagen: „In Deutschland wird das Spiel ja nur auf MagentaTV gestreamt. Mal gucken, wie ich da überhaupt rankomme?“

Im bisherigen Verlauf des Turniers haben ihm besonders die Italiener gefallen. Zum Kreis seiner Favoriten gehören auch Weltmeister Frankreich und der Weltranglistenerste aus Belgien. „Und die Deutschen natürlich, die darf man nie vergessen“, ist sich Nelson da Costa sicher.

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