Hallenfußball: Euregio-SportWerk-Cup des FSV Ochtrup

Der SV Mesum siegt beim Euregio-SportWerk-Cup in Ochtrup auf ganzer Linie

Ochtrup

Am Samstag hatte der Euregio-SportWerk-Cup des FSV Ochtrup seine Premiere. Zur gefeierten Mannschaft wurde der SV Mesum, der das Finale gegen Vorwärts Nordhorn mit 3:2 gewann. Ganz stark war auch der Auftritt der Gastgeber.

Marc Brenzel

Der SV Mesum hat die Premierenausgabe des Euregio-SportWerk-Cups gewonnen. Der Landesligist verlor im gesamten Turnierverlauf kein Spiel und besiegte im Finale Vorwärts Nordhorn mit 3:2. Foto: Thomas Strack

Der SV Mesum hat bei der Premiere des Euregio-SportWerk-Cups in Och­trup alles abgeräumt. Neben dem mit 1000 Euro dotierten Turniersieg – im Finale wurde Vorwärts Nordhorn mit 3:2 geschlagen – gingen auch alle individuellen Auszeichnungen an den Landesligisten. Ugur Birdir bekam aufgrund seiner zehn Treffer nicht nur die Torjägerkanone überreicht, sondern wurde zudem zum besten Spieler gekürt. Max Schmalz verdiente sich den Preis des besten Torwarts.

Flexibilität war vom veranstaltenden FSV Ochtrup gefordert, denn am Freitag hatte Eintracht Ahaus seine Teilnahme aufgrund von personellen Problemen abgesagt. Mehr als ärgerlich für die Turnierleitung, die über Plan B, C und D diskutieren musste. „Wir haben uns letztlich dazu entschieden, aus den drei Fünfergruppen zwei Siebenergruppen zu machen“, erklärte Clemens Gude vom Organisationsteam. Das bedeutete für alle Teilnehmer ein straffes Programm von mindestens sechs Partien.

Dieses große Pensum war für die Kicker des FSV Och­trup kein Problem. Nach der unglücklichen 1:2-Auftaktniederlage gegen den Westfalenligisten SuS Neuenkirchen gewann der A-Ligist vier der nächsten fünf Begegnungen. Die Leidtragenden hießen SV Bad Bentheim, TuS Gildehaus, Borussia Emsdetten und Schüttorf 09. Lediglich gegen den FC Epe setzte es für die Hausherren noch eine vermeidbare Niederlage. Der Lohn: Als Gruppendritter zogen die Töpferstädter überraschend, aber völlig verdient in die K.o.-Runde ein.

In die Runde der letzten Acht gesellten sich außerdem die beiden Nordhorner Formationen VfL Weiße Elf und Vorwärts, Schüttorf 09, Neuenkirchen, der FC Epe sowie Westfalia Kinderhaus und der SV Mesum. Kinderhaus überzeugte mit enormen Spielwitz, die Mesumer mit großer Leidenschaft und einem hohen Maß an taktischer Disziplin. „Wir hatten ja bis auf Jan Walbaum und Ugur Birdir nur Defensive dabei. Vielleicht lag das daran?“, mutmaßte Trainer Marcel Langenstroer, dessen Team sich mit einem hartumkämpften 3:2 gegen Schüttorf für das Halbfinale qualifizierte.

Daort wäre beinahe auch die Überraschungself vom FSV gelandet. Nach einem Treffer von Pawel Ozog (4.) lag der Außenseiter gegen Vorwärts Nordhorn bis 53 Sekunden vor Ablauf der zehnminütigen Spielzeit mit 1:0 vorne. Markus Wieloch hatte aber keine Lust auf einen weiteren Favoritensturz und schickte das Duell mit seinem 1:1 ins Neunmeterschießen. Dort scheiterten die beiden Ochtruper Marcel Strübig und Mohammed Sylla, während Tobias Daalmann und Wieloch für den Tabellenführer der Bezirksliga Weser-Ems den Halbfinaleinzug perfekt machten.

„Auf diese Art auszuscheiden, ist natürlich schade. Aber wir haben unser Ziel, die Vorrunde zu überstehen, erreicht. Der Einzug in das Viertelfinale ist fast noch höher einzuschätzen als unsere Turniersiege in Emsdetten und Burgsteinfurt“, stellte FSV-Spielertrainer Tim Niehues seiner Truppe ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.

Im ersten Halbfinale schalteten die Mesumer ihren Ligarivalen aus Kinderhaus mit 5:0 aus: Birdir war drei Mal erfolgreich, zudem Schmalz und Jan Walbaum je einmal. Spannender gestaltete sich das zweite Semifinale zwischen Vorwärts Nordhorn und der Weißen Elf. Henning Hood, der bis dato noch torlos war, netzte drei Mal für die Vorwärtsler ein. Torge Veldmann verkürzte auf 1:2 und 2:3, ehe Jan-Alexander Koops mit dem 4:2 die Entscheidung besorgte.

Für die unterlegene der beiden Nordhorner Mannschaften blieb als Trostpreis Rang drei (7:6 nach Neunmeterschießen gegen Kinderhaus) und die damit verbundenen 250 Euro Prämie.

Im Finale lag Vorwärts Nordhorn durch Daalmann (1.) und Wieloch (4.) zwei Mal vorne, doch Milan Hartke (1.) sowie Birdir mit einem Doppelpack (6./9.) setzten dem SV Mesum die Krone auf.

Als „hervorragend“ stufte Nordhorns Coach Uwe Sledz das Abschneiden seines Teams ein. „Damit konnten wir nach einem schwachen Turnierstart nicht rechnen. Kompliment an die Mesumer – mit ihnen hat die beste Mannschaft gewonnen.“

Für Langenstroer stand fest: „Wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt, das super organisiert war. Bedingungen wie diese hier in Ochtrup suchen bundesweit ihresgleichen. Unsere Saisonabschlussfahrt geht nach Kroatien. Dank der 1000 Euro, die wir für den ersten Platz bekommen haben, können wir dort sicherlich eine Stunde länger am Strand liegen.“

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