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Handball: Saisonfortsetzung in der Ochtruper Landesliga

Drei Varianten stehen im Raum

Ochtrup

Bis Jahresende wird im HV Westfalen kein Handball mehr gespielt. Wie es danach mit der Männer-Landesliga weitergeht, hat der Verband nun mit Vereinsvertretern erörtert. Drei Szenarien sind aktuell denkbar. Arminia Ochtrups Trainer Christian Woltering hat diesbezüglich einen Favoriten.

til/geb/mab

Wie es für Timo Wiggenhorn (M.), Lars Oelerich (r.) und die Ochtruper Handballer in der Landesliga weitergeht, entscheidet sich Ende Dezember oder Anfang Januar. Foto: Thomas Strack

Bis Ende des Jahres hat der Handballverband Westfalen den Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Wie es danach weitergehen könnte, darüber beratschlagte sich die Verbandsspitze jetzt im Rahmen eines Staffeltages mit sämtlichen Vereinen der Männer-Landesliga. An der Videokonferenz nahmen neben dem HVW-Präsidium auch rund 75 Vereinsvertreter teil.

Verband hat drei Szenarien entwickelt

Unter dem Vorbehalt, dass die Politik grünes Licht für eine Fortsetzung der Saison gibt, existieren aktuell drei denkbare Szenarien. Dabei geht der Verband davon aus, dass der Spielbetrieb am letzten Januar-Wochenende wieder aufgenommen werden kann. Zuvor sollen die Mannschaften vier Wochen Zeit haben, um sich im Training auf die Saison-Fortführung vorzubereiten. Ziel ist es, mindestens die Hinrunde vollständig zu absolvieren, um eine Wertung der Saison sicherzustellen.

Variante 1 geht davon aus, dass rein zeitlich nur noch die Hinserie, nicht aber die Rückrunde bestritten werden kann, weil der erste Saisonabschnitt wegen weiterer Spielausfälle mehr Zeit als geplant in Anspruch nimmt. Die Mannschaften, die am Ende der Hinrunde auf Platz eins stehen, steigen auf – sofern sie für die Verbandsliga gemeldet haben, ansonsten die beste gemeldete Mannschaft. Die Teams auf den vier letzten Plätzen pro Staffel steigen ab.

Verkürzte Rückrunde?

Variante 2 setzt voraus, dass neben der kompletten Hinrunde auch eine verkürzte Rückserie möglich ist. In diesem Fall würden die Teams auf den Plätzen eins bis sechs um den Aufstieg und die auf den Plätze sieben bis elf beziehungsweise zwölf um den Klassenerhalt spielen. Die Ergebnisse der direkt beteiligten Mannschaften der Hinrunde werden übernommen. Zwischen diesen Clubs werden dann die Rückspiele ausgetragen. Wer beim ersten Vergleich Heimrecht hatte, muss auswärts ran.

Auch Variante 3 zielt auf eine verkürzte Rückrunde ab. Im Gegensatz zur zweiten Variante werden hier aber die Staffeln geteilt. Die Teams von Platz eins bis vier spielen – sofern sie für die Verbandsliga gemeldet haben – in einer Entscheidungsrunde den Aufsteiger aus. Die Mannschaften von Platz fünf bis zwölf machen den Klassenerhalt in K.o.-Spielen (Play-downs) unter sich aus, den die besten drei von ihnen schaffen. Den Klassenerhalt schafft die Mannschaft, die zuerst zwei Spiele gewonnen hat. Das Heimrecht für das erste und dritte Spiel hat die nach der Hinrunde höher platzierte Mannschaft.

Saison-Verlängerung denkbar

Um die Varianten 2 und 3 durchführen zu können, ist eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus ebenso im Gespräch wie Doppelspieltage mit Partien am Freitag und Sonntag. Der Handballverband Westfalen hat seine Vereine dazu aufgerufen, sich Gedanken darüber zu machen, welche Variante sie für den Fall einer Saison-Fortsetzung bevorzugen. Auch eigene Vorschläge sind möglich. Im Dezember oder Januar wird der Verband nach Ankündigung von Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik, von den Clubs ein Stimmungsbild einholen.

Arminia Ochtrups Trainer Christian Woltering tendiert zu Variante 1. „Die macht meiner Meinung nach am meisten Sinn. Eine Verlängerung der aktuellen Saison bis weit in den Juni hinein würde sich sicherlich auch auf die folgende Spielzeit auswirken. Die würde dann vielleicht auch später anfangen, und wir würden schon wieder nicht in dem gewohnten Rhythmus sein.“

Aktuell befinden sich die SCA-Handballer noch in einer kleinen Ruhepause. Feste Laufpläne haben Woltering und sein Co Pascal Heitz ihren Spielern für den November nicht an die Hand gegeben. Ab Dezember soll dann aber wieder verstärkt an der körperlichen Fitness gearbeitet werden. Dann stehen Intervallläufer für die Ausdauer und Online-Fitness-Übungen auf dem Programm.

„Sollten Anfang des neuen Jahres die Sporthallen wieder offen sein, und sollte Ende Januar die Saison fortgesetzt werden, möchten parat stehen. Alles andere wäre doof“, positioniert sich Woltering.

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