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Handball: Landesliga

Ein Hauen und Stechen

Ochtrup

Arminia Ochtrup startet am Samstag (10. September) bei der HSG Kattenvenne/Lengerich in die neue Saison. Dem Team von Christian Woltering steht wohl eine harte Spielzeit bevor.

Von Marc Brenzel

Mit einem Auswärtsspiel in Kattenvenne starten Arminia Ochtrups Landesliga-Handballer in die neue Saison. Foto: Nele Seipel

Von den zehn Teams, die in dieser Saison in der Landesliga an den Start gehen, steigen drei ab. Das ist eine knallharte Auslese, der sich die Ochtruper Handballer da bis Anfang Mai stellen müssen. „Schon echt heftig. Bis auf Münster 08 und den TSV Ladbergen, den ich ganz oben auf meinem Tippzettel stehen habe, dürfte es für alle anderen mehr oder weniger um den Klassenerhalt gehen“, prognostiziert Arminen-Trainer Christian Woltering ein Hauen und Stechen.

Der 32-Jährige geht in seine zweite echte Saison als Hauptverantwortlicher. Die erste war absolut vorzeigbar, denn am Ende stand der Ligaverbleib in den Büchern. Vier Abgänge gilt es zu ersetzen: Tim van der Wei (Rückraum), Thomas Feldmann (Außen) sowie die beiden wuchtigen Kreisläufer Gerrit Thiemann und Alexander Wahlen stehen nicht mehr zur Verfügung.

Gerade die beiden Kanten am Kreis reißen eine Lücke, doch davor ist sich Woltering nicht bange: „Lennart Engels, den wir aus der U 23 hochgeholt haben, macht das echt super. Und Thorben Mieling hat letzte Saison schon bewiesen, dass er auf dieser Position spielen kann.“

Neu im Kader sind die beiden aus dem Nachwuchs des TV Emsdetten dazu gestoßenen Cornelius Breulmann und Luca van der Wei, die beide noch in der A-Jugend auflaufen könnten. Breulmann ist für Rechtsaußen eingeplant, kann aber auch auf der Halbposition agieren. Ähnliches gilt für van der Wei, der entweder ganz links oder halblinks sein Operationsgebiet hat. „Dass die beiden so flexibel sind, gibt mir als Trainer natürlich viel mehr Optionen“, hat Woltering im Rahmen der Vorbereitung festgestellt.

Der vierte Neuzugang ist eigentlich kein echter Neuer: Johannes Büter (Linksaußen) kehrt nach seiner langwierigen Knieverletzung zurück und hinterlässt einen vorzüglichen Eindruck.

Premiere in der Halle am Ölberg

Sein Hauptaugenmerk legte der SCA-Coach in den Einheiten auf die Fitness. Seine einfache Rechnung: Mehr Kraft gleich mehr Konzen­tration gleich weniger Fehler. Denn von denen gab es 2021/22 zu viele – gerade im Abschluss wurde viel verworfen.

Zwei Systeme bilden das taktische Rüstzeug der Arminen. Neben dem erprobten und oft verwendeten 5:1 haben Woltering und sein Co. Pascal Heitz eine 6:0-Deckung einstudieren lassen. Wichtig sei, für alles, was der Gegner anböte, eine taktische Lösung parat zu haben, betonen die beiden Übungsleiter.

Verlassen können und wollen sich die Ochtruper auf ihre Heimstärke. Dass in der Regel 200 Zuschauer und mehr samstagabends bei den Spielen in der Halle I des Schulzentrums zugegen sind, ist ein echtes Faustpfand. Erster Gegner auf eigener Platte ist am 17. September (Samstag) die aus der Verbandsliga abgestiegene Reserve des TV Emsdetten. „Auf das Duell freue ich mich besonders, denn das ist ein großer Name“, bekennt Woltering.

Am kommenden Samstag geht es erstmal zur neu gegründeten Spielgemeinschaft Lengerich/Kattenvenne. „Mal gucken, inwieweit sich der Gegner schon gefunden hat. Der soll angeblich mit 40 Mann in die Vorbereitung gegangen sein. Ich bin gespannt, aber das dürfte allen so gehen. Jeder hat einfach richtig Bock darauf, dass es jetzt wieder los geht“, brennt „Wolle“.

Personell sehe es „sehr gut“ aus. Vor der morgigen Partie in der Sporthalle am Ölberg in Kattenvenne seien nur die Einsätze der angeschlagenen Justus Wösting und Johannes Büter fraglich. „Wir haben aber so oder so eine volle Bank.“

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