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Jugendfußball: Kreispokalendspiele

FSV scheitert zwei Mal knapp

Ochtrup

Es hat nicht sollen sein. Beide Vertretungen des FSV Ochtrup, die sich für die Endspiele im Kreispokal qualifiziert hatten, haben ihre Spiele verloren. Die A-Junioren lieferten dem haushohen Favoriten FC Eintracht Rheine einen tollen Kampf. Richtig Pech hatten die B-Juniorinnen, die nach einer Roten Karte auf die Verliererstraße abbogen.

-lbe/mab-

Die B-Juniorinnen des FSV Ochtrup mussten sich im Finale den Sportfreunden Gellendorf unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Foto: FSV Ochtrup

Die A-Junioren des FC Eintracht Rheine haben erwartungsgemäß den Kreispokal gewonnen. Im Finale am Samstag setzte sich der Westfalenligist knapp mit 1:0 gegen Außenseiter FSV Ochtrup (Kreisliga A) durch.

Die Partie startete sehr ausgeglichen und mit wenig Strafraumaktionen. Während Ochtrup es vermehrt mit langen Bällen in die Spitze probierte, versuchte es der FCE über spielerische Klasse. Beides scheiterte zunächst an fehlender Präzision.

Nach einer halben Stunde schlug FCE-Innenverteidiger Henry Südhoff unerwartet einen überragenden langen Ball auf Kevin Ostendorf, der volley über die Latte schoss. Fünf Minuten später ergab sich eine Riesenchance für Kapitän Oscar Warmeling, der nach einem Fehlpass der Ochtruper aus kurzer Distanz am Schlussmann Veit Flaßkamp scheiterte.

Quasi mit dem Halbzeitpfiff brachte jener Warmeling dann aber seine Mannschaft in Führung: Tim Baumbach dribbelte von links in den Strafraum, steckte durch auf seinen Capitano, der aus zentraler Position zum 1:0 traf.

Auch in der zweiten Hälfte kontrollierte die Eintracht das Geschehen und erspielte sich in der 60. Minute die nächste Chance durch Ostendorf. Er setzte sich im Sechzehner stark gegen drei Gegenspieler durch, schoss den Ball dann an Flaßkamp vorbei, doch dann klärte Philipp Katerkamp auf der Linie.

In der Schlussphase entwickelte sich das Duell völlig unerwartet noch zu einem wahren Pokalfight, denn Ochtrup besaß zwei „Hundertprozentige“ nacheinander: erst köpfte Maurice Vollenbröker einen Schultejann-Freistoß aus drei Metern übers Tor, dann lief David Sondermann der Abwehr fort und scheiterte im Eins-gegen-eins an FCE-Keeper Niels Kowal. Die Ochtruper Fans versuchten nun, den Ball buchstäblich ins Tor anzufeuern, doch schwimmend brachten die Rheinenser den Sieg hinter die Ziellinie.

„Wenn ich einen Hut auf hätte, würde ich ihn vor meiner Mannschaft ziehen“, sagte Clemens Gude, der Ochtruper Trainer, über sein Team. Stolz sei er auf die besondere Moral, die seine Jungs am Ende gezeigt hätten.

Mit den B-Juniorinnen hatte der FSV Ochtrup bei den Pokalendspieltagen in Wettringen ein zweites Eisen im Feuer. In einem Vergleich zweier Kreisligisten trafen die Töpferstädterinnen am Sonntag auf die SF Gellendorf und unterlagen 1:2.

Luisa Holtmann setzte sich im Mittelfeld durch, zog aus 16 Metern ab und sorgte damit für die 1:0-Führung der Ochtruperinnen. Zwei Zeigerumdrehungen später ereignete sich dann die vermeintlich spielentscheidende Szene: FSV-Torhüterin Hawin Akkus klärte den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand und sah dafür die Rote Karte. „Eine zu harte Entscheidung. Sie hat lediglich versucht, nach einem Schuss sich vor dem Ball zu schützen“, fand ihr Trainer Peter Holtmann.

Fortan musste der FSV mit einer weniger Spielerin auftreten, zudem stand mit Zoe Dinkhoff eine Feldspielerin zwischen Pfosten. Außerdem beorderte Holtmann mit Alina Pinkawa eine wichtige Offensivspielerin in die Abwehr.

Bis zur Pause ging das Konzept auf, doch unmittelbar nach dem Wiederbeginn wurde der FSV nach einer Ecke kalt erwischt, als Jana Fischer zum 1:1 traf. In einer spannenden Partie schenkten sich alle Beteiligten nichts. Obwohl in Unterzahl suchten die Ochtruperinnen die Entscheidung, doch die führten die Sportfreunde herbei. Einen langen Ball nahm Wiebke Harmsen auf und erzielte drei Minuten vor dem Abpfiff das siegbringende 2:1 für die SFG.

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht über den Spielverlauf. So zu verlieren ist hart“, gewährte Holtmann einen Einblick in sein Seelenleben. Seiner Truppe sprach er allerdings ein Kompliment für eine starke kämpferische Leistung aus.

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