Handball: Bezirksliga Münsterland

Heinz Ahlers verlässt Arminia Ochtrup

Ochtrup

Heinz Ahlers hat sich dazu entschieden, die Bezirksliga-Handballer des SC Arminia Ochtrup nicht über die laufende Saison hinaus zu trainieren. Als Grund gab der 67-jährige Osnabrücker den hohen zeitlichen Aufwand an. Abteilungsleiter Reinhard Stücker bedauert den Entschluss des Übungsleiter sehr. Verlängert worden ist hingegen die Zusammenarbeit mit einem anderen Coach.

Marc Brenzel

Heinz Ahlers hat sich dazu entschieden, seine Trainertätigkeit beim SC Arminia Ochtrup nicht weiter fortzuführen. Foto: Matthias Lehmkuhl

Heinz Ahlers wird Arminia Ochtrups Bezirksliga-Handballer nur noch bis zum Saisonende trainieren. Das bestätigte der 67-Jährige am Donnerstag gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

„Diese Entscheidung habe ich mir gründlich überlegt. Auch wenn es mir richtig viel Spaß macht, aber der Aufwand ist einfach zu groß geworden“, begründet Ahlers. Der pensionierte Lehrer ist mittlerweile von Ochtrup nach Osnabrück gezogen und nimmt für jedes Training und jedes Spiel eine rund 90-minütige An- und Abreise in Kauf. Man sei als Coach ohnehin schon reglementiert, was die Gestaltung des Privatlebens anginge. Auch mal während der Saison in den Urlaub zu fahren, daran sei nicht zu denken. Wenn man den Sport mit dem nötigen Ehrgeiz betreiben wolle, müsse man private Einschränkungen in Kauf nehmen, so Ahlers, der künftig mehr Zeit der Familie und Privatem widmen will.

Im Winter 2018 ersetzte Ahlers kurzfristig den nach Coesfeld wechselnden Sven Holz. Die Saison beendete der SCA als Fünfter, ein Jahr später schlossen die Töpferstädter als Sechster ab, augenblicklich rangieren sie hinter SW Havixbeck auf Rang zwei.

Eine exakte Zielvorgabe für seine letzten viereinhalb Monate bei den Arminen gibt Ahlers nicht aus: „In dieser Saison gibt es viele Teams, die für überraschende Ergebnisse sorgen können. Von daher bin ich gut beraten, wenn ich nur von Spiel zu Spiel denke.“ Und die nächste Partie hat es in sich, denn am 12. Januar (Sonntag) geht es zum Spitzenreiter nach Havixbeck.

Ahlers wird sich nach seiner Amtszeit keinem neuen Verein anschließen. Er kann sich aber vorstellen, dem Handball in anderer Funktion erhalten zu bleiben. „Vielleicht mal beratend, aber nicht mehr in der sportlichen Verantwortung“, stellt der ehemalige Coach der Wettringer Regionalliga-Handballerinnen klar.

„Die Mannschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren außerordentlich weiterentwickelt. Das haben wir zu einem großen Teil Heinz zu verdanken. Deshalb hätten wir gerne mit ihm weitergearbeitet. Mit seiner Entscheidung haben wir aber schon ein bisschen rechnen müssen“, bezieht Abteilungsleiter Reinhard Stücker Stellung. Daher konnten sich die Verantwortlichen frühzeitig erste Gedanken um eine Nachfolge machen. Laut Stücker sei man sich bereits mit einem Kandidaten einig geworden. Einen Namen wollte das Vorstandsmitglied aber nicht preisgeben. Der Neue müsse erst noch seinen aktuellen Verein informieren.

Kein Geheimnis ist hingegen, dass die Ochtruper mit dem Trainer der Kreisliga-Reserve, Thomas Brügge, verlängern. „Thomas macht eine echt gute Arbeit, was die Tabelle allerdings nicht so wiedergibt. Die Mannschaft hat in dieser Saison einfach eine Menge Pech mit Verletzungen“, positioniert sich Stücker.

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