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Ochtruper gewinnt auf „Cataleya“ den Großen Preis

Hendrik Zurich setzt Maßstäbe

Ochtrup

Er hat es schon wieder getan: Hendrik Zurich hat auf der siebenjährigen „Cataleya“ den Großen Preis von Ochtrup gewonnen. Bei den Reitertagen am Kreuzweg unterstrich der Lokalmatador am Sonntag mal wieder seine Klasse. Viel fehlte nicht, und dem Töpferstädter wäre etwas ganz Besonderes gelungen.

Von Marc Brenzel

Hendrik Zurich triumphierte einmal mehr in Ochtrup. Der Lokalmatador gewann auf der siebenjährigen „Cataleya“ den Großen Preis. Zudem belegte er auf „Larico“ den dritten Platz. Foto: Thomas Strack

Hendrik Zurich hat seinen Ruf als Seriensieger in den schweren Prüfungen bei den Ochtruper Reitertagen einmal mehr bestätigt. Am Sonntag gewann der Lokalmatador im Sattel von „Cataleya“ den Großen Preis der Volksbank Och­trup-Laer, der als S*-Springen mit Siegerrunde ausgeschrieben war. Viel fehlte nicht, und der Töpferstädter hätte sogar einen echten Doppelsieg gelandet.

23 Paare hatten sich für die finale Prüfung der Ochtruper Reitertage angemeldet. Neben Zurich vertrat mit Tobias Woltering ein weiterer Starter den gastgebenden Reit- und Fahrverein. Zwölf Sprünge hatten die Parcoursbauer Melanie und Klaus Pierzina für den ersten Umlauf vorgesehen. Acht Reiter und ihre jeweiligen vierbeinigen Partner blieben dabei ohne Abwurf. Darunter auch Vera Brinck: Die Grevenerin stellte „Cornelius“ vor und machte mit der zweitschnellsten Zeit deutlich, dass sie die Titelverteidigung in Angriff nehmen wollte.

Da sich aber nur das beste Viertel des Teilnehmerfeldes für die Siegerrunde qualifizierte, schieden zwei fehlerfreie Paare aus – darunter auch Woltering, der „Cadoro“ mitgebracht hatte. Seine souveräne Runde verlief in 78.46 Sekunden nicht ganz so flott wie die Ritte der Konkurrenz.

Die zweite Phase des Großen Preises eröffnete der Gronauer Alexander Kerne­beck, der auf „Stakkabisa“ sechs Fehlerpunkte sammelte. Brinck riskierte viel, kam nach zwei Abwürfen aber ebenso wenig für einen Podiumsplatz infrage wie der Niederländer Nuri Dijks auf dem Rücken von „Chopard“.

Besser machten es der Wolbecker Nico Leber und „Caslato“, die im zweiten Durchgang als Erste ohne Fehler blieben (42.10). Diese Zeit unterboten Zurich und seine siebenjährige „Cataleya“ mühelos (38.53). Da Zurich mit dem neunjährigen „Larico“ noch ein zweites Eisen im Feuer hatte, war vor dem letzten Ritt klar, dass sich der Ochtruper nur noch selbst schlagen kann. Bis zum letzten Sprung sah es tatsächlich nach einem Doppelsieg aus, doch dann fiel eine Stange. Folglich lautete die Reihenfolge auf dem Treppchen: Zurich vor Leber und noch mal Zurich.

„Ein bisschen ärgerlich. Ich war einfach zu nah am Hindernis dran“, analysierte der Sieger des mit 2000 Euro dotierten Abschlussspringens. Als Ehrenpreis gab es oben drauf noch ein E-Bike.

„Na klar hatte ich mir vorgenommen, beim Großen Preis wieder Erster zu werden, aber dafür muss eine ganze Menge passen“, so Hendrik Zurich weiter. „Heute stimmte einfach alles: Die Pferde waren super in Schuss, und auch die Bedingungen auf dem Reitplatz waren optimal. Es ist immer wieder klasse, wie die vielen ehrenamtlichen Helfer im Verein den immer so hinkriegen.“

Thomas Verhufen, Vorsitzender des RFV Ochtrup, fühlte sich beim Blick auf den voll besetzten Wall und das Kuchenzelt ein wenig an ein noch größeres Turnier erinnert: „Das hat hier doch irgendwie etwas von Klein-Aachen.“ Er appellierte an die Berufsreiter, auch in den nächsten Jahren wieder nach Ochtrup zu kommen, denn die ländlichen Turniere bräuchten qualitativ hochwertigen Reitsport.

Bestens zufrieden zeigte sich Verhufen mit dem Abschneiden der heimischen Reiterinnen und Reiter, die diverse Siege und zahlreiche gute Platzierungen in den Spring- und Dressurprüfungen einheimsten. Nicht ganz so gut war die Vereinsspitze auf das Wetter zu sprechen. Die Hitze am Samstag hätte dem Veranstalter viele Zuschauer gekostet, die ansonsten wohl an den Kreuzweg gekommen wären.

Gut angenommen wurde wieder die Zeltparty am Samstagabend, dem erstmals ein „Jump-and-run“-Wettbewerb vorgeschaltet war. Dabei hatte ein Team bestehend aus Reiter und Läufer hintereinander einen Parcours zu bewältigen. Die schnellste Linie fand ein Duo aus Wettringen: Eva Lotta Cruse mit „Crusella“ sowie Tim Gude.

„Das ist richtig gut angekommen. Ich denke, dass wir ,Jump-and-run‘ auch im nächsten Jahr wieder anbieten werden. Vielleicht erweitern wir unser Rahmenprogramm noch ein bisschen“, stellte Verhufen in Aussicht.

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