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Oberliga-Derby zwischen dem TB und dem SCA am Samstag

Mark Beuing liebt beide

ochtrup/Burgsteinfurt

Am Samstagabend kommt es in der Tischtennis-Oberliga zu einem besonderen Vergleich: In der Kreissporthalle in Burgsteinfurt stehen sich der gastgebende Turnerbund und der SC Arminia Ochtrup gegenüber. Für Mark Beuing ist es schwer, im Vorfeld Farbe zu bekennen. Schließlich hat der 39-Jährige für beide Vereine gespielt. Aktuell ist es sportlich um Beuing nicht so gut bestellt.

Von Marc Brenzel

Mark Beuing spielte sowohl für den TB Burgsteinfurt als auch für den SC Arminia Ochtrup. Daher fällt es dem 39-Jährigen nicht einfach, sich vor dem Derby am Samstag auf eine Seite zu schlagen. Foto: Thomas Strack

Am Samstag gibt es in der Kreissporthalle ein besonderes Tischtennisspiel: Ab 18.30 Uhr kommt es zum Oberliga-Derby zwischen dem TB Burgsteinfurt und dem SC Arminia Ochtrup.

Einer, der für beide Vereine schon viele Schlachten geschlagen hat, ist Mark Beuing. Der gebürtige Stemmerter, der beim Turnerbund mit dem Tischtennis begann, wechselte nach seinem Umzug nach Ochtrup zu den Arminen. Entsprechend schwer fällt es dem Familienvater, Farbe zu bekennen: „Puh. Ich kann echt nicht sagen, für wen ich bin. Wenn meine Brüder Sascha und Tim im Einsatz sind, dann drücke ihnen natürlich die Daumen.“

Sascha Beuing spielt am Samstag nicht, Tim vielleicht. Entweder vervollständigt der jüngste Beuing-Bruder oder Jörg Bäumer das TB-Quartett. Fest eingeplant sind Yorrick Michaelis, Dennis Schneuing und Alexander Michelis. Der SCA schickt Henning Zeptner, Lars Brinkhaus, Bernd Ahrens und Felix Ostermann ins Rennen. „Ganz klar, die Ochtruper sind favorisiert, aber ganz so einfach werden es ihnen die Burgsteinfurter nicht machen“, vermutet Mark Beuing, der darauf verweist, dass Derbys ja so ihre eigenen Gesetze haben. „Das sind ganz besondere Begegnungen. Ich hoffe, dass da vielleicht auch ein paar Sportbegeisterte kommen, die sonst nicht unbedingt zum Tischtennis gehen. 50, 60 Zuschauer – das wäre schon ganz nett.“

Die Hausherren brauchen im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler, die Gäste dürfen als Tabellenführer von der Regionalliga träumen. In dieser Klasse stand Beuing in der Saison 2009/10 selbst an der Platte. „Aber das ist mit der Regionalliga von heute nicht mehr zu vergleichen. Mittlerweile ist die eingleisige Oberliga West genau so stark wie damals die Regionalliga. Da spielen richtig gute Leute.“

Aktuell greift Beuing, der die Saison 2021/22 in der Ochtruper Reserve in der NRW-Liga begann, nicht zum Schläger. Der Grund: ein Haarriss im Meniskus, der unter Umständen eine Arthrose zur Folge haben könnte. „Der Arzt hat mir geraten, mir besser einen anderen Sport zu suchen. Das war natürlich ein Schlag ins Gesicht für mich. Schließlich spiele ich Tischtennis, seit ich acht Jahre alt bin“, ist der Ochtruper betrübt.

Wie es mit ihm als Rückschlagsportler weiter geht, kann Beuing noch nicht sagen: „Ich bin keiner, der als Trainer taugt. So ein bisschen am Rand stehen und meine Mitspieler coachen, das geht schon. Aber Kinder und Jugendliche auszubilden, dafür bin ich nicht der Richtige. Vielleicht mache ich in der Dritten oder Vierten weiter. Da könnte ich mit meiner Technik das ausgleichen, was ich aufgrund meines Knies an mangelnder Beweglichkeit nicht mehr habe“, kann der Armine für sich noch nicht ganz akzeptieren, dass mit seiner Lieblingssport jetzt Schluss sein soll.

Ob er es am Samstag in die Halle schafft, kann der gelernte Maurer noch nicht sagen. Private Verpflichtungen stehen erstmal oben an.

Für Sascha, den Ältesten des Beuing-Trios, steht fest: „Ochtrup ist wohl zu stark, aber wir können befreit an die Sache rangehen. Zu verlieren haben wir ja nichts.“ Ochtrups Teamsprecher Christopher Ligocki hält die Bälle lieber erst einmal flach: „Natürlich wollen wir die beiden Punkte mitnehmen. Dafür ist es wichtig, dass wir gut aus den Doppeln kommen. Sollten wir in Rückstand geraten, kann die Sache auch eine negative Eigendynamik bekommen.“

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