Fußball: Europameisterschaft

Pawel Ozog: „Polen istnicht Bayern“

Ochtrup

Am heutigen Freitag beginnt die Europameisterschaft. Eine der 24 teilnehmenden Nationen ist Polen. Ein Land mit einer großen Fußballtradition. Pawel Ozog, Mittelfeldspieler des FSV Ochtrup, nimmt seine Landsleute mal genau unter die Lupe und kommt zu interessanten Schlüssen.

Pawel Ozog ist verzweifelt, dass sich Foto: Günter Saborowski

Pawel Ozog ist skeptisch: „Ich glaube nicht, dass sie die Vorrunde übersteht. Das Achtelfinale zu erreichen, das wäre schon das absolute Maximum.“ Gemeint ist die polnische Nationalmannschaft, der der „Zehner“ des FSV Ochtrup während der Fußball-Europameisterschaft die Treue hält.

Zum Auftakt geht es am Montag in St. Petersburg geht die Slowakei. „Das ist schon so etwas wie ein Endspiel, denn danach wartet Spanien. Da dürfte nicht viel zu holen sein“, vermutet Ozog, der aus dem zentralpolnischen Belchatow stammt. Letzter Kontrahent sind dann die Schweden.

Am vergangenen Dienstag trennten sich die Rot-Weißen in einem Test gegen Island mit einem eher mageren 2:2. Die Headline war aber die Knieverletzung von Arkadiusz Milik. Der polnische Stürmer fällt für das Turnier aus und hinterlässt im Angriff eine große Lücke. „Wir wollten eigentlich mit zwei Spitzen spielen. Vermutlich wird jetzt auf ein System mit einem echten Angreifer umgestellt. Und das ist Robert Lewandowski“, taktiert Ozog. Aber der 39-Jährige befürchtet, dass dies seine Elf zu leicht ausrechenbar macht. „Außerdem kann Lewandowski alleine nichts machen. Er ist zwar der weltbeste Stürmer, aber Polen ist nicht Bayern“, befürchtet der Ochtruper, dass dem Münchner die passenden Mitspieler fehlen. Als absolut EM-tauglich stuft Ozog Torwart Wojciech Szczesny (Juventus Turin), Verteidiger Jan Bednarek (FC Southampton) und Mittelfeldspieler Grzegorz Krychowiak (Lokomotive Moskau) ein.

Nicht zwingend begeistert ist der Töpferstädter vom neuen Nationaltrainer Paulo Sousa. Der Portugiese, der 1997 mit Dortmund die Champions League gewann, löste Anfang des Jahres Jerzy Brzęczek, obwohl dieser das Team erfolgreich durch die Qualifikation geführt hatte. Sousa kenne die Mannschaft noch nicht gut genug. Brzęczek wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen, auch wenn dessen letzte Ergebnisse nicht gut gewesen seien.

Die Spiele der polnischen Nationalmannschaft guckt sich Ozog im Kreis seiner Landsleute an, die der deutschen mit den Ochtrupern. So wird der Kreativspieler allen Seiten gerecht.

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