Fußball: Inzidenzzahlen bereiten Sorge

Re-Start droht zu platzen

Kreis Steinfurt

Wiedereinstieg in die Fußballsaison wird ein schwieriges Unterfangen. Kontaktsport wird wohl erst ab dem 19. April möglich sein – sagt ein Nachrichtenmagazin aus den USA.

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Dass Anfang Mai wieder Punktspiele ausgetragen werden können, ist derzeit mehr als fraglich. Foto: Marc Brenzel

Der Corona-Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen klettert weiter. Mittlerweile haben 21 Kreise und kreisfreie Städte in NRW bei der Sieben-Tage-Inzidenz die kritische Marke von 100 überschritten. Die steigenden Inzidenzzahlen grätschen auch den Amateurfußball ab.

Wie der „Business Insider“ (ein aus New York, USA, stammendes Unternehmen, das Nachrichtenseiten im Internet betreibt. Neben der amerikanischen Seite betreibt es auch Ausgaben für Australien, Indien, Malaysia, Indonesien, Singapur, China, Großbritannien und Südafrika) berichtet, wolle die Bund-Länder-Runde den geplanten vierten Öffnungsschritt, der weitere Lockerungen für den Amateursport verspricht, aussetzen. Ab Montag sollte eigentlich Lockerungsstufe vier in Kraft treten. Kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Freien wären demnach wieder möglich – vorausgesetzt die Inzidenz liegt unter 100. Zudem brauchen die Sportler einen negativen Schnelltest. Nur, wenn der Inzidenzwert unter 50 liegt, braucht man keinen Test.

Doch aus diesem Lockerungsschritt wird laut „Business Insider“ vorerst nichts. Kontaktsport solle nun frühestens vier Wochen später, also ab 19. April erlaubt sein. Definitiv beschließen muss das aber noch die Bund-Länder-Konferenz, die am kommenden Montag tagt.

„Wir warten die Entscheidung am Montag ab. Wir vom Verbandsfußballausschuss (VFA) sind aber nicht gerade zuversichtlich, dass es überhaupt noch Lockerungen gibt und wir ab dem 5. April mit dem Mannschaftstraining starten können“, sagt Hans-Dieter Schnippe, stellvertretender Vorsitzender im Verbandsfußballausschuss. Einen kleinen Puffer im Rahmenterminplan gebe es laut Schnippe noch: „Wenn die Politik beschließt, dass wir zum Beispiel am 15. April mit dem Mannschaftstraining starten können, könnte man mit der Saison beispielsweise am 13. Mai beginnen.“ Das hätte zur Folge, dass für die Vereine noch mehr englische Wochen bis zum maximal möglichen Saisonende am 24. Juni anstehen würden. Die Tage bis zum 30. Juni müssten sogar noch frei bleiben für eventuelle Entscheidungsspiele.

„Viele Vereine wollen spielen, natürlich besonders diejenigen, für die es um einen Aufstieg geht“, erklärt Schnippe, der noch einmal darauf hinweist,dass für eine Wertung pro Liga mindestens 50 Prozent der Partien gespielt werden müssen. Der VFA würde den Rahmenterminplan also entsprechend anpassen und die Vereine müssten antreten. „Tritt ein Verein dreimal nicht an, steht er als Absteiger fest“, zeichnet Schnippe ein Szenario auf, was sich beim Verband natürlich keiner wünscht. Der Rheinenser betont noch einmal, dass die Satzung des Westdeutschen Fußballverbandes es nicht vorsieht, dass die Saison einfach abgebrochen wird. „Nur wenn wir erst wieder im Juni für wenige Sonntage spielen könnten, dann müsste man vielleicht einsehen, dass jegliches Spielen keinen Zweck mehr hat“, sagt Schnippe.

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