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Tischtennis: Arminia Ochtrup siegt erneut klar gegen TBB

Spannend, aber kaum emotional

Burgsteinfurt/Ochtrup

Es begann deutlich mit zwei Siegen in den Doppeln, und am Ende fiel das Ergebnis mit 7:3 auch klar für Arminia Ochtrup aus. Doch es gab eine Phase an diesem Abend, da hätte der TB Burgsteinfurt in diesem TT-Oberliga-Derby die Partie durchaus drehen können.

Von Günter Saborowskiund

Felix Ostermann (l.)Volle Konzentration beim Aufschlag: Dennis Schneuing (r. holte im Einzel gegen Felix Ostermann und Christopher Ligocki jeweils einen Einzelpunkt für Burgsteinfurt. Foto: Thomas StrackThomas Strack

Der SC Arminia Ochtrup hat in der Tischtennis-Oberliga NRW auch das Rückspiel gegen den TB Burgsteinfurt klar gewonnen und seinen Platz an der Sonne in der Tabelle bei 25:3 Punkten gefestigt. Burgsteinfurt hingegen ist durch die Niederlage, die mit 3:7 besser ausfiel als im Hinspiel (1:9), auf einen Abstiegsplatz abgerutscht (Neunter, 9:21), da insgesamt fünf Mannschaft in dieser Spielzeit aus der Oberliga absteigen.

Die Begegnung am Samstagabend dauerte beinahe drei Stunden. 68 Zuschauer wollten dieses Nachbarschaftsduell sehen, was für TT-Verhältnisse schon eine recht hohe Anzahl ist. Drei Spiele gingen über fünf Sätze (Ostermann - Schneuing, Zeptner - Michaelis und Nagm - Michelis). Hätten die beiden letztgenannten Youngster ihre Duelle gegen Zeptner und Nagm gewonnen, wäre es beim Stand von 4:4 noch einmal spannend geworden. Da sich die Och­truper allerdings in diesen Fünf-Satzspielen mit 11:7 und 11:5 durchsetzen konnten, war die Partie zu diesem Zeitpunkt entschieden.

Ochtrup führte nach den Doppeln, die mit 3:0 und 3:1 (Zeptner/Ligocki gegen Schneuing/S. Beuing) und dem Einzelsieg von Henning Zeptner gegen Alexander Michelis bereits mit 3:0 und war auf der Siegerstraße. „In den Doppeln hatten wir keine Chance, null“, räumte TB-Teamsprecher Sascha Beuing deutlich ein.

Dann jedoch bezwang Yorrick Michaelis Amin Nagm klar mit 3:0 und verkürzte auf 1:3. Als Christopher Ligocki im Spiel 3-4 gegen Sascha Beuing deutlich mit 3:0 die Oberhand behielt, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein – 4:1. „Nach dem 4:2 von Dennis gegen Ostermann sah es zwischenzeitlich so aus, als ob wir noch eine Chance bekommen würden. Dennis hat extrem gut gespielt, lag im fünften Satz schon mit 2:8 und 6:10 hinten“, berichtete Sascha Beuing.

Die beiden nachfolgenden Einzel Zeptner gegen Michelis und Nagm gegen Michaelis gingen mit 2:3 an die Ochtruper, wobei Michaelis` Spiel, so Beuing, „lange auf der Kippe stand“. Mit dem nötigen Selbstvertrauen des Seriensiegers setzte sich die Arminia aber in diesen Matches durch. „Und die sind natürlich auch extrem stark, die Ochtruper“, erkannte Beuing neidlos die Spielstärke des Tabellenführers an.

Timo Scheipers, Abteilungsleiter der Arminen, stufte den 2:0-Erfolg in den Doppeln als richtungweisend ein: „Da haben wir taktisch aufgestellt. Nagm und Ostermann haben unglaublich gut gespielt. Ich glaube nicht, dass die beiden Burgsteinfurter in dieser Saison schon einmal so deutlich unterlegen waren“. Allerdings räumte Scheipers ein, dass die Partie auch in eine andere Richtung hätte kippen können, als Schneuing sein Match gegen Ostermann gewann. Dennoch sah er den Erfolg als verdient an.

„Die Halle war zwar voll, aber die Stimmung war nicht so gut wie bei früheren Derbys gegen Burgsteinfurt. Da haben wir schon wesentlich emotionalere Veranstaltungen erlebt“, war der Ochtruper Abteilungsleiter ein wenig enttäuscht ob „der Ruhe“ in der Halle.

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