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Westfalia Leer verliert trotz 3:0-Führung

SW Weiner mit irrer Aufholjagd

Ochtrup

Einen kuriosen Spielverlauf hielt das Duell zwischen dem FC SW Weiner und Westfalia Leer parat. Zur Pause lagen die Gäste noch mit 3:0 vorne, um am Ende mit 4:5 zu verlieren. Der Siegtreffer der Schwarz-Weißen fiel erst in der Schlussminute.

Marc Brenzel

Nils Weyring (l.) war für den späten Siegtreffer der Schwarz-Weißen verantwortlich. Foto: Marc Brenzel

Beste Unterhaltung bot am Mittwoch das Testspiel des FC SW Weiner gegen Westfalia Leer. Nach 90 kurzweiligen Minuten und einem 0:3-Pausenrückstand gewannen die Hausherren mit 5:4.

Trainer Alexander Witthake bekam dabei von seiner Mannschaft zwei völlig verschiedene Halbzeiten serviert. In der ersten musste Witthake in vielerlei Hinsicht den Rotstift ziehen: „Kein Elan, keine Lust zu verteidigen, keine Lust auf Fußball im Allgemeinen. Wir waren kein Stück griffig.“ Fast schon folgerichtig ging der A-Ligist aus Leer mit einem 3:0-Vorsprung in die Kabinen. Für die Tore sorgten Timo Hüsing (15.), Kevin Thiele (18.) und Erik Schulte (33.).

Das war richtig gut von uns. Wir haben das Spiel prima verlagert und hätten sogar noch mehr Treffer erzielen können“, fasste Leer-Trainer Thomas Overesch den ersten Abschnitt aus seiner Sicht zusammen.

Die Pause nutzte Witthake, um Klartext zu reden und eine wichtige taktische Änderung vorzunehmen: Er stellte auf eine Doppelsechs um, was zu mehr Stabilität führte. Mit einer anderen Einstellung auftretend legten die Ochtruper nun los. Ein Eigentor von Jonas Schulte leitete die Aufholjagd ein (51.), Tim Lippers (71.) und Lars Kemper sorgten für den Ausgleich. Die Westfalia ging zwar noch einmal durch Matthias Meis in Führung (75.), doch Max Weyring (82.) und sein Bruder Nils (90.) ließen den B-Ligisten jubeln.

„Am Ende fühlte sich das an wie ein Pokalspiel – intensiv und teilweise ein bisschen hitzig“, resümierte Witthake. „Im zweiten Abschnitt haben wir uns um 180 Grad gedreht und hatten Lust auf den Ball. So muss das sein.“

Nicht mehr gut auf seine Mannschaft zu sprechen war hingegen Thomas Overesch, der kritisierte: „Dass wir schwere Beine hatten, lasse ich nicht gelten. Einige waren zu überheblich und meinten wohl, dass so runterspielen zu können. Vielleicht war das der passende Schuss vor den Bug.“

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