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Fußball: Afrika-Cup startet Sonntag in seine 33. Auflage

Sylla feuert Kumpel Naby Keita an

Ochtrup

Sein eigenes Land beim kommenden Afrika-Cup unterstützen? Selbstverständlich. Doch wenn man den Topstar seiner Nationalelf persönlich kennt? Umso mehr! So ergeht es Mohammed Sylla vom FSV Ochtrup.

Von Tom Veltrup

Mohammed Sylla (r.) mischt zwar nicht den Afrika-Cup auf, dafür ist er bei seinen Gegenspielern in der Kreisliga A durchaus gefürchtet. Foto: Thomas Strack

Am kommenden Sonntag ist es soweit: Der Afrika-Cup – das Equivalent zur Fußball-Europameisterschaft – startet in Kamerun in seine 33. Auflage. Mohammed Sylla, Stürmer des A-Ligisten FSV Ochtrup, fiebert als Guineaer besonders mit. Er kennt den Topstar „seiner“ Nationalmannschaft sogar persönlich. Das ist niemand Geringerer als der Ex-Leipziger und heutige Liverpooler Naby Keita.

Vor fünf Jahren kam Sylla als Teenager aus politischen Gründen aus seiner westafrikanischen Heimat nach Deutschland, genauer gesagt nach Ochtrup. Dort fand er sich bestens ein: Als Kicker schaffte er den Sprung aus der Jugend in die erste Mannschaft, und beruflich lernte der heute 22-jährige das Bäckerhandwerk.

Für seine Guineaer startet das Turnier am Montag (10. Januar) gegen die Auswahl von Malawi. In Gruppe B trifft der 81. der FIFA-Weltrangliste außerdem auf den Senegal und Simbabwe. Für Sylla eine machbare Aufgabe: „Malawi müssen wir auf jeden Fall schlagen. Gegen Simbabwe und den Senegal wird das Ganze schon ein wenig schwieriger. Aber wir haben eine gute und junge Truppe. Die besten Spieler sind Amadou Diawara von AS Rom, Ilaix Moriba von RB Leipzig oder Naby Keita vom FC Liverpool.“ Keita kickte früher zusammen mit Syllas Bruder Alia. „Naby ist ein echt korrekter Typ. Als er noch bei RB Leipzig gespielt hat, habe ich mich mal mit ihm getroffen. Da hat er mir seine Schuhe geschenkt“, berichtet der Ochtruper.

Auch sportlich schätzt „Mo“ Sylla den wertvollsten Akteur Guineas – laut transfermarkt.de ist Keita 30 Mio. Euro wert – sehr: „Ein super Spieler. Seit er bei Liverpool ist, hat er jedoch mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Außerdem ist der Konkurrenzkampf bei den Reds riesengroß. Doch wenn er fit bleibt, kann er es auch dort schaffen.“

Spiele empfangen kein Zuckerschlecken

Die Spiele seiner „Syli Nationale“ (die „nationalen Elefanten“) zu verfolgen, ist für den Ochtruper nicht ganz so leicht wie zum Beispiel die Partien bei einer Weltmeisterschaft. Liveübertragungen im deutschen Free-TV gibt es nicht. Stattdessen müssen Sylla und seine Kumpel auf die Zuverlässigkeit des Online-Livestreams hoffen. „Ich schaue mir die Spiele meist zusammen mit sechs oder sieben Freunden an. Dazu kochen wir afrikanische Gerichte“, freut sich der FSV-Angreifer sehr auf das bevorstehende Turnier.

Den ganz großen Wurf traut er seiner Nationalelf jedoch nicht zu. „Es gibt so viele gute Mannschaften wie Marokko, Algerien, den Senegal oder auch Ägypten. Spätestens ab der K.o.-Phase wird es sehr schwer für uns.“ Als absoluten Favoriten macht Sylla den Titelverteidiger aus Algerien aus, dicht gefolgt vom Senegal.

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