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Fußball: Ochtruper Youngster spielt für den Landesligisten TuS Altenberge

Tempodribbler Asdren Haliti

Altenberge/Ochtrup

Asdren Haliti hat sich beim Fußball-Landesligisten TuS Altenberge zu einer festen Größe entwickelt. Der Ochtruper weiß vor allem mit seiner feinen Technik zu überzeugen. Zuvor spielte der gebürtige Kosovare auch eine Zeit lang in Finnland.

Marc Brenzel

Asdren Haliti (r.) ist ein Altenberger Eigengewächs. Seit dem zweiten C-Jugend-Jahr spielt der gebürtige Kosovare für den Verein aus dem Hügeldorf. Foto: Thomas Strack

„Wenn der mit Tempo auf die gegnerische Abwehrkette zudribbelt, dann ist das eine Wucht“, schwärmt André Rodine. Den, den der Trainer des TuS Altenberge so lobt, das ist Asdren Haliti – seines Zeichens Youngster im zen­tralen Mittelfeld der Landesliga-Spitzenreiters.

„Schön, dass André das sagt. Das gibt mir Selbstvertrauen. Und das ist gerade für einen jungen Spieler, bei dem vielleicht noch nicht alles beim ersten Mal klappt, wichtig“, findet Haliti, der beim TuS die Rückennummer sechs trägt.

Dabei ist der gebürtige Kosovare von seiner Natur her eigentlich ein Achter, wenn nicht sogar ein Zehner. „Auf jeden Fall was im Offensivbereich, da macht es mir am meisten Spaß“, stellt Haliti klar.

Seit 2012 lebt Halitis Familie in Deutschland. Zunächst in Borghorst, mittlerweile in Ochtrup. Zuvor machten die Hailtis für acht Monate Station in Helsinki. „Da hatten wir – genau wie hier – Familienanschluss und wollten auch erst dort bleiben, sind dann aber nach Deutschland gegangen“, erinnert sich Asdren Haliti, dessen Heimatort Lipjan im Kosovo ist. „Das ist wahrscheinlich kein Nachteil gewesen, denn in Finnland kann es im Winter schließlich so richtig kalt werden. Da ist es hier doch angenehmer“, schmunzelt der TuS-Kicker.

Nach einer ersten Saison bei den C-Junioren von Preußen Borghorst zog es Asdren Haliti nach Altenberge zum TuS. Im Hügeldorf durchlief er alle Jugendteams, um dann 2019/20 sofort in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen. „In meinem ersten Jahr bei den Senioren hatte ich vielleicht etwas Glück, dass ein paar Zen­trumsspieler ausgefallen sind und ich daher viel Einsatzzeit bekommen habe. Aber ich denke, die habe ich mir im Nachhinein auch verdient“, findet der technisch starke Mittelfeldmann, dessen Vorbild der Brasilianer Ronaldinho ist: „Von dem habe ich schon immer viel gehalten, weil der so stark im Eins-gegen-eins ist.“

Aktuell ruht für Asdren Haliti der Fußball, was aber vielleicht gar nicht so unvorteilhaft ist. Denn dem Ochtruper stehen wichtige Prüfungen ins Haus. Am Berufskolleg in Burgsteinfurt bereitet sich der 21-Jährige gerade auf das Abitur vor. Leistungskurse sind Englisch und Betriebswirtschaftslehre. „Ich finde BWL total interessant. Da gibt es viele spannende Bereiche: Marketing, Vertrieb, Controlling“, listet Haliti, der eine Ausbildung zum Industriekaufmann anstrebt, auf. Am 23. April steht die erste Abi-Klausur auf dem Stundenplan.

Und wenn dann hoffentlich alles geschrieben und bestanden worden ist, dann kann es für Asdren Haliti gar nicht schnell genug wieder auf den Platz gehen: „Das fehlt mir sehr, das macht mir viel Freude. Gerade in Altenberge, wo wir so eine echt coole Truppe haben.“

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