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Fußball: Neuer Trainer freut sich auf den BFC

Thorsten Bäumers Akku ist wieder voll

Borghorst

„Mit 60 ist definitiv Schluss.“ Thorsten Bäumer hat sich selbst eine Grenze gesetzt. Bis dahin möchte der Trainer noch viel Freude an seiner Tätigkeit haben – ab Sommer beim Borghorster FC II. Einen alten Kumpel konnte er nicht zum Mitmachen überreden.

Thorsten Bäumer führte die SpVgg Langenhorst/Welbergen und den SV Wilmsberg II als Trainer in die A-Liga. Foto: Thomas Strack

Im nächsten Sommer setzt sich Thorsten Bäumer wieder auf die Trainerbank. Dann sind es zwei Jahre her, dass der ehemalige Torjäger des SV Wilmsberg seinen Coaching-Job bei der SpVgg Langenhorst/Welbergen beendet hat. Der neue Verein – der Borghorster FC – ist für Bäumer eine Herzensangelegenheit. Das betonte der 54-Jährige im Gespräch mit WN-Sportredakteur Marc Brenzel mehrfach.

Herr Bäumer, nach zwei Jahre Pause fangen Sie zu Beginn der Saison 2022/23 als Trainer der Reserve des Borghorster FC wieder an. Hatten Sie jetzt einfach die Nase voll von „spielfreien“ Sonntagen?

Bäumer: Als ich 2020 in Langenhorst aufgehört hatte, lagen 14 Jahre am Stück als Trainer hinter mir. Die Arbeit mit einer Mannschaft, die Spieltage – alles fing an, mich mehr und mehr aufzufressen. Der Akku war einfach leer, jetzt ist er wieder aufgeladen.

Dann kam die Anfrage, ob Sie nicht beim BFC die „Zweite“ machen wollen . . .

Bäumer: Ja, genau. Mein Cousin Stephan Fischer, der im Vorstand ist, hat mich angerufen. Da konnte ich ja schon nicht mehr nein sagen. Aber davon mal abgesehen: Der SV Wilmsberg als Vorgängerclub des Borghorster FC ist für mich immer eine Herzensangelegenheit gewesen. Und diese Rolle übernimmt der BFC als Nachfolgeverein. Dort trainieren zu dürfen, ist was ganz Besonderes für mich.

Wie stark beschäftigen Sie sich schon mit dem Thema?

Bäumer: Ich habe mir sonntags – wenn nicht gerade die Spiele meiner Schalker im Fernsehen übertragen wurden – einige Partien in der A-Liga angesehen. Natürlich die der Borghorster, aber auch die der Langenhorster. Mit Steffen Bauland haben wir schon jemanden, der mich in der Trainingsarbeit unterstützt und sich um die Keeper kümmert. Aber wir sind noch auf der Suche nach einem weiteren Coach. Wir haben da jemanden im Auge.

Stimmt es, dass Bernd Hahn ein Kandidat für den Posten war? Das war ja auch Ihr Trainer zu den ganz glorreichen SVW-Zeiten Mitte der 80er Jahre.

Bäumer: Ja, aber Bernd genießt sein Dasein als Fußball-Rentner. Der hat den Absprung geschafft.

Was reizt Sie im Detail an der neuen Aufgabe beim Borghorster FC?

Bäumer: Dass ich da mit einer jungen Mannschaft arbeiten kann. Genau, wie früher in Langenhorst. Das macht mir einfach Spaß und hält mich selbst frisch. Ich werde nächstes Jahr auch schon 55.

Jupp Heynckes hat mit Anfang 70 die Bayern wieder übernommen. Insofern dürfte 55 doch kein Alter sein, oder?

Bäumer: Länger als 60 will ich das nicht machen, dann ist für mich definitiv Schluss. Ich hatte das große Glück, in meiner Zeit als Trainer zwei tolle Mannschaften mit super Jungs gehabt zu haben: erst die Wilmsberger Zweitvertretung, dann Lan­genhorst/Welbergen. Ich hoffe, dass ich das jetzt mit der BFC-Reserve noch mal erleben darf.

Apropos Langenhorst/Welbergen. Besteht noch viel Kontakt zu dem einen oder anderen?

Bäumer: Ich telefoniere regelmäßig mit Sven Murawski, dem Betreuer der Mannschaft. Zudem halte ich natürlich Kontakt zu meinem alten Kumpel und Mitspieler Thomas Fraundörfer, der bei der SpVgg zum Trainerteam zählt. Und wie gesagt: Bei ein paar Saisonspielen war ich auch schon.

Wenn nicht zeitgleich Schalke spielt?

Bäumer: Genau. Aber da lief es ja zuletzt alles andere als toll. Ärgerlich sind die Spiele, die am Samstag um 20.30 Uhr angepfiffen werden. Dann will meine Frau immer was anderes sehen.

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