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Omikron-Variante bereitet Bauchschmerzen

Verband will Spielbetrieb fortsetzen

Kreis Steinfurt

Der Handballverband Westfalen will den Spielbetrieb trotz der verschärften Corona-Regeln im Januar fortsetzen. Darüber wird auch auf Kreisebene nachgedacht. Christian Woltering, Trainer der Landesliga-Männer von Arminia Ochtrup, hegt Zweifel, ob das so in die Tat umgesetzt werden kann. Und auch Jürgen Kötterheinrich (TB Burgsteinfurt) befürchtet, dass die nächsten Wochen für alle Aktiven anstrengend werden könnten.

-mab/tre-

Christian Woltering hegt Zweifel, ob die Saison, wie vom Verband angedacht Foto: Thomas Strack

Die überkreislichen Ligen sollen im Januar trotz der verschärften Corona-Regeln (2G+ bei Hallensportarten) den Spielbetrieb wie gehabt fortsetzen. „Wir versuchen es unter Auflagen aufrechtzuerhalten, solange es geht“, sagt Wilhelm Barnhusen, Präsident des Handball-Verbands Westfalen (HVW). „Die Bedingungen waren im Dezember zwar einfacher, aber aktuell ist die Inzidenz zum Glück deutlich geringer.“

Ob sich der Handballkreis Münsterland dem Verband anschließt, ist noch offen. „Natürlich wollen wir grundsätzlich spielen. Wir werden uns aber mit unseren Vereinen besprechen, ob sie 2G+ abbilden können“, sagt der Vorsitzende Daniel Hooge. „Exakt planen lässt sich aktuell leider wenig.“

Christian Woltering, Trainer des Landesligisten Arminia Ochtrup, hat von der Pandemie mehr als genug. In seinem Team gab es bereits mehrere Corona-Fälle. Einmal positiv getestet und einmal als negativ getestete Kontaktperson in einem Omikronfall ging er selbst insgesamt 28 Tage in Quarantäne. „Das braucht keiner“, betont der Übungsleiter.

Und deshalb hat Woltering auch ein durchaus flaues Gefühl im Magen, was die angedachte Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte Januar angeht. „Was passiert, wenn sich in einer Mannschaft einer mit der Omikron-Variante ansteckt und alle, die mit ihm beim Training waren, zwei Wochen aus dem Verkehr gezogen werden?“, macht sich Woltering Gedanken, ob die Saison wie vom Verband geplant durchgezogen werden kann. Er könne sich damit anfreunden, wenn jetzt noch ein wenig länger pausiert werden würde, um die Entwicklung abzuwarten. „Ob dann mal eine Saison erst Ende Mai abgeschlossen wird, ist doch wumpe.“

Jürgen Kötterheinrich, Trainer der Landesliga-Frauen, des TB Burgsteinfurt, äußert Skepsis: „Ob es was bringt, die Spiele nach hinten zu verschieben, weiß ich nicht. Jetzt haben wir Omi­kron und im Mai vielleicht Xylophon. Keiner kann die Entwicklung voraussagen.“

Sieben Partien haben die Stemmerterinnen im Januar und Februar zu bestreiten. Ein straffes Programm, das Risiken mit sich bringt. Mehr Spiele, mehr Training, mehr Ansteckungsgefahr – so die Formel. Insofern befürworten viele die aktuell gültige 2G+-Regelung, die mehr Sicherheit gewährleistet.

„Die beansprucht natürlich alle. Die Spielerinnen, die sich vor jeder Einheit testen lassen müssen, und die Trainer, die das alles kontrollieren müssen. Da ich auch noch für die weibliche A- und B-Jugend zuständig bin, könnte das viel werden. Dann ist irgendwann auch irgendwann mal das Ende der Fahnenstange erreicht“, betont Kötterheinrich, der jedoch weiß: „Wer Handball spielen möchte und nicht zuhause an die Decke gucken will, der muss damit leben.“

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