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Fußball: Kreisliga A1

Emser Party-Zone im Ostbeverner Beverstadion

Ostbevern

Nach dem 2:0-Derby-Erfolg beim BSV Ostbevern gab es kein Halten mehr in Reihen der Westbeverner Fußballer. Ausgelassen feierten sie den ersten Dreier der noch jungen Saison. Immerhin hatten die Grün-Weißen mehr als eine Stunde in Unterzahl agieren müssen.

Von Karl-Heinz Kockund

Ausgelassen feierten die Westbeverner Fußballer den 2:0-Auswärtserfolg im Nachbarschaftsduell beim BSV Ostbevern – gleichzeitig ihre ersten Punktgewinne in der noch jungen Saison. Foto: Kock

Aus den Boxen dröhnte „Griechischer Wein“ und auf dem grünen Rasen sangen die Westbevern lauthals: „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey.“ Ausgelassener hätte die Stimmung bei den Ems-Kickern kaum sein können. Im dritten Meisterschaftsspiel gelang ihnen endlich der erste Dreier und dann auch noch beim Dauerrivalen und Ortsnachbarn aus Ostbevern. Logisch, dass die Grün-Weißen das Beverstadion kurzerhand in eine Party-Zone verwandelten.

Vorausgegangen war ein emotionales Derby, in dem sie fast immer die Kappe auf hatten – und das, obwohl sie über weite Strecken der Begegnung in Unterzahl agieren mussten. Schon nach 24 Minuten sah Hendrik Schlunz nach einem Foulspiel an Steffen Cramer glatt Rot. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung des Unparteiischen, der zudem noch sieben Mal Gelb zückte.

Ehe die Gäste nummerisch in Unterzahl gerieten, hatten sie schon zweimal ins gegnerische Tor getroffen. Hendrik Schlunz nutzte in beiden Fällen die Unordnung in der BSV-Abwehr und brachte seine Farben frühzeitig auf die Gewinnerstraße. Steffen Cramer sorgte mit einer Her­eingabe für Gefahr vor dem Emser Gehäuse, aber insgesamt war das deutlich zu wenig, was die Ostbeverner gestern aufs Geläuf brachten.

„Desolat“, urteilte dann auch Übungsleiter Daniel Kimmina sichtlich enttäuscht zum Auftritt seiner Mannen. „Wir wussten, worum es geht, aber die Umsetzung war katastrophal. In den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen sind wir immer hinterhergelaufen. Das war das schlechteste Spiel seitdem ich hier bin.“

Denn in den ersten Minuten nach der Pause hätten die Westbeverner alles klar machen können in Sachen Punktvergabe. Gleich dreimal tauchte Adrian König gefahrbringend vor BSV-Torhüter Tobias Jürgens auf. Und Christian Nosthoff platzierte einen Freistoß knapp neben das Ostbeverner Tor.

„Wir wollten Fehler des Gegners bestrafen und haben das sehr gut gemacht“, freute sich Gäste-Coach Andrea Balderi. „Man hat nicht gesehen, dass wir in Unterzahl waren. Jeder ist für den anderen mitgelaufen und gesprungen. Wir waren entschlossener, die cleverere Mannschaft und haben verdient gewonnen. So kann es weitergehen.“

Erst nach gut einer Stunde kamen die Gastgeber zu nennenswerten Torchancen. Zunächst landete ein Flachschuss von Marcel Graf am Pfosten, dann klärte Ems-Keeper Christian Budde eine gefährliche Ecke des Mittelfeldspielers knapp vor der Torlinie. Westbevern warf weiterhin alles rein, was es zu bieten hatte, Ostbevern blieb deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Und Christian Deistler hätte in der 88. Minute sogar auf 3:0 erhöhen können, aber sein Versuch im Anschluss an einen Konter wurde noch vor der Torlinie geklärt.

BSV: Jürgens – Ritter (72. Horstmann), Droste, Kipp (60. Schulze Hobeling), Hülsmann – Bensmann, Graf, Kowol (60. Middrup) – Alali (60. Knoblich), Cramer, Sanders. Ems: Budde – D. Schlunz (81. Knappheide), Wewelkamp, O. Hollmann, N. Engberding (54. Kötter) – Neufend, K. Leifker (55. J. Nosthoff), Chr. Nosthoff, Licher (55. Deistler) – König, H. Schlunz. Tore: 0:1 (8.) H. Schlunz, 0:2 (15.) H. Schlunz. Bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen H. Schlunz (25.).

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