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Tischtennis: WTTV-Beschluss

Große Gelassenheit bei der SG Telgte und beim BSV Ostbevern

Telgte/Ostbevern

Der WTTV hat die Saison bis Ende Januar unterbrochen. Mit einer Ausnahme: Einigen sich Mannschaften auf die Austragung einer Begegnung, dürfen sie spielen. Die Abteilungsleiter der SG Telgte und des BSV Ostbevern können mit diesem Beschluss gut leben.

Von Wilfried Sprenger und Ralf Aumüller

Im WTTV ruht der Spielbetrieb bis Monatsende. Sollten sich zwei Mannschaften auf die Austragung einer Begegnung einigen, kann aber gespielt werden. Foto: Imago/Eibner

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) hat auf die neue Corona-Schutzverordnung, die für den Hallensport die 2G-Plus-Regel im Wettkampf- und Trainingsbetrieb vorsieht, reagiert und den Spielbetrieb bis Ende Januar unterbrochen. Dies allerdings nicht ohne Ausnahme: Sollten sich Mannschaften auf eine Austragung der an­gesetzten Partie einigen, darf gespielt werden.

„Wir versuchen diesen Spagat, um allen Interessengruppen gerecht zu werden. 2G Plus ist eine sehr hohe Hürde. Wer in der praktischen Umsetzung kein Pro­blem sieht, soll spielen“, sagt WTTV-Geschäftsführer Michael Keil. Am Ende dieses Monats will der Verband das weitere Vorgehen beraten. „Aktuell schauen wir da in eine Glaskugel. Der Gedanke an einen abermaligen Saisonabbruch ist aber gar nicht so weit weg“, meint Keil.

Saison-Wertung ist schon sicher

In jedem Fall sieht sich der WTTV gewappnet. „Wenn wir weiterspielen können, verlängern wir die Saison in den April und hängen die beiden ausgefallenen Spieltage an. Sollte dies nicht möglich sein, kommen wir trotzdem zu einer Wertung. In allen Klassen sind 50 Prozent der Begegnungen ausgetragen. Es wird also Auf- und Absteiger geben, zumindest in dieser Hinsicht sind wir ganz entspannt“, konstatiert Keil.

Die Vertreter der beiden heimischen Tischtennis-Clubs können mit dem Vorgehen des Verbandes gut leben. „Die Entscheidung ist nachvollziehbar“, sagt Christian Stöckl, Abteilungsleiter der SG Telgte. „Ich finde es eine gute Sache, dass die Vereine selbst entscheiden können, ob sie spielen wollen oder nicht – und nicht gezwungen werden.“ Innerhalb der Abteilung habe man das Thema noch nicht diskutiert.

Und die Frage, ob die Telgter unter der 2G-Plus-Regel trainieren, stellt sich derzeit nicht. Die Stadtverwaltung hat vor Weihnachten alle Sporthallen bis Anfang kommender Woche coronabedingt gesperrt.

BSV profitiert vom großen Kader

Für die meisten Mannschaften sind im Januar eigentlich zwei Partien angesetzt. „Wir haben genügend Spieler, sodass jeder für sich entscheiden kann, ob er spielen will“, betont Markus Redbrake, Abteilungsleiter des BSV Ostbevern. „Wir würden eine Mannschaft zusammenbekommen und sind auch gewillt zu spielen.“ Ins Training sind die Blau-Weißen noch nicht wieder eingestiegen.

Bleibt die Frage, ob auch die jeweiligen Gegner im Januar antreten würden. Und vor allem, was die Ministerpräsidenten-Konferenz am kommenden Freitag beschließt. „Vielleicht fallen dann ja Entscheidungen, die alle unsere Pläne in der Schublade verschwinden lassen“, sagt Redbrake. Mittelfristig lasse sich derzeit eben nichts planen, langfristig sowieso nicht.

„Mal abwarten, ob es überhaupt weitergeht“, gibt sich auch Stöckl gelassen. „Eine Pause wäre aber auch nicht tragisch. Wir haben in dieser Saison nach hinten heraus noch Spielraum.“

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