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Leichtathletik: Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften

Johannes Wegener vom TV Friesen Telgte läuft grandios zu Bronze

Telgte

Mit drei Athleten war der TV Friesen Telgte bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften des DTB vertreten. Eine Sternstunde erlebte Johannes Wegener. Mit einem beherzten Lauf über 2000 Meter sicherte er sich den dritten Platz.

Hatten bei den Deutschen Meisterschaften des DTB gut lachen: Christian Schwarte (l.), Johannes Wegener und Eva Weßendorff. Foto: TV Friesen

Bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften des Deutschen Turner-Bundes (DTB) in Bruchsal starteten mit Eva Weßendorff, Christian Schwarte und Johannes Wegener drei Leichtathleten des TV Friesen Telgte. Franziska Pelkmann musste krankheitsbedingt absagen.

„Das Ziel war es, die Ergebnisse aus der Qualifikation zu bestätigen und die eine oder andere Bestleistung zu erzielen – und der Traum war das Podium “, sagte Friesen-Abteilungsleiter und Trainer Ludger Dahlmann-Plagge. Den Traum erfüllte sich Johannes Wegener in der Männerklasse.

Ludger Dahlmann-Plagge

Bei windigem und nasskaltem Wetter waren Topleistungen kaum zu erwarten. „Es galt: Wer am besten mit dem Wetter klarkommt, landet vorne“, so Dahlmann-Plagge. In der ersten Disziplin, dem 100-m-Lauf, erzielte Wegener bei starkem Gegenwind mit 12,20 sec die drittschnellste Zeit. Im Weitsprung erfüllte er seine Vorgabe, die 6-Meter-Marke, im zweiten Versuch mit 6,01 m. Damit lag er auf Platz zwei, seine schwächeren Disziplinen kamen aber noch.

Der Telgter hielt sich jedoch sehr gut. Mit einer persönlichen Bestleistung im Kugelstoßen von 8,28 m und mit 40,68 m mit dem Schleuderball lag er vor dem abschließenden 2000-m-Lauf auf Rang fünf. Der Abstand auf einen Treppchenplatz war sehr groß, doch Wegener sorgte für eine Überraschung. Ein Konkurrent musste verletzt aufgeben, der Friesen-Athlet kletterte auf Rang vier. Zum Dritten fehlten ihm rund 4 Punkte, er musste also ungefähr zweieinhalb Minuten aufholen, um aufs Podest zu kommen.

Ludger Dahlmann-Plagge

„Eigentlich nicht machbar“, staunte Dahlmann-Plagge. „Was Johannes dann abgeliefert hat, war sensationell.“ Im 2000-m-Lauf setzte sich Wegener mit einem weiteren Kontrahenten gleich vom Feld ab und legte eine famose erste Runde hin. Dann ließ er auch seinen letzten Begleiter hinter sich und vergrößerte von Runde zu Runde seinen Vorsprung. Der betrug vor der letzten Runde bereits über zwei Minuten. Mit einer fulminanten letzten Runde kam Wegener nach 6:48,4 min ins Ziel – und musste warten, ob es reicht.

Es reichte, sein Konkurrent um Platz drei überquerte fast drei Minuten hinter dem Telgter die Ziellinie. Wegener holte Bronze mit 49,913 Punkten. „Super gemacht“, lobte Dahlmann-Plagge.

Weßendorff auf Platz vier und sieben

Eva Weßendorff dagegen fehlte am Ende ihres Wettkampfs das Glück. Im Schleuderball-Einzelwettbewerb gelang ihr zwar eine Saisonbestleistung mit 34,30 m, mit der sie aber „nur“ Vierte wurde. „Ein ausgezeichnetes Ergebnis, zumal sich Eva in der Rangliste von Rang sieben auf vier steigerte“, sagte der Friesen-Übungsleiter. Im Fünfkampf der Schülerinnen W 15 belegte Weßendorff mit 43,56 Punkten den siebten Platz.

Bei seinem Debüt bei einer Deutschen Meisterschaft schaffte der noch elfjährige Christian Schwarte bei den Zwölfjährigen gleich in der ersten Disziplin über 75 m eine persönliche Bestleistung in 10,95 sec. Er zeigte kaum Nervosität und legte im Weitsprung 4,24 m nach. Mit guten Ergebnissen in den drei weiteren Disziplinen Kugel, Schleuderball und 1000-m-Lauf kam er auf 34,058 Punkte. Das war eine Steigerung gegenüber der Qualifikation und brachte ihm Rang neun.

Das Fazit fällt in allen Belangen sehr positiv aus, betonte Dahlmann-Plagge. Er ist überzeugt:; „Die Meisterschaft gibt unseren Aktiven, auch denen, die diesmal nicht dabei waren, einen weiteren Schub.“

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