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CP-Fußball: World Cup

Kirchgessner spielt in seinem ersten Länderspiel gleich durch

Ostbevern

Bei seinem Länderspiel-Debüt in Spanien hat Björn Kirchgessner durchgespielt. Die erste Vorrunden-Partie beim World Cup verlor die deutsche CP-Nationalmannschaft gegen Irland mit 0:2. Die Stimmung drumherum hat der Ostbeverner in vollen Zügen genossen.

-rau-

Die deutsche Startformation mit Björn Kirchgessner (oben, 2.v.r.) gegen Irland. Foto: Michael Meyer

Björn Kirchgessner stand in der Startformation und hat die vollen 60 Minuten durchgespielt. Nicht schlecht fürs erste Länderspiel. Weniger erfreulich: Der Ostbeverner hat mit der deutschen Nationalmannschaft der CP-Fußballer (CP steht für Cerebralparese) das erste Vorrundenspiel beim World Cup in Salou/Spanien am Montagmorgen gegen Irland mit 0:2 (0:1) verloren.

Am Mittag war Kirchgessner geschlaucht. „Es war ein sehr intensives Spiel, wir mussten viel Laufarbeit verrichten. Ich weiß jetzt aber, dass mein Oberschenkel hält“, sagte der 44-Jährige. Der CP-Fußball wird mit Sieben gegen Sieben auf einem verkleinerten Feld mit verkleinerten Toren gespielt. Im deutschen 2-3-1-System hat Kirchgessner im zentralen Mittelfeld gespielt, etwas zurückgezogen. „Unser Ziel war es, das Zentrum dicht zu kriegen“, erklärte er die Taktik von Conny Frank Fritsch. Der Nationaltrainer sei zufrieden gewesen, trotz der Niederlage.

Björn Kirchgessner

„Wir wussten, dass die Iren mit ihrer Erfahrung uns spielerisch überlegen sind“, so Kirchgessner. Und sie haben eine Lücke gefunden beim 1:0 (22.). Kurz nach der Pause fiel das 2:0 durch ein Eigentor von Jörn Lorenzen (33.). Den Deutschen fehlte vorne die Durchschlagskraft. „Wir hätten unsere Angriffe besser ausspielen müssen.“ Der Ostbeverner hat den Ball zweimal auf einen Teamkollegen abgelegt, als er auch selbst hätte schießen können.

Er war am Samstag der Kategorie 2 zugeordnet worden und darf sich somit auf große Spielanteile freuen. Die CP-Fußballer werden von Ärzten nach dem Grad der Bewegungsbeeinträchtigung in drei Stufen eingeteilt.

Die Stimmung vor seinem Länderspiel-Debüt habe er sehr genossen. Das Schweigen im Bus auf der kurzen Fahrt ins Stadion („die Anspannung war greifbar“), das Einlaufen, die Nationalhymne – „das sind coole Momente, das kann man sich vorher gar nicht vorstellen“.

Nur mit dem Einzug ins Viertelfinale wird es jetzt schwer. Das schaffen die beiden besten Teams der Vierergruppe. Am Mittwoch (9.30 Uhr) geht es gegen Turnier-Mitfavorit Brasilien. „Das wird hart“, weiß Kirchgessner. „Aber auch da haben wir Chancen.“

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