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Reiten: Turnier in Telgte

Ohne Heimvorteil viele Heimsiege für den RV Gustav Rau Westbevern

Telgte

Heimsiege ohne Heimvorteil: Die Reiterinnen des RV Gustav Rau Westbevern sammelten beim eigenen Turnier im Telgter Pappelwald eine Siegerschleife nach der anderen ein. Kristina Kremeyer stellte dabei ihren eigenen Rekord ein.

Von Ralf Aumüller

Johanna Böhmer vom RV Gustav Rau Westbevern gewann mit Windhoek die M*-Dressur. Foto: Aumüller

Um das klarzustellen: Für die Reiterinnen und Reiter des RV Gustav Rau Westbevern gibt es beim Mariä-Geburts-Markt-Turnier keinen Heimvorteil. Dressur- und Springplatz im Telgter Pappelwald werden nur für die Kirmestage hergerichtet. Es bietet sich keine Möglichkeit, vorher in den Emsauen zu üben. Das ist wichtig, um die Bilanz der Gastgeber einzuordnen. Sie holten an den ersten beiden Turniertagen, die sich vornehmlich an Amateure und die ganz jungen Pferdesportler richteten, eine Siegerschleife nach der anderen.

Als leidenschaftliche Sammlerin tat sich Kristina Kremeyer hervor. Die Münsteranerin, die ihre Vierbeiner in Telgte stehen hat und für den RV Gustav Rau startet, gewann mit zwei Pferden insgesamt vier Dressur- und Dressurreiterprüfungen der Klassen L und A. Je zweimal siegte sie mit ihrer vielfach bewährten Feine Piccolina und mit ihrem erst fünfjährigen Golden Champagne. „Ein keiner Showmaker“, lachte Kremeyer. Vier Siege bei einem Turnier hatte sie schon mal in Altenberge geschafft. „Ich habe super Pferde, die mitmachen und das auch wollen. So macht das Spaß“, sagte die 30-Jährige.

Platz eins ging auch in der M*-Dressur an den RV Gustav Rau. Den sicherte sich Johanna Böhmer mit Windhoek und der Wertnote 7,8. In der hochklassigsten Prüfung im Springparcours konnten die Westbeverner nicht gewinnen, weil sie nicht vertreten waren. 19 Paare starteten im M*-Springen mit Stechen, sechs kamen mit einer fehlerfreien Umlauf in die Entscheidungsrunde. Darunter war Andre Schäfer vom RV Ostbevern, der mit Conelly im Stechen mit 11 Strafpunkten für den Sieg nicht in Frage kam. Den feierte Lina Ren­ström mit Kool Kaya. Die Schwedin, die für den RV Greven startet, landete mit Chice Deern auch auf Rang zwei, gefolgt von Philipp Hartmann (RV Handorf-Sudmühle) mit Charly und New York. Reinhard Lütke Harmann (RV Albersloh) war der mit Abstand Schnellste im Stechparcours, hatte aber einen Abwurf.

Alexander Prinz

„19 Paare im M-Springen, das ist super. Das sind mehr als wir gedacht hatten“, freute sich Alexander Prinz, der Vorsitzende des RV Gustav Rau. „Die Besucherzahl am Sonntag war grandios und die Starterfüllung an beiden Tagen auch super.“ Und die vielen Siege gerade der jüngeren Reiterinnen des eigenen Vereins? „Wir haben eben gute Trainer“, strahlte Prinz.

Alexandra Decker gewann mit Light My Fire eine A*-Dressur und ein A*-Stilspringen und damit auch die Kombinierte Prüfung. In einem Kombinierten Reitwettbewerb triumphierte Tessa Schulze Hobeling mit Brusso. Das Paar siegte zudem in einem Springreiter-Wettbewerb. In einer geschlossenen Springprüfung der Klasse A** hatte Sylvia Rolf mit Catago die Nase vorn. Und Ina Terörde siegte mit Milano Classico in einem Dressur-Reiter-Wettbewerb.

In der dritten Wertung um den Volksbank-Springpokal landete Westbevern hauchdünn geschlagen auf Platz zwei (Bericht folgt). Am heutigen Montag und am Dienstag starten beim Turnier vor allem die Profis. Am Montag wird vor und nach dem Feuerwerk (21 Uhr) unter Flutlicht auf L- und M-Niveau geritten. Höhepunkt am Dienstag ist das Springen der schweren Klasse mit Stechen um 14 Uhr.

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