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Reiten: Westfälische Vereinsmeisterschaften

Ostbevern und Westbevern starten beim Provinzialturnier

Ostbevern/Westbevern

Viele Reitvereine schaffen es nicht, eine Mannschaft für das Provinzialturnier auf die Beine zu stellen. Aus dem Kreis Warendorf sind das in diesem Jahr nur der RV Gustav Rau Westbevern und der RV Ostbevern, der zudem noch jeweils bei den Westfälischen Vereinsmeisterschaften in der Dressur und im Springen vertreten ist.

Von Ralf Aumüller und Bernhard Niemann

Die Mannschaft des RV Gustav Rau Westbevern für die Provinzial-Standarte mit (v.l.) Tanja Alfers (Trainerin), Linn Zepke, Karin Schulze Topphoff (Trainerin), Veronika Tewes, Sabine Schulze Beckendorf, Lynn Reher, Clara Uhlemann und Annika Schnüpke. Foto: Niemann

Der RV Appelhülsen richtet vom heutigen Freitag bis Sonntag das Provinzialturnier aus. Eine Veranstaltung, die in der westfälische Reitszene einen hohen Stellenwert genießt. Übermäßig viele Vereine schaffen es nicht, eine Equipe dafür auf die Beine zu stellen. Aus dem Kreis Warendorf sind es nur zwei: Zu den zwölf Teams, die um die Provinzial-Standarte kämpfen, gehören der RV Gustav Rau Westbevern und der RV Ostbevern, der zudem noch jeweils bei den Westfälischen Vereinsmeisterschaften in der Dressur und im Springen vertreten ist.

Hohe Belastung

„Das ist schon eine erhebliche Belastung für uns: gerade erst die Kreismeisterschaften und an diesem Wochenende das Provinzialturnier und der Springpokal beim Turnier in Sendenhorst. Aber wir sind dabei, und wir sind gerne dabei“, sagt Hugo Lackhove, der Mannschaftsführer beim RVO für den Standartenwettkampf in Appelhülsen. Der besteht aus einer L-Dressur und der Mannschaftskür am Freitag, einem A**-Geländeritt am Samstag und einem L-Springen am Sonntag.

Bei der letzten Auflage 2019 landete Ostbevern mit minimalem Rückstand auf dem zweiten Platz. Was in diesem Jahr möglich ist, kann Lackhove schwer einschätzen – auch weil er die Stärke der Konkurrenz nicht kennt. „Eine Platzierung in der oberen Hälfte wäre schon gut“, sagt der Ausbilder.

Einen „spannenden Wettkampf“ erwartet Tanja Alfers, die das Standarten-Team aus Westbevern zusammen mit Karin Schulze Topphoff trainiert hat. „Es wäre schon wichtig, dass wir einen erfolgreichen Auftakt hinlegen“, sagt Alfers und denkt dabei vor allem auch an die Mannschaftskür, das Herzstück des Wettkampfs, das unter Flutlicht ausgetragen wird.

Vorbereitung nicht optimal

Die Vorbereitung sei, auch wegen Corona, nicht optimal gewesen. „Es gab wenige Trainingsmöglichkeiten, erst ab Ende Juli, als der gesamte Kader zur Verfügung stand“, so Alfers. „Und von den Kandidatenpaaren können aufgrund von Krankheit und Verletzungen wiederum einige für das Turnier in Appelhülsen nicht eingesetzt werden.“ Das Team bilden Veronika Tewes, Clara Uhlemann, Lynn Reher, Sabine Schulze Beckendorf, Annika Schnüpke, Linn Zepke, Simone Baune und Christian Schulze Topphoff.

In der Westfälischen Vereinsmeisterschaft Springen bewerben sich neun Mannschaften um den Titel. Für den RV Ostbevern gehen Reinhard Knappheide, Thomas Gedigk, Kristina Hollmann und André Schäfer in den Parcours. Sie alle sind vor einer Woche beim Turnier in Ostbevern in einem Springen der schweren Klasse gestartet. „Ich hoffe, dass sie im Finale dabei sind und ich traue ihnen auch etwas zu“, sagt Hugo Lackhove. „Aber jeder Teilnehmer darf sein bestes Pferd reiten. Das ist allerhöchstes Niveau.“

Das gilt auch für die Westfälische Meisterschaft in der Dressur mit zwölf Teams. Die Equipe des RV Ostbevern bilden Theresa Vosskötter, Franziska Vosskötter und Vivien Borgmann. „Wir haben ein unerfahrenes Pferd dabei. Ich hoffe, dass wir gut mitmischen können“, sagt Mannschaftsführerin Anika Cappenberg. Ziel sei es erst einmal, ins Finale zu kommen. Und dann? „Wenn wir am Ende unter den ersten fünf sind, wären wir zufrieden.“

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