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Reiten: Deutsches Olympisches Jugendlager

Rosa Veltmann erlebt zumindest einen Hauch von Olympia

Westbevern

Rosa Veltmann hatte einen Platz im Deutschen Olympischen Jugendlager bekommen und wäre damit eigentlich zu den Winterspielen nach China geflogen. Corona verhinderte das. Aber auch von dem Ersatz-Sportcamp in Bayern war die 19-jährige Reiterin des RV Gustav Rau Westbevern begeistert.

-rau-

Rosa Veltmann hatte sich einen Besuch der Spiele in China erhofft, war aber auch vom Camp in Bayern begeistert. Foto: Kai Peters

Man darf sich gar nicht ausmalen, was Rosa Veltmann wegen der Pandemie verpasst hat. Da bekommt die Westbevernerin einen von nur 40 Plätzen im Deutschen Olympischen Jugendlager. Sie wäre – in normalen Zeiten – Teilnehmerin eines Camps bei den Olympischen Spielen gewesen, hätte Wettkämpfe und das olympischen Dorf besuchen und sich vor Ort mit den Olympioniken austauschen können. Corona machte das alles zunichte.

Die Teilnehmer im Alter von 16 bis 19 Jahren konnten sich über sportliche Leistungen und ehrenamtliches Engagement für das Jugendlager unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bewerben (WN berichteten). Statt nach Peking ging es nach Bayern. Zehn Tage in einem Sportcamp in Bischofsgrün sollten es werden. Nach einer Woche wurden die jungen Sportler aber wieder nach Hause geschickt und die Angebote bis zum vergangenen Wochenende nur noch online durchgeführt. Trotz eines umfangreichen Hygienekonzepts mit PCR-Tests und Schnelltests hatten sich zwei Teilnehmer mit Covid-19 infiziert.

Live-Schalte nach Peking

Rosa Veltmann ist 19 Jahre alt. Die Reiterin des RV Gustav Rau Westbevern bekommt eine solche Möglichkeit nie wieder. Wer jetzt befürchtet, dass die Studentin angesichts der verpassten Möglichkeiten am Boden zerstört ist, darf sich beruhigen. „Es waren trotz allem super schöne Tage“, sagt Veltmann begeistert. „Ich habe tolle Leute kennengelernt, hatte ein tolles Programm, habe sehr viel erlebt.“

Die Gruppe tauschte sich in Workshops und Diskussionsrunden aus. Die Teilnehmer sprachen in Live-Schaltungen mit DOSB-Präsident Thomas Weikert und mit ehemaligen Olympioniken. Und sie machten – natürlich – viel Wintersport. „Mir ist der Sommersport zwar geläufiger“, lacht Veltmann. „Aber das war sehr interessant, auch weil einige angehende Profis in der Gruppe waren.“ Nicht nur Winter-, sondern auch Sommersportler.

Rosa Veltmann

Zum Programm gehörten auch der Online-Austausch mit Vertretern der Deutschen Schule in Peking und an einem anderen Tag mit Mitgliedern der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. „Wir konnten in dem Camp alle Themen ansprechen, wir haben auch kritische Fragen diskutiert“, sagt Veltmann. „Auch die Betreuer waren total offen. Das fand ich sehr gut.“

2018 hatte Rosa Veltmann mit dem Team Westfalen die Goldene Schärpe Großpferde in Thüringen gewonnen. Jetzt absolviert sie in Solingen ein Duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen. Den Reitsport muss sie deshalb zurückfahren. „Ich reite noch Pferde in Köln und ich reite natürlich wenn ich zu Hause in Vadrup bin.“

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