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Fußball: Aufholjagden

SG Telgte? Bayer Uerdingen? Nein: Fortuna Walstedde!

Kreis Warendorf

Die SG Telgte hat zuletzt nach dreimaligem Rückstand noch mit 4:3 gewonnen. Die Mutter aller Aufholjagden bleibt das „Wunder von der Grotenburg“, das Bayer Uerdingen 1986 im Europapokal vollbrachte. Und auch Fortuna Walstedde hat jetzt seine ganze eigene Heldengeschichte.

-rau-

Wolfgang Funkel bejubelt im März 1986 das „Wunder von Uerdingen“. Foto: imago/Kicker/Eissner

Dreimal lagen die Bezirksliga-Fußballer der SG Telgte am Sonntag in Rückstand. Sie gewannen den fahrigen Schlagabtausch gegen den SV Westfalen Liesborn noch mit 4:3. Das wilde Spiel war für SG-Trainer Frank Busch „ein bisschen zu wild“, wie er nach dem Abpfiff gestand.

Seinem Kollegen vom SC Füchtorf, Thorsten Butz, erging es aber deutlich schlechter. „Nicht optimal“ sei das Spiel seiner Kreisliga-Truppe gelaufen. Da hat der Mann nicht übertrieben: Die Kicker aus dem Spargeldorf führten gegen den FC Greffen zur Halbzeit mit 3:1, um am Ende mit einer 3:4-Niederlage vom Platz zu schleichen. „Die zweite Halbzeit war teilweise einfach sehr unglücklich von uns“, analysierte Butz in betont sanfter Form.

Aufholjagd in Walstedde: 7:4 nach 0:4

Die Mutter aller Aufholjagden bleibt das „Wunder von der Grotenburg“ 1986. Bayer 05 Uerdingen hatte das Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden mit 0:2 verloren und lag im Rückspiel zur Pause schon wieder mit 1:3 hinten. Mit sechs Toren in den zweiten 45 Minuten zum 7:3-Sieg zog die Werkself grandios und bis heute unvergessen ins Halbfinale ein.

Dieses Spiel wird in Walstedde fortan vermutlich in einem Atemzug mit einem spektakulären Auftritt der eigenen Fortuna genannt. Gegen die Ahlener SG (Kreisliga A Beckum) waren am Freitag nach knapp 40 Minuten und einem 0:4-Rückstand scheinbar schon alle Lampen aus. Von wegen: Im zweiten Durchgang sicherten sich die Balltreter aus dem Drensteinfurter Ortsteil ihren Platz in der Vereinshistorie. Siebenmal trafen sie in einer Halbzeit, 7:4 hieß es am Ende. Was da passiert ist? „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Dafür habe ich keine Erklärung“, sagte Fortuna-Trainer Michael Tenbrink am Tag danach. „Das war höhere Gewalt.“

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