1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. SG Telgte erwartet Wacker Mecklenbeck mit großem Respekt

  8. >

Fußball: Frauen-Kreispokal

SG Telgte erwartet Wacker Mecklenbeck mit großem Respekt

Telgte

Die SG Telgte erwartet Wacker Mecklenbeck im Pokal-Endspiel mit großem Respekt. Sebastian Wende wählt gegen den Westfalenligisten eine strikte Defensivtaktik. Dass es sein letztes Spiel als SG-Trainer ist, lässt ihn (bislang) noch kalt.

Von Ralf Aumüller

Auf einen Torjubel von Sarah Fipke muss die SG wohl verzichten. Nicht, weil sich die Telgterinnen im Pokal-Finale keine Chancen ausrechnen, sondern weil die Offensivspielerin stark angeschlagen ist. Foto: Kock

Er hat noch keine schlaflosen Nächte. Ist nicht nervös. Hat keine wehmütigen Gedanken. „Ich bin noch relativ entspannt“, sagte Sebastian Wende am Dienstag – einen Tag vor seinem letzten Spiel als Trainer der SG-Fußballerinnen. Nach neun Jahren im Amt macht er Schluss bei den Telgter Damen. Die Ära endet stilvoll: Im Finale des Kreispokals erwartet seine Mannschaft am heutigen Mittwoch um 19 Uhr im Takko-Stadion Wacker Mecklenbeck.

„Ich mache mir eher darüber Gedanken, wie wir dieses Spiel am besten angehen“, sagt Wende. Und das ist wirklich Aufgabe genug. Obwohl nur eine Liga Unterschied besteht, gehen die SG-Frauen als klare Außenseiterinnen ins Heimspiel. Wacker steht in der Westfalenliga auf Platz fünf, hat gerade erst Borussia Emsdetten mit 6:0 geschrubbt. Telgte hat die Landesliga-Saison auf Rang sechs beendet. In den letzten Wochen lief es eher schleppend.

Drei Pokal-Siege in vier Jahren

Und dann ist da noch die Pokal-Historie. In der Saison 2020/21 wurde der Wettbewerb nicht zu Ende gespielt, in den vier Jahren zuvor holten die Mecklenbeckerinnen dreimal den Titel (und einmal der BSV Ostbevern). Die SG stand mal im Halbfinale, jedoch nicht im Endspiel.

Es ist aber nicht so, dass die Gastgeberinnen nicht an ihren ersten Pokal-Triumph glauben. Sie haben extra Standards trainiert, verrät der Coach. Seine vermutlich nur wenigen Chancen müsse das Team nutzen. „Wir wollen kompakt stehen, gut stehen, tief stehen und unbedingt ein frühes Gegentor vermeiden“, sagt Wende. „Und dann mal abwarten, wie Wacker darauf reagiert.“

Vier SG-Spielerinnen sind angeschlagen

Den Kreispokal hat Sarah Fipke schon mit dem BSV Ostbevern gewonnen. Umso bitterer, dass die SG aller Vor­aussicht nach ohne die noch stark angeschlagene Offensivspielerin auskommen muss. Das wäre, besonders angesichts der Abschiede von Alexandra Füchtenbusch und Maeva Jocksch in der Winterpause, ein schwerer Schlag fürs Telgter Angriffsspiel. Angeschlagen sind auch Selin Baysal, Marion Osthues und Esther Kleinfeld.

Trotzdem betont Wende: „Wir freuen uns aufs Spiel und auf eine schöne Kulisse.“ Mehrere Frauenteams aus dem Kreis hätten ihren Besuch angekündigt. „300, 400 Zuschauer sind nicht unrealistisch“, meint der SG-Trainer. Das wäre ein würdiger Rahmen für sein Abschiedsspiel.

Startseite
ANZEIGE