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Fußball: Regionalliga West

Preußen gehen mit Verletzungssorgen in das Top-Spiel gegen Fortuna Köln

Münster

Sascha Hildmann, Trainer des SC Preußen Münster, plagen Aufstellungssorgen, bis zu neun Mann fallen im Topspiel vor vermutlich rund 7000 Zuschauern aus. Der aktuelle Tabellenführer aus Münster erwartet am Freitag um 19 Uhr den Verfolger Fortuna Köln – und spielt dabei in grauen Sondertrikots mit der ukrainischen Fahne auf der Brust.

Von Alexander Heflik

Henok Teklab, hier verfolgt von gleich drei Wuppertaler Spielern, gehörte zuletzt meist zu den Aktivposten in der Offensive des SC Preußen. Foto: Jürgen Peperhowe

Tatsächlich ist diese Partie zwischen Preußen Münster und Fortuna Köln ein besonderes Spiel. Die Tabelle hängt schief, weil zum Beispiel Titelanwärter RW Essen mit vier Partien hinterherhinkt. Andererseits, rein sportlich betrachtet, treffen der aktuelle Tabellenführer aus Westfalen und der drittplatzierte Verfolger aus der Südstadt an diesem Freitag um 19 Uhr aufeinander.

Viel mehr Spitzenspiel geht nur schwerlich, immerhin knapp 7000 Zuschauer werden erwartet, bis zu 10 725 wären möglich.

Hauptsponsor Fiege zeigt Flagge

Der SCP wird dabei in einem besonderen Dress auflaufen, Hauptsponsor Fiege unterlegt sein Logo mit der blau-gelben Fahne der Ukraine. Zum einen verneigt sich das Unternehmen vor seinen rund 250 Mitarbeitern am Standort Boryspil, nahe Kiew gelegen, und zeigt damit andererseits auch Flagge für die weiteren rund 1000 ukrainischen Mitarbeiter außerhalb des Landes, die für Fiege arbeiten. Dabei war das Spiel gegen Köln auch als Plattform gedacht, um 100 limitierte Sondertrikots von Jako in grau zu präsentieren. Dieses Sonderdress wird zu 100 Prozent aus recycelten Textilien hergestellt.

Verlierer gerät ins Hintertreffen

Die Preußen also in grau mit Ukraine-Fahne in diesem Spitzenspiel, in dem es sportlich um so viel mehr als nur drei Zähler geht. Auch wenn es Trainer Sascha Hildmann weit von sich schiebt, so dürfte der Verlierer dieser Partie aus dem Aufstiegsrennen raus sein. Ja, natürlich, es stehen noch mehr oder weniger zehn Punktpartien an. Natürlich, ja, RW Essen kann auch noch viele Federn lassen. Aber ja, natürlich und ohne Frage: Der negative Trend für die am Freitag unterlegene Mannschaft wäre nicht ohne. Beide patzten zuletzt ja durchaus.

Ausfälle von Frenkert bis Deters

Hildmann plagen allerdings recht große personelle Sorgen. Praktisch ein großer Teil seiner linken Seite liegt brach, weil Lukas Frenkert an der Schulter operiert wurde. Aber auch Marvin Thiel fehlen viele Trainingstage, nachdem er der erste Leidtragende und am schwersten Betroffene des Böllerwurfs von Essen war. Auch Linksverteidiger Jannik Borgmann gehörte dazu, der zudem zuletzt an Corona erkrankt war und sich nun zumindest freigetestet hat. Ach ja, Thorben Deters hatte sich zuletzt ebenfalls infiziert, dem Offensivmann von der linken Seite fehlt Training, vielleicht reicht es für einen Kaderplatz – und zur Joker-Rolle.

Dazu gibt es noch den Ausfall des erkrankten Manuel Farrona Pulido und die Zitterpartie um Alexander Langlitz (muskuläre Probleme) sowie Jan Dahlke (Kniebeschwerden) und Deniz Bindemann (Knöchelblessur). Mit Dennis Daube und Manfred Kwadwo fehlen nun bis zu zehn Mann.

SCP: Schulze Niehues – Hemmerich, Ziegele, Hoffmeier, Schauerte – Kok – Remberg, Ghindovean – Teklab, Wegkamp, Schwadorf

Einspruch von Essen steht noch aus

RW Essen hat noch keine offizielle Revision gegen den Sportgerichtsentscheid vom vergangenen Freitag eingelegt, als das bei 1:1 abgebrochene Spiel gegen Münster in eine 0:2-Niederlage umgewandelt wurde. Der Einspruch kostet 200 Euro und muss spätestens zehn Tage nach dem Urteil erfolgt sein. Eine Verhandlung vor dem WDFV-Verbandsgericht würde unter der Leitung von Werner Meier (FLVW) stattfinden, der beruflich Direktor am Amtsgericht Bad Oeynhausen ist.

Am Freitag gibt es ab 18.30 Uhr einen Liveticker aus dem Stadion: www.wn.de/scp

Gegner-Check: Fortuna Köln

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