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Fußball: Regionalliga West

2:0 gegen Straelen – Preußen zurück in der Erfolgsspur

Homberg

Preußen Münster ist nach dem mageren Remis gegen die Gladbacher Reserve zurück in der Erfolgsspur. Der ambitionierte Regionalligist ließ sich am Samstag beim Tabellenletzten SV Straelen nicht die Butter vom Brot nehmen, tat sich aber knapp 60 Minuten lang sehr schwer.

Von André Fischer

Das Führungstor: Alexander Langlitz trifft für die Preußen zum 1:0 gegen den SV Straelen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das erlösende 1:0 von Alexander Langlitz, der bei einem Kopfballpfund des eingewechselten Gerrit Wegkamp in der 58. Minute seine Rübe dazwischenhielt, war der Brustlöser. „Ich habe dem Ball die entscheidende Richtungsänderung gegeben“, so Langlitz. Aber: Die Hereinnahme von Wegkamp brachte die eigentliche Wende. Mit dem 2:0 nach 86 Minuten machte der eingewechselte Shaibou Oubeyapwa alles klar und hievte Münster an die Spitze der Regionalliga West. Die Sorgen am unteren Niederrhein werden derweil größer.

Dort kamen sie zuletzt ohnehin nicht zur Ruhe. Trainer Sunday Oliseh, unter anderem für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln im Oberhaus am Ball, zog nach den ersten fünf Spielen die Reißleine beim weiter punktlosen Schlusslicht. Einziger Höhepunkt unter seiner Regie war die 3:4-Niederlage im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli.

Die Suche nach einem neuen Übungsleiter auf der Bank ist in vollem Gange. Unter der Leitung von Sportchef Kevin Wolze, 2019 bis 2021 beim VfL Osnabrück unter Vertrag, setzten sich die Jungs vom unteren Niederrhein zumindest am Dienstag beim Bezirksligisten DJK/SF Katernberg im Verbandspokal mit 4:2 in der Verlängerung durch. Und treffen als Titelverteidiger in der zweiten Runde nun auf Liga-Konkurrent 1. FC Bocholt. Das Duell mit dem Neuling dürfte etliche Zuschauerinnen und Zuschauer anlocken.

Bundestrainerin gönnt sich eine Bratwurst

Ins PCC-Stadion zu Homberg fanden am Samstag 650 Besucher den Weg. Die Partie war in den Duisburger Stadtteil verlegt worden, weil die Arena daheim umgebaut wird. Sogar Martina Voss-Tecklenburg war dabei, holte sich eine Bratwurst. Die Bundestrainerin ist mit Straelens Mäzen Hermann Tecklenburg verheiratet und zeigte sich volksnah. Geleitet wurde die Partie von Tobias Esch aus Königswinter. Er pfeift in dieser Saison erstmals in der Regionalliga. Seine Feuertaufe hatte er am 6. August beim Duell zwischen dem Wuppertaler SV und dem SC Wiedenbrück (2:2).

Hoher Besuch in Homberg: Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg genoss vor dem Preußen-Auftritt eine Bratwurst. Foto: Jürgen Peperhowe

Münsters Trainer Hildmann hatte seine erste Elf im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen verändert. Yassine Bouchama und Thorben Deters waren erste Wahl, Thomas Kok und der angeschlagene Nikolai Remberg (Mittelfußprellung) blieben draußen. Für Kok spielte Rückkehrer Dennis Grote auf der Sechs. Das Mittelfeld war komplett neu sortiert. Ob das den Ausschlag dafür gab, dass die Preußen zu Beginn der Musik nur hinterherliefen?

Manfred Kwadwo scheidet verletzt aus

Zumindest muckte das Schlusslicht auf, Said Harouz drang nach fünf Minuten frech in den Strafraum der Gäste ein und kam durch Simon Scherder zu Fall, kein Elfmeter sagte der Unparteiische. Auf der anderen Seite gab es nur drei Minuten später eine ähnliche Situation, als Langlitz fiel – aber auch diese Szene war aus Sicht der Regelhüter nicht elfmeterreif. Eine Riesentat von Max Schulze Niehues bewahrte Münster in Minute elf vor dem Rückstand, als der Schnapper einen strammen Schuss von Manasse Fionouke reflexartig mit dem linken Fuß parierte.

Der SCP versprühte derweil nur bei einem Schuss von Dennis Grote nach 15 Minuten Gefahr, als das Leder knapp am Kasten von Julius Paris vorbeistrich. Negativer Höhepunkt: Manfred Kwadwo verlor nach gut einer halben Stunde im Strafraum die Kontrolle über den Ball und verletzte sich bei der Aktion, musste raus. Für ihn kam Shaibou Oubeyapwa. Zuvor hatte Langlitz in Unterzahl, weil Kwadwo sich noch behandeln ließ, das 1:0 nach einer Ecke von Grote auf dem Kopf, aber der Ball streifte nur das Gebälk (36.). Pause.

Unverändert ging es in den zweiten Abschnitt, in dem der SCP zu Beginn ähnlich verhalten agierte wie in Durchgang eins. Ungewohnt viele Rückpässe prägten das Spiel. Münster fand keine Lösungen, Straelen in Bedrängnis zu bringen. Mit der Hereinnahme von Gerrit Wegkamp für Thorben Deters hatte Coach Hildmann ein glückliches Händchen. Kaum auf dem Feld, stand der „Riese“ dreimal im Blickpunkt. Nach einer Ecke von Grote setzte er zum Kopfball an, Langlitz gab dem Ball die entscheidende Richtungsänderung (58.). Aber egal, wer es gemacht hat, es war ein ganz wichtiger Treffer. Ein Brustlöser sozusagen.

Oubeyapwa macht den Deckel drauf

Endlich lief es, Wegkamp, Oubeyapwa oder Wooten hätten früh für klare Verhältnisse sorgen können. Münster machte Dampf, ließ hinten kaum mehr was zu. Und endlich machte Oubeyapwa nach 86 Minuten den Deckel drauf. Sehenswert der Doppelpass mit Andrew Wooten, der sich den Assist verdiente. Das war’s. Münster ist zurück an der Spitze, zumindest für eine Nacht. Der punktgleiche Verfolger 1. FC Kaan-Marienborn spielt erst am Sonntag um 14 Uhr bei der Schalker Reserve. Weiter geht es am kommenden Samstag für Münster mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln II (14 Uhr).

SV Straelen: Paris – Päffgen, Fionouke (67. Ndiaye), Brodersen (72. M. Cirillo), Stevens – Harouz, Munsters (72. Yamada), Miyamoto (60. Mata), Baraza – Koruk, Vicario

Preußen Münster: Schulze Niehues – Langlitz (80. Koulis), Scherder, Hahn, Lorenz – Grote – Bouchama, Deters (55. Wegkamp) – Kwadwo (38. Oubeyapwa), Wooten, Teklab (69. Kok)

Tore: 0:1 Langlitz (58.), 0:2 Oubeyapwa (86.)

Schiedsrichter: Tobias Esch (Königswinter)

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