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Fußball: Testspiel

4:0-Sieg in Rheine – Preußen gut gerüstet für die Sportfreunde aus Lotte

Rheine

Das Gastspiel bei den Sportfreunden aus Lotte kann kommen, die Preußen sind gerüstet. Am Samstag setzte sich der Regionalligist beim Oberligisten FCE Rheine mit 4:0 (2:0) durch. Nicolai Remberg (15.), Gerrit Wegkamp (41.), Robin Ziegele (71.) und Marvin Thiel (78.) trafen für ambitionierte Adlerjungs.

Von André Fischer

In Rheine hatten die Preußen-Spieler insgesamt viermal Grund zum Jubeln. Foto: Sebastian Sanders

Der Delsen in Rheine – hier wird Fußball-Tradition gelebt. Die Anlage am Bentlager Weg wurde 1963 eröffnet. Ursprünglich fanden 16.000 Zuschauer dort ihren Platz, inzwischen liegt die Kapazität bei 7500. Gegen die Preußen kamen gerade mal 320 Interessierte ins Stadion. 750 hätten immerhin kommen dürfen in Zeiten der Pandemie.

Den höchsten Schnitt an Besuchern gab es laut Wikipedia in der Spielzeit 1973/74, als durchschnittlich mehr als 4000 Gäste die Partien des damaligen VfB Rheine in der Verbandsliga Westfalen verfolgten. Der Weltenbummler-Trainer Ernst Middendorp stand auch schon mal an der Seitenlinie, in den Spielzeiten 1990/91 und 1991/92. Der heutige FC Eintracht wurde übrigens 1994 durch die Verschmelzung vom VfB und der SG Eintracht gegründet.

So viel zur Geschichte, die den SCP nicht wirklich interessierte. Nach dem ersten Test beim Zweitligisten Paderborn (0:1) erhoffte sich Trainer Sascha Hildmann ein paar letzte Aufschlüsse vor dem Liga-Auftakt im neuen Jahr am kommenden Samstag bei den Sportfreunden aus Lotte (14 Uhr). „Ich gehe davon aus, dass Rheine gegen uns sehr defensiv ausgerichtet sein wird – genau so, wie wir es auch in und gegen Lotte erwarten können. Und vermutlich wird auch der Platz in Rheine ähnlich schwierig zu bespielen sein wie der in Lotte. Also ist das schon ein sehr guter Test“, so Hildmanns Hoffnung im Vorfeld. Sie bestätigte sich. Neben Rekonvaleszent Jules Schwadorf und Luke Hemmerich fehlten bei den Preußen Manuel Farrona Pulido mit Magen-Darm-Problemen und Alexander Langlitz mit Rückenbeschwerden.

Münster brauchte einige Minuten

Hildmann spielte mit einer ersten Elf, die auch in einer Woche auf dem Grün stehen könnte. Neuzugang Lukas Frenkert verteidigte auf der linken Abwehrseite in der Viererkette mit (von rechts) Julian Schauert, Simon Scherder und Marcel Hoffmeier. Auf der Sechs ackerte wie gewohnt Dominik Klann. Münster brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden auf dem nicht leicht zu bespielenden Untergrund. Erste Vorstöße von Thorben Deters und Henok Teklab verliefen ins Leere. Dann legte sich Frenkert bei einem Einwurf ins Zeug, Gerrit Wegkamp setzte im Strafraum nach, das Leder fand seinen Weg zu Nicolai Remberg, der eiskalt vollendete (15.). Nur zwei Minuten später scheiterte Frenkert selbst mit einer feinen Volleyabnahme.

Der Regionalligist war jetzt im Spiel – und fast hätte Deniz Bindemann nach Ablage von Gerrit Wegkamp das 2:0 mit der Hacke gemacht (25.). Ebenso sehenswert: Teklab vernaschte nach 36 Minuten die komplette FCE-Hintermannschaft, bediente Wegkamp, der mit seinem Schuss scheiterte, im Nachsetzen wurde Rembergs Pfund von Rheines Tormann Nicholas Beermann um den Pfosten gelenkt. Ausgangspunkt zum 2:0 war dann wieder Teklab, seinen Freistoß verlängerte Marcel Hoffmeier mit dem Kopf auf Wegkamp, der locker einnickte (41.). Pause.

Spielpraxis für alle lautete das Motto

Hildmann brachte zur zweiten Hälfte mit Jan Dahlke für Deniz Bindemann und Manfred Kwadwo für Thorben Deters zwei frische Kräfte. Die ersten Offensivaktionen gehörten indes den Gästen, die sich mal vor den Kasten von Max Schulze Niehues trauten – ohne wirklich gefährlich zu werden. Nach 62 Minuten nahm Coach Hildmann dann einen fünffachen Tausch vor, bis auf Ersatzkeeper Marko Dedovic kamen alle Bankdrücker zum Einsatz. Spielpraxis für alle lautete das Motto, um für alles zum Auftakt in Lotte am Samstag gewappnet zu sein. Dem eingewechselten Robin Ziegele war es denn vorbehalten, das 3:0 per Kopf zu machen (71.). Münster war klar auf der Siegerstraße. Und packte noch einen drauf, Marvin Thiel vollendete in der 78. Minute zum 4:0. Der Deckel war drauf.

SC Preußen: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder (62. Ziegele), Hoffmeier (62. Borgmann), Frenkert – Klann – Teklab (62. Thiel), Remberg (62. Holtby), Deters (46. Kwadwo) – Bindemann (46. Dahlke), Wegkamp (62. Di Pierro)

Tore: 0:1 Remberg (15.), 0:2 Wegkamp (41.), 0:3 Ziegele (71.), 0:4 Thiel (78.)

Schiedsrichter: Simon Elshoff

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