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Fußball: Regionalliga West

Dahlke bringt Preußen auf die Siegerstraße in Mönchengladbach

Mönchengladbach

Der SC Preußen Münster hat auch das zweite Saisonspiel in der Regionalliga gewonnen. Das Team von Trainer Sascha Hildmann gewann vor 682 Zuschauern mit 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach II. Jan Dahlke brachte den SCP auf die Siegerstraße, am Mittwoch gastiert SF Lotte beim SCP.

Von Alexander Heflik

So sehen Sieger aus: Die Preußen lassen sich nach dem Spielende von ihrem Anhang feiern. Foto: Sebastian Sanders

Zweites Saisonspiel, zweiter Sieg. Preußen Münster hat seine weiße Weste in der Fußball-Regionalliga gewahrt. Das Team von Trainer Sascha Hildmann gewann nach dem 2:1 über Alemannia Aachen auch am 2. Spieltag mit 2:1 (1:0) bei Borussia Mönchengladbach II. Vor 682 Zuschauern trafen Julian Schauerte (9.) und Jan Dahlke (71.) für die Gäste im Grenzlandstadion zu Rheydt, Steffen Meuer (64.) hatte für die „kleine Borussia“ getroffen. Mittwoch im Heimspiel gegen SF Lotte kann die Bilanz weiter ausgebaut werden.

Der SCP musste Alexander Langlitz ersetzen, dafür rückte Henok Teklab auf die rechte Seite. Auch Gerrit Wegkamp war wieder erste Wahl von Beginn an, Jan Dahlke war raus. Münster spielte mit einem 4-1-2-3-System. Und nahm das Heft gleich in die Hand.


Nach neun Minuten durften die Preußen vor 310 mitgereisten Fans jubeln. Erstmals seit März 2020 konnten Anhänger eines Gastvereins wieder mit dabei sein. Das Grenzlandstadion im Mönchengladbacher Stadteil Rheydt war damit fest in Preußen-Hand. Viele Gladbacher Anhänger konnten nicht an der Partie teilnehmen, weil maximal 1100 Zuschauer zugelassen waren und zudem nur zweieinhalb Stunden später das Auswärtsspiel der Borussia-Erstvertretung in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen anstand. Ein Fantag mit zwei Spielen war somit ausgeschlossen, und die Borussia als Veranstalter ein Organisationsproblem ärmer. 

Aber wie gesagt, nach neun Minuten jubelten die Münsteraner. Auf der rechten Seite konnte Teklab flanken, Julian Schauerte stand mutterseelenallein im Gladbacher Strafraum und köpfte ein. Der SCP hatte in den folgenden Minuten mehr vom Spiel, aber keine zwingenden Chancen. Dann verflachte die Partie, weil beide Mannschaften sich gegenseitig neutralisierten. Einzig ein Lattentreffer von Conor Noß (21.) sorgte für Aufregung.

SCP lässt das 2:0 liegen

Die Gäste kamen erst in den letzten Minuten vor der Pause wieder in Fahrt. Gleich zweimal wurde dabei Jules Schwadorf (33. und 36.) in guter Schussposition geblockt. Die größte Chance zum 2:0 vergab allerdings Wegkamp (38.). Nach einem Ballgewinn von Nicolaj Remberg ging es ganz flott, Teklabs Zuspiel hätte Schwadorf schon abschließen können, aber er passte zum noch besser platzierten Wegkamp – der in Rücklage kam und den Ball aus zehn Metern über das Tor drosch. Der SCP hatte das 2:0 liegengelassen.

Nach der Pause kamen beide Mannschaften mit viel Fahrt aus der Kabine. Erst prüfte Steffen Meuer, der im Sommer 2020 auch beim SCP im Gespräch gewesen war, Münsters Tormann Max Schulze Niehues. Wenige Augenblicke später lag das zweite Preußen-Tor in der Luft, aber erst Henok Teklab und dann Thorben Deters ließen bestes Chancenmaterial liegen. Dann ließ Wegkamp (58.) erneut eine Riesenchance aus. Der SCP verpasste eine Art Vorentscheidung.  

Gladbachs Meuer trifft im dritten Anlauf

Die Strafe sollte folgen. Ein langer Ball reichte, Münsters Innenverteidigung konzentrierte sich auf Passgeber Conor Noß, dessen Vorarbeit dennoch bei Steffen Meuer landete, der mühelos zum 1:1 traf. Es war Meuers dritter ernsthafter Anlauf, der saß dann, Mönchengladbach hatte vielleicht nicht aus dem Nichts, aber schon überraschend ausgeglichen. 

Der SCP schüttelte sich kurz, und die Wechsel beim SCP saßen. Denn als Teklab flankte, konnte die Kopfballablage von Borgmann durch den eingewechselten Dahlke zum 2:1 verwertet werden. Er war für den glücklosen Wegkamp gekommen. Der SCP war wieder zurück auf der Siegerstraße, sechs Minuten nach dem Ausgleich hatte die Hildmann-Elf gekontert.

Spannung bis zum Schluss

Aber es blieb spannend, weil der Vorsprung des SCP halt knapp war. Und fast hätte die Borussia noch ausgeglichen, als der eingewechselte Luiz Skracback (82.) die Latte traf. Doch dann war Ende, die Borussen-Schlussoffensive blieb aus. Die Preußen hatten diese durchaus schwierige Aufgabe gut gelöst.

Mönchengladbach: Kersken – Kurt, Lieder, Gaal, Italiano – Lofolomo (77. Skraback), Italiano – Beckhoff (46. Schroers), Müsel (46. Wentzel), Lockl, Noß, Meuer. – Trainer: Vogel

Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier. Borgmann – Daube – Remberg, Schwadorf (64. Holtby) – Teklab (83. Kloth), Wegkamp (60. Dahlke), Deters (60. Bindemann). – Trainer: Hildmann

Tore: 0:1 Schauerte (9., Flanke Teklab), 1:1 Meuer (65., Pass Noß), 1:2 Dahlke (71., Kopfballablage Borgmann).

Gelbe Karten: Lofolomo, Italiaono / Daube, Schwadorf, Scherder

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